Rallye Dakar 2010

Rallye Dakar 2010

— 22.01.2010

VW dominiert Dakar

VW dominiert die Dakar 2010 und feiert den zweiten Triumph in Folge bei der härtesten Offroad-Prüfung der Welt. Auch der neue Pick-up der Wolfsburger, der Amarok, überzeugt.

Sportlich war die Rallye Dakar, die 2010 zum zweiten Mal in Südamerika ausgefahren wurde, die reinste Wolfsjagd. Fünf Race Touareg bildeten das Volkswagen-Rudel des Wolfsburger Konzerns. Untypisch in der Rolle des Gejagten zwar, aber tierisch stark. Gleich drei der Diesel-Renner lagen nach 9026 Kilometern, davon 4806 auf Wertungsprüfungen in der Gesamtwertung, vorn. Doch auch neben der Strecke spielten die Wölfe diesmal eine Hauptrolle. Erstmals trat VW als offizieller Ausrüster der härtesten und berühmtesten Langstreckenrallye der Welt auf. Und nutzte diese Härtetour als Sympathie-Feldzug für den neuesten Wolf mit dem Volkswagen-Emblem. Den Amarok. Das ist Inuktitut – die Sprache der Inuit (Eskimos) – und bedeutet nichts anderes als Wolf.

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Der Amarok: mit Geländefahrwerk und großen Offroad-Reifen im Dakar-Einsatz.

35 Stück stellte VW dem Rallye-Veranstalter ASO als Begleit- und Shuttlefahrzeuge zur Verfügung und ging mit zehn weiteren Fahrzeugen parallel zur Rallye auf Werbetour. Weil die mit ihrem hohen Offroad-Fahrwerk, den großen Geländereifen, Überollkäfig und Rennsitzen im Inneren fast wie Wettbewerbsfahrzeuge aussahen, mussten die Fahrer und internationale Medienvertreter teilweise sogar Autogramme schreiben. „Das Interesse am und die Begeisterung der Leute für den Pick-up hier ist schon toll“, freut sich Christoph Peine von Volkswagen-Nutzfahrzeuge. "Wo immer wir in Städten auftauchen, drängen sich die Menschen um das Auto." Klar, denn Südamerika ist Pick-up-Land. Hier sieht Volkswagen sein Hauptabsatzgebiet. Zwar soll der Amarok nach Möglichkeit auch in Europa den 4x4-Markt erobern, doch das Hauptaugenmerk liegt klar auf Südamerika.

Verbrauch unter zehn Litern

Die fast 10 .000 Kilometer von Buenos Aires (Argentinien) über die Anden, durch die Wüste Atacama ins nordchilenische Antofagasta und wieder zurück, bewältigten die Amarok ohne Probleme. "Alles was wir machen mussten, war tanken und wegen des Sandes regelmäßig die Luftfilter kontrollieren und gegebenenfalls austauschen", berichtet Peine. Trotz des teilweise harten Geländeeinsatzes und der dafür notwendigen Offroad-Umrüstung blieben die Amarok dabei im Verbrauch teilweise sogar unter moderaten zehn Litern im Schnitt auf 100 km/h. Im Serientrimm soll der 5,25 m lange Lifestyle-Pick-up mit Doppelkabine und großer Ladefläche (Zuladung bis 1,2 Tonnen) sogar auf unter acht Liter Verbrauch kommen. 7,6 l mit dem Zweiliter-Turbodiesel (122 PS), 7,8 l in der Bi-Turbo-Version mit 163 PS lauten die Werksangaben.

Amarok als Abschlepper

Dass der neue Wolf von VW dabei ganz handzahm ist, das erfuhren einige Chilenen in Antofagasta am eigenen Leib. Weil es ihnen im Stau nach der Zielankunft der Rallye auf dem Weg in die Stadt zu langsam voranging, rasten sie neben der Piste entlang. Bis der tiefe Sand die Fahrt beendete. Ruckzuck steckten sechs Autos bis zur Achse fest. Bis zufällig zwei Amarok aus dem VW-Begleittross vorbeikamen. Die Fahrer hielten kurzerhand an, holten ihre Abschleppseile raus und befreiten die Havaristen aus ihrer misslichen Lage. Vor allem ein junger Mann, dessen Ford Pick-up nur Zentimeter neben einer Betonwand im Sand festhing, war davon schwer beeindruckt. Ein VW-Amarok vorn und einer im 90-Grad-Winkel an der Seite zerrten ihn von der Wand weg. Zwar mit einer Stunde Verzögerung, aber ohne einen Kratzer an seinem Auto, konnte er seine Fahrt sichtlich erleichtert fortsetzen.

Autor: Thomas Arndt

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