Rallye Dakar 2009, Tag 3

Rallye Dakar 2009 Tag 3 Rallye Dakar 2009 Tag 3

Rallye Dakar 2009, Tag 3

— 05.01.2009

Al Attiyah holt den zweiten Tagessieg

Die dritte Etappe der Rallye Dakar 2009 bendet Nasser Al Attiyah mit seinem zweiten Tagessieg. Der BMW-X3-CC-Pilot verbesserte sich dadurch in der Gesamtwertung auf Platz zwei, 3:40 Minuten hinter Carlos Sainz (VW Touareg).

Nasser Al Attiyah (Qat) und Beifahrerin Tina Thörner (SWE) haben den dritten Tagesabschnitt der Rallye Dakar 2009 von Puerto Mandryn nach Jacobacci gewonnen. Der für das X-Raid-Team fahrende Pilot von der arabischen Halbinsel fuhr im BMW X3 CC auf der mit 551 Kilometern längsten Wertugsprüfung der 30. Ausgabe des Rallye-Langstrecken-Klassikers 35 Sekunden schneller als Carlos Sainz. Der Spanier hatte in seinem Race Touareg zwischenzeitlich schon mehr als zwei Minuten Rückstand auf Al Attiyah, drehte auf den letzten 100 Kilometern aber nochmals mächtig auf und konnte seine Spitzenposition im Gesamtklassement behaupten. Durch seinen zweiten Tageserfolg verbesserte sich Al Attiyah auf Gesamtrang zwei, Rückstand: 3:40 Minuten. Ein tolles Rennen lieferte auch Dieter Depping ab. Der aus dem schleswig-holsteinischen Eutin stammende VW-Touareg-Fahrer und sein Co-Pilot Timo Gottschalk, die am ersten Tag durch ein Elektronikproblem bis auf Platz 80 zurückgefallen waren, erreichten mit der drittschnellsten Zeit das Tagesziel in Jacobacci und werden im Klassement nun auf Platz 15 geführt.

Peterhansel wieder mit Zeitverlust

Die Mitsubishi-Truppe verliert weiter an Boden. Der beste Racing Lancer wird vom Franzosen Stéphane Peterhansel pilotiert.

Stéphane Peterhansel hat auf der dritten Etappe erneut Zeit verloren. Der im Mitsubihi Racing Lancer fahrende Franzose erreichte die fünftbeste Zeit des Tages, verlor in der Gesamtwertung einen Platz und rangiert jetzt auf Rang vier, 8:47 Minuten hinter Sainz. Der neue Dritte des Klassements ist der Südafrikaner Giniel de Villiers (VW Race Touareg). Sein Rückstand auf den Führenden Teamkollegen beträgt 5:45 Minuten. Schlecht lief es heute auch für Luc Alphand (Mitsubishi). Der Franzose verlor über eine halbe Stunde und fiel auf Platz zehn zurück. Lokalmatador Orlando Terranova, der mit Beifahrer Alain Guehennec (F) in einem privat eingesetzten BMW X3 an der Rallye teilnimmt, belegt einen hervorragenden siebten Platz ( 17:41 Minuten zurück), direkt hinter dem vierten VW-Touareg-Team mit Mark Miller (USA) und Ralph Pitchford (ZAF).

Bei den Trucks gibt de Rooy den Ton an

Gerad de Rooy wird in seinem Ginaf von der geballten Kamaz-Power dreier russischer Teams gejagt.

Unter den schweren Jungs in den dicken Kisten hat der am ersten Tag noch um zwei Sekunden geschlagene Niederländer Gerad de Rooy seine Führung von der gestrigen zweiten Etappe behauptet. De Rooy und seine Beifahrer Tom Colsoul (BEL) und Marcel van Melis (NL) werden von drei Kamaz-4326-Teams verfolgt: Firdaus Kabirov (2. mit 7:46 Minuten Rückstand), Vladimir Chargin (3.; 9:28) und Ilgizar Madeev ( 4.; 38:06 Minuten) jagen den X2223 Ginaf des Holländers. Die deutsche Trucker-Hoffnung Franz Echter liegt mit seinen Co-Piloten Detlef Ruf und Artur Klein im MAN TGS 18.480 mit 1:10:37 Stunden Rückstand auf Platz acht. Zwei Plätze dahinter rangiert der eigentliche MAN-Favorit und Sieger der Dakar 2007 Hans Stacey (NL) mit einem Abstand von 1:27:21 Stunden hinter seinen führenden Landsmann.

Biker Marc Coma baut seinen Vorsprung aus

Scheinbar mühelos enteilt der spanische KTM-Rider Marc Coma dem Feld der Zweiräder der Dakar 2009. Er baute mit seinem ebenfalls zweiten Tageserfolg seine Spitzenposition wieder aus. Mit einem Rückstand von 39:11 Minuten folgt ihm auf Platz zwei der Tagessiebte David Frétigné. Der Franzose hat auf seiner deutlich schwächeren 450er Yamaha WRF erneut fast alle KTM-690-Rally-Fahrer hinter sich gelassen. Der mitfavorisierte Franzose und zweimalige Dakarsieger Cyrill Despres, ebenfals KTM 690 Rally, hatte erneut mit Reifenproblemen zu kämpfen. In der Tageswertung auf Platz 47, rutschte Despres von Platz zwölf wieder auf den 21. Gesamtrang zurück (minus 1:32:50 Stunden). Bester deutscher Biker ist weiterhin Norman Kronseder (64.; 3:07:05 Stunden Rückstand). Für Christina Meier aus Hamburg ist die Rallye Dakar bereits beendet: Die Elektronik ihrer Yamaha gab komplett den Geist auf.

Etappe 4: 488 Kilometer von Jacobacci nach Neuquen

Die vierte Etappe führt das Feld der Dakar 2009 wieder nach Norden. 488 Kilometer von Jacobacci nach Neuquen.

Die vierte Etappe verlangt mit vielen steinigen Passagen zum Auftakt den Motorradfahrern alles ab, aber die im Umgang mit den nordafrikanischen "Wadis" erprobten Piloten werden ähnlich behutsam an die argentinischen "Rios" herangehen. Anschließend sorgen die ersten Sandabschnitte und die vielen Kilometer abseits der Piste für echtes Rallye-Feeling. Vorsicht ist jedoch geboten, denn Fehler können die Fahrer zusehends teurer zu stehen kommen: Die Expedition nach Neuquen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Während das Hauptfeld voraussichtlich immer weiter zurückfallen sollte, könnten die Favoriten allmählich eine dauerhafte Rangordnung herbeiführen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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