Rallye Dakar 2009, Tag 7

Rallye Dakar 2009 Rallye Dakar 2009

Rallye Dakar 2009, Tag 7

— 10.01.2009

Drei Touareg an der Spitze

Bei der Rallye Dakar 2009 hat Touareg-Pilot Carlos Sainz zum dritten Mal den Tagessieg herausgefahren und sich erneut an die Spitze der Auto-Wertung gesetzt. Auch die Plätze zwei und drei haben die Touareg erobert.

Auf dem siebten Tagesabschnitt der Rallye Dakar 2009 haben drei Touareg die Kontrolle über das Feld der Marathon-Drifter übernommen. Mit seinem dritten Tageserfolg hat sich “El Matador” Carlos Sainz die Führung von seinem Touareg-Teamkollegen Giniel de Villiers zurückgeholt. Der Südafrikaner erreichte das Ziel heute mit der sechst schnellsten Zeit und folgt Sainz mit einem Minimalabstand von neun Sekunden auf dem zweiten Platz im Klassement. Vor dem von allen Teilnehmern herbeigesehnten Ruhetag hat sich auch auf Platz drei ein Touareg-Pilot festgesetzt. Der Amerikaner Marc Miller erreichte auf der verkürzten siebten Etappe die zweitbeste Zeit und liegt mit einem Rückstand von 13:53 Minuten auf Gesamtrang drei.

Aller guten Dinge sind vier

Auch der vierte Touareg, gesteuert von Dieter Depping, liegt trotz seiner Missgeschicke auf der ersten und sechsten Etappe noch innerhalb der Top Ten. 4:47:43 Stunden hinter Carlos Sainz nimmt der Mann aus Eutin Position neun in der Auto-Klasse ein. Bei der heutigen Etappe, auf der das Feld zum ersten Mal im Hochgebirge unterwegs war und die Anden auf einer Höhe von 3700 Metern in Richtung Chile überquerte, erreichte Depping das Ziel in Valparaiso als Zwölfter. Der zufriedene VW Motorsport-Direktor Kris Nissen fasst den ersten Teil der Dakar 2009 vorsichtig zusammen: "Wir können mit der ersten Rallye-Woche wirklich zufrieden sein. Der Race Touareg ist schnell und zuverlässig. Volkswagen belegt Platz eins, zwei und drei in der Gesamtwertung. Wir haben weiterhin alle vier Autos im Rennen. Das ist eine gute Zwischenbilanz, mehr nicht. Denn wir wissen, dass noch sehr harte Etappen auf uns zukommen. Vor allem müssen wir die volle Konzentration bewahren. Wir dürfen nicht nachlassen – aber wir sind bisher schon sehr gut im Plan."

Mitsubishi vom Pech verfolgt

Hier war die Welt von Stéphane Peterhansel noch in Ordnung. Dann brannte sein Motor – und wenig später kam das Aus.

Nachdem mit Hiroshi Masuoka und Luc Alphand zwei der sieggewohnten Mitsubishi-Fahrer aus der Rallye aussteigen mussten, erwischte es an Tag sieben Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel. Nach 60 Kilometern der heutigen Etappe fing sein Racing Lancer Feuer, wurde dann erfolgreich gelöscht und wieder flott gemacht – nur um nach weiteren 30 Kilometern endgültig den Dienst zu versagen. Der einzig verbliebene Mitsubishi mit Nani Roma am Steuer fuhr als Vierter ins Ziel. Auf dem selben Platz liegt der Spanier auch als erster Verfolger des Touareg-Trios mit einem Rückstand von 29:16 Minuten zur Spitze. Der Umstieg von Benzin auf Diesel ist den bisherigen Dakar-Dominatoren aus Japan somit gar nicht gut bekommen. Eine erneut gute Vorstellung lieferte auch Robby Gordon in seinem Hummer. Platz drei in der Tages- und Platz fünf in der Gesamtwertung sind das Ergebnis für den US-Amerikaner nach der ersten Woche des Marathon-Klassikers, der erstmalig auf dem südamerikanischen Kontinent ausgetragen wird.

Motorrad: Marc Coma weiterhin souverän

In der Motorrad-Kategorie bleibt KTM-Pilot Marc Coma das Maß aller Dinge. Auch wenn er heute "nur" als Zweitschnellster ins Ziel kam – vor Cyrill Despres (Gesamt-Sechster, 1:35:23 Stunden Rückstand) und David Fretigne (Gesamt-Dritter, 52:31 Minuten Rückstand) –, hat sein Vorsprung auf den Zweiten des Klassements, Jonah Street, auf 51:22 Minuten zugenommen. Ein perfektes Timing bewies der Zweirad-Sieger der siebten Etappe. Francisco Lopez. Der gebürtige Chilene sicherte sich seinen ersten Dakar-Etappensieg ausgerechnet auf dem ersten Tagesabschnitt, der jemals in seiner Heimat beendet wurde. Außerdem verbesserte sich der KTM-Fahrer um einen auf den zehnten Platz der Biker-Wertung. Lohn der Mühen: Am Samstag, 10. Januar 2009, haben alle Dakar-Teilnehmer ihren einzigen Ruhetag bei der 30. Ausgabe der Rallye Dakar.


Etappe 8, Sonntag, 11.Januar 2009, Valparaiso - La Serena, 652 Kilometer

Am Samstag (10.1.2009) ist Ruhetag bei der Dakar - für die Fahrer. Die Mechaniker und Serviceleute sind vermutlich rund um die Uhr beschäftigt.

Nach dem Ruhetag an der Pazifikküste wird das Rennen gemächlich wieder aufgenommen. Die Veranstalter haben die achte Etappe als leichten "Restart" ausgelegt. Die Mittelgebirgspisten liegen vermutlich am ehesten den Piloten mit den besten Lenkkünsten. Die Experten in den Bereichen Steuereinschlagen, Spurberechnung und Bremsmanöver können sich besonders gute Chancen ausrechnen. Indes haben die Führenden der Rallye auf dieser Etappe sicher mehr zu verlieren, als zu gewinnen. Auf den mittelhohen Bergstraßen besteht durchaus das Risiko, sein Material mit einer zu aggressiven Fahrweise zu ruinieren.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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