Rallye Dakar 2009, Tag 6

Rallye Dakar 2009 Tag 6 Rallye Dakar 2009 Tag 6

Rallye Dakar 2009, Tag 6

— 09.01.2009

Al Attiyah raus, de Villiers vorn

Dakar-Spitzenreiter Nasser Al Attiyah war Schnellster der sechsten Etappe, ließ allerdings Kontrollpunkte aus. Folge: die Disqualifikation des BMW-Piloten. Neuer Führender: Giniel de Villiers.

Das Chaos bei der Rallye Dakar 2009 setzte sich auch auf der sechsten Etappe fort. Das Führungsteam der Gesamtwertung, Nasser Al Attiyah aus Quatar und seine schwedische Beifahrerin Tina Thörner, wurden disqualifiziert. Al Attiyah hatte in den Dünenabschnitten zu Beginn der Etappe einige Wegepunkte ausgelassen, um den überhitzten Motor seines BMW X3 CC zu schonen. Diese Fahrweise wurde von der Jury nicht mit einer bloßen Zeitstrafe geahndet, die eine Weiterfahrt des Fahrers aus dem X-Raid-Team ermöglicht hätte, sondern mit Disqualifikation. Dadurch geht VW-Touareg-Pilot Giniel de Villiers mit Co-Pilot Dirk von Zitzewitz als Sieger des sechsten Tagesabschnitts in die Wertung ein und übernimmt auch die Spitzenposition im Gesamtklassement. Auf Platz zwei und drei haben sich ebenfalls Fahrer des VW-Motorsport-Teams festgesetzt. Der erste Verfolger von Villiers ist Teamkollege Carlos Sainz, 7:39 Minuten zurück. Weitere 10:12 Minuten mehr benötigte der ebenfalls für die Wolfsburger fahrende US-Amerikaner Mark Miller.

Mitsubishi weiter glücklos

Mitsubishi-Pilot Peterhansel konnte trotz des mächtigen Abflugs an Tag fünf wieder ins Rennen gehen.

Für die Mitsubishi-Truppe verläuft die Dakar 2009 weiter glücklos. Zwar schafften es die Mechaniker des Drei-Diamanten-Teams, den Wagen von Stéphane Peterhansel wieder flottzukriegen – er landete bei der 6. Etappe auf Rang vier, macht Position sechs im Feld der Dakar-Piloten –, dafür erwischte es den zweiten Star bei Mitsubishi. Luc Alphand musste die Rallye vorzeitig beenden: Sein Beifahrer Gilles Picard musste im Krankenhaus behandelt werden. Picard wurde nach eingehender Untersuchung entlassen, war aber nicht in der Lage, die Etappe in Angriff zu nehmen. Nach Hiroshi Masuoka ist mit Alphand der Zweite Mitsubishi-Fahrer nicht mehr dabei. Ohne Fortune war auch Dieter Depping. Er musste während der Etappe anhalten und auf den Service-Truck warten, um seinen Touareg ins Biwak nach Mendoza schleppen zu lassen. Depping beendete den Tag als 29. und liegt insgesamt auf Rang elf.

7. Etappe: 9. Januar 2009, Mendoza - Valparaiso, 816 Kilometer

Am siebten Tag geht es rauf. In 3700 Metern Höhe müssen die Dakar-Piloten über die Anden.

Die Gelände- und Landschaftsvielfalt, eine Konstante der Rallye Dakar 2009, kommt auch auf der  siebten Etappe zur Geltung. Neben dem reinen Landschaftswechsel machen die Teilnehmer mit der Gebirgskette der Anden Bekanntschaft. Zuvor müssen sie eine Reihe von Dünen und – nach dem gleichen Strickmuster wie in der Sahara – eine Fesh-Fesh-Runde (immense Sanddünenlandschaft ohne jede Piste) hinter sich bringen, von der ortsansässigen Bevölkerung "guadal" genannt. Die Gebrigspassagen in 3000 Metern Höhe bieten Gelegenheit, einen Blick auf den Aconcagua zu erhaschen, den Gipfelpunkt der Anden (6959 Meter). Danach überqueren die Teilnehmer auf dem Verbindungsstück die Grenze nach Chile, um in Valparaiso, dem Urlaubsparadies am Pazifik, das Meer zu erreichen.













Autor: Sven-Jörg Buslau

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