Rallye Dakar 2009, Tag 15

Rallye Dakar 2009, Etappe 14, Marc Coma, KTM 690 Rally Rallye Dakar 2009, Etappe 13, Nani Roma, Mitsubishi Racing Lancer

Rallye Dakar 2009, Tag 15

— 18.01.2009

Doppelsieg der Diesel-Touareg

Giniel de Villiers macht mit seinem vierten Etappensieg alles klar: Volkswagen gewinnt erstmals die Rallye Dakar. Mit Gesamtrang zwei für Mark Miller ist der VW-Doppelsieg perfekt.

Die von Beginn an dominierende Armada der Race Touareg hat es geschafft: Der lang ersehnte VW-Gesamtsieg bei der Rallye Dakar ist perfekt. Und damit auch der erste Dakar-Sieg eines Diesel-Pkw. An die Brust heften dürfen sich beides der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Co-Pilot Dirk von Zitzewitz. Bei den Autos war die Spannung hinsichtlich des Gesamtsieges zu Beginn der letzten Sonderprüfung nur noch begrenzt vorhanden: Die von Volkswagen diktierte Stallorder war bereits am Vortag strikt eingehalten worden. Außer einem groben und unwahrscheinlichen Fahrfehler oder einer technischen Panne konnte eigentlich nichts mehr Giniel De Villiers an seinem ersten Gesamtsieg bei der Dakar hindern.

Zum Abschluss noch ein Touareg-Tagessieg

De Villiers setzte dennoch auf kalkuliertes Risiko: Mit dem vierten Etappensieg bei der diesjährigen Tour, dem zwölften seiner Dakar-Laufbahn, hat de Villiers den Vorsprung gegenüber seinem Teamgefährten Mark Miller noch ausgebaut, der letztlich mit einem Rückstand von knapp neun Minuten den VW-Doppelsieg herausfuhr. Das hervorragende Ergebnis der Race Touareg komplettierten Dieter Depping und Beifahrer Timo Gottschalk mit Platz sechs in der Gesamtwertung. Erster Gratulant war Mannschafts-Kollege Carlos Sainz, der lange in Führung lag und dann auf dem zwölften Abschnitt der Dakar aufgeben musste. "Giniel und Dirk haben diese harte Rallye zu Recht gewonnen", sagte er direkt nach Abschluss der Etappe. Mit einem Respekts-Abstand von 1:46:15 Stunden besteigt morgen Robby Gordon die dritte Stufe des Podiums in Buenos Aires. Einen Riesenerfolg für den Hummer-Piloten.

Zweiter Dakar-Titel für Marc Coma

Zu keiner Zeit war der Gesamtsieg des KTM-Piloten Marc Coma gefährdet. Der Spanier beendete die 14. Etappe daher entspannt mit der sechst schnellsten Zeit.

227 Kilometer Sonderprüfung trennten KTM-Pilot Marc Coma von seinem zweiten Titel bei der Dakar. Der Spanier hat auf den technischen und schnellen Pfaden zwischen Cordoba und Buenos Aires nicht nachgelassen. Drei Jahre nach seinem ersten Triumph im Senegal, auf der anderen Seite des Ozeans, ist der Katalane der erste Zweirad-Sieger der Rallye-Dakar auf dem südamerikanischen Kontinent geworden. In der abschließenden Gesamtwertung siegt Marc Coma bei den Motorrädern letztlich mit einem komfortablen Vorsprung von 1h25’ auf Cyrill Despres (KTM 690 Rally). David Frétigné beendet die Rallye auf seiner kleinen Yamaha 450 mit einem Rückstand von 1h37’ auf einem hervorragenden dritten Platz. Am morgigen Sonntag gilt es für alle Teilnehmer, die es innerhalb des Klassements geschafft haben, heil zurück in die argentinische Hauptstadt zu kommen, und dort die Siegesfeierlichkeiten unbeschadet zu überstehen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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