Rallye Dakar 2009, Tag 14

Rallye Dakar 2009, Etappe 13 Rallye Dakar 2009, Etappe 13

Rallye Dakar 2009, Tag 14

— 17.01.2009

Erster Mitsubishi-Sieg

Auf der 13. und vorletzten Etappe der Rallye Dakar 2009 hat es endlich geklappt: Nani Roma, der letzte Fahrer des Mitsubishi-Teams, holt den ersten Tagessieg eines Racing Lancer.

Nani Roma hat die Ehre der Mitsubishi-Mannschaft durch seinen Tagessieg auf der Strecke von La Rioja nach Cordoba bewahrt. Auf der 13. Wertungsprüfung der Rallye Dakar 2009 gab es für die drei noch im Rennen verbliebenen Race Touareg mehr zu verlieren als zu gewinnen. Vielleicht hat genau diese nüchterne Erkenntnis die VW-Piloten dazu veranlasst, eine unergründliche, letztendlich aber erfolgreiche Strategie zu wählen. Nach nur vier Rennkilometern haben Giniel De Villiers und Mark Miller angehalten und Robby Gordon die Verantwortung überlassen, die Piste zu öffnen, um anschließend auf ihren Teamgefährten Dieter Depping zu warten. Als sie beisammen waren, hat der blaue Touareg Konvoi hinter Gordon seinen Weg wieder aufgenommen, ohne sich aber ein Verfolgungsrennen zu liefern. Niemand weiß, ob der taktische VW-Coup die Lenkmanöver von Gordon gestört oder beeinflusst hat, aber der Hummer musste bei Kilometer 30 eine kleine Zwangspause von etwa 20 Minuten Dauer einlegen, weil er sich ausgraben musste.

Die Chance der Underdogs

Die unerwarteten Ereignisse zu Beginn der Sonderprüfung haben die Protagonisten rasch ins zweite Glied gerückt, um Platz für einige Piloten mit Wiedergutmachungsgedanken zu machen. Zunächst einmal haben sich mit den besten Zwischenzeiten bei Kilometer 64 und 133 zwei WRC-Spezialisten hervorgetan: Guerlain Chicherit ( BMW X3 CC) und Krisztof Holowczyc (POL, Nissan Navara). Doch das war, bevor Joan „Nani“ Roma auftauchte. Am Donnerstag noch hatte der Spanier das Biwak am späten Abend mit einem ramponierten Motor in seinem Racing Lancer erreicht. Nach einer erholsamen Nacht für Pilot und Auto aber war Roma auf den kurvenreichen Straßen – ganz im Stile der WRC – geschickter als der Weltmeister im Extremskifahren und Europaabgeordnete Chicherit. Am Ende der auf 220 Kilometer verkürzten Sonderprüfung brachte der letzte Überlebende der Mitsubishi-Armada den brandneuen Racing Lancer 7:18 Minuten schneller als Holowczyc und 7:27 Minuten vor Chicherit ins Ziel.

Etappe 14, Samstag, 17. Januar 2009, Cordoba - Buenos Aires

Die "Dakar"-Premiere in Südamerika endet dort, wo sie begonnen hat: in der legendären Pampa. Nach zwei Wochen auf unterschiedlichstem Terrain finden die Teilnehmer auf dem letzten, 792 Kilometer langen Teilstück vor dem Rallye-Ziel wieder vertrautes Gelände vor. Erneut stehen lange und schnelle Geradeaus-Abschnitte auf der Agenda – ähnlich denen zu Beginn der Rallye. Diejenigen, die es bis nach Buenos Aires und bis in die Abschlusswertung schaffen, werden die beeindruckendste, jemals in Form einer Langstrecken-Rallye zurückgelegte Rundfahrt vollendet haben.

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