Rallye Dakar 2009, Tag 16

Rallye Dakar 2009, Siegesfeier, de Villiers, VW Race Touareg Rallye Dakar 2009, Siegesfeier, Giniel de Villiers, Nani RomaVW Race Touareg

Rallye Dakar 2009. Tag 16

— 18.01.2009

Stunde der Sieger

Der letzte Tag der Rallye Dakar stand ganz im Zeichen der Gewinner. Technisch gesehen waren das dieses Jahr die VW Race Touareg und der Dieselantrieb: Beide gewannen die Rallye zum ersten Mal.

Wenn es Bereiche gibt, in denen der Zufall nur einen Platz am Rande einnimmt, dann gehren die Endurance-Motorsportkategorien dazu. Der Erfolg von Volkswagen beweist einmal mehr, dass Siege von langer Hand vorbereitet werden, insbesondere bei der Rallye Dakar. Die Investition der Wolfsburger, die sich das Ziel gesteckt hatten, den ersten Diesel bei der anspruchsvollsten Marathon-Rallye der Welt zum Erfolg zu fhren, hatte 2003 begonnen. Nach erster Unschlssigkeit, kleinen Fortschritten, Besttigungen und Schicksalsschlgen hat der Race Touareg sein Ziel erreicht, und das vom Anfang bis zum Ende des Rennens. Deshalb war die Ehrung der Touareg-Doppelsieger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz und Mark Miller/Ralph Pitchford in Buenos Aires erst der Auftakt fr weitere Siegesfeiern.

Des einen Freud, des anderen Leid

Nach einer ununterbrochenen Serie von sieben Siegen seit 2001, einer Siegesliste mit insgesamt zwlf Titeln, hat diesmal nur einer der vier gestarteten Mitsubishi das Ziel erreicht, und das als Vierter in der Gesamtwertung. Seit ihren Anfngen bei der Dakar im Jahre 1984 hatten die Mitsubishi-Fahrer nur zwei Mal auf dem abschlieenden Zielpodium gefehlt, und zwar 1990 und 1994. 2009 haben nacheinander Hiroshi Masuoka, Luc Alphand und Stphane Peterhansel das Rennen frhzeitig verlassen. Der letzte Diamanten-Marke, Joan "Nani" Roma, gab alles, um zumindest einen Platz unter den Top 3 zu wahren, ist bei der Etappe von La Rioja jedoch eingebrochen. Die Bestzeit, die er tags drauf bei der Sonderprfung von Cordoba erzielte, ist fr das Team nur ein schwacher Trost: Der dieses Jahr vollzogene Wechsel von Benzin- auf Diesel-Motoren ging fr die Japaner grndlich in die Hose. Da haben die Ingenieure und Techniker von Mitsubishi man muss es so hart sagen noch eine Menge Arbeit vor sich, wollen sie Volkswagen nchstes Jahr in Sachen Zuverlssigkeit und Tempo das Wasser reichen.

BMW hat noch Defizite

Von sukzessiven Ausfllen betroffen war auch Team X-Raid. Negativer Hhepunkt war der Ausschluss von Nasser Al-Attiyah, der die Fhrung in der Gesamtwertung innehatte. Zwei Sonderprfungen konnte er mit seinem BMW X3 CC gewinnen, fehlende Zuverlssigkeit zwang ihn jedoch, einen Dnenstreifen zu umfahren und wurde dafr disqualifiziert. Der Argentinier Orlando Terranova, der sich nachhaltig in der Elite zu etablieren begann, schied seinerseits durch einen groben Fahrfehler aus.

Marc Coma, der Zweirad-Star

Bei den Zweirdern hat Marc Coma eine besondere Leistung vollbracht: Er fhrte das Rennen von Anfang bis Ende an. Eine Grotat, die seit 1997 (Dakar-Dakar) nicht mehr erzielt wurde, als ein gewisser Stphane Peterhansel einen Start-Ziel-Sieg feierte. Josef Machacek hat als schnellster der Quad-Fahrer das Ziel erreicht. Gesamtbilanz: 25 waren gestartet, 13 kamen an. Der 51 Jahre alte Tscheche hat einmal mehr eine bemerkenswerte Regelmigkeit an den Tag gelegt, mit vier Siegen bei Sonderprfungen und zehn Pltzen unter den Top 3. Machacek sicherte sich seinen fnften Sieg bei einer Rallye Dakar. Bei den Trucks kam Firdaus Kabirov aus Russland als Erster ins Ziel. Er setzte sich 3:39 Minuten Vorsprung gegen seinen Markenkollegen und Landsmann Vladimir Chagin durch. Beide haben die Rallye in einem Kamaz absolviert.

Nach der Dakar ist vor der Dakar

Selbst der Himmel strahlte in der Farbe der Sieger: Blau beherrschte die Dakar 2009.

Die Rallye Dakar 2009 ist Geschichte: Sie war die erste, die auf sdamerikanischem Gebiet ausgetragen wurde, und endete mit Siegen von Marc Coma bei den Motorrdern, Josef Machacek bei den Quads, Giniel De Villiers bei den Autos und Firdaus Kabirow bei den Lastwagen. Insgesamt haben 113 Biker, 13 Quadfahrer, 91 Teams in Autos und 54 in Lastwagen das Rennen beendet. Begonnen hatten das Abenteuer Dakar am 3. Januar 519 Teams, das bedeutet, nur etwas mehr als die Hlfte aller Teilnehmer hat es geschafft. Fr alle war es ein Triumph, und alle haben eine wahre Sturmflut der Begeisterung in der Bevlkerung von Argentinien und Chile erleben drfen. Dies wird die Organisatoren darin bestrken, sich auch fr die nchste Dakar ernsthaft mit einer sdamerikanischen Route zu befassen.

Autor: Sven-Jrg Buslau

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung