Rallye Dakar 2010, 7. Etappe

Rallye Dakar 2010, 7. Etappe

— 08.01.2010

Al-Attiyah lässt es fliegen

Die längste Etappe der Dakar 2010 entscheidet Al-Attiyah für sich. Das VW-Trio Sainz/Al-Attiyah/Miller führt weiter souverän die Gesamtwertung an. Mancas Zustand weiter kritisch.

Nach sieben der 14 Etappen der Rallye Dakar 2010 behauptet sich das Trio aus drei Volkswagen Race Touareg vor dem Ruhetag an der Spitze des Gesamtklassements. Die Spanier Carlos Sainz/Lucas Cruz führen die Rallye durch Argentinien und Chile mit 11.03 Minuten Vorsprung vor ihren Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Quatar/Berlin) und 22.06 Minuten vor Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) an. Nasser Al-Attiyah setzte sich auf der längsten Wertungsprüfung von Iquique nach Antofagasta in der chilenischen Atacama-Wüste durch. Er kam mit seinem Race Touareg nach einem packenden Zweikampf und vielfachen Führungswechseln 3.29 Minuten vor Stéphane Peterhansel/Jean Paul Cottret (beide Frankreich) im X-Raid-BMW ins Ziel. Auf den ersten 80 Kilometern hatten sich die beiden Fahrer gegenseitig einzelne Sekunden abgejagt. Für Al-Attiyah war es der zweite Etappensieg nach seinem Erfolg am zweiten Tag der Rallye Dakar 2010.

Carlos Sainz und Lucas Cruz beendete die zunächst aus Dünen, dann einer Oberfläche aus "Salar"-Salzkristallblöcken und schließlich schnelleren, steinigen Abschnitten bestehende Strecke als Dritte der Tageswertung (+ 4.21 Minuten). Mark Miller/Ralph Pitchford belegten die vierte Position. Die Vorjahressieger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) erreichten nach zwei Reifenschäden den sechsten Etappenrang. Sie liegen aufgrund vorheriger Pannen allerdings bereits 4:31 Stunden hinter der Spitze. Dakar-Rekordsieger Peterhansel konnte sich in der Gesamtwertung auf Rang fünf verbessern. Sein Rückstand auf Sainz/Cruz beträgt noch über zwei Stunden. Zwischen Kilometer 177 und 227 setzten die Organisatoren die Zeitnahme für 50 Kilometer aus. Die Teams mussten dort ein Naturschutzgebiet auf einem asphaltierten Verbindungsstück umfahren.

KTM-Piloten gaben den Ton an, Mancas Zustand weiter kritisch

Spannend: Cyril Despres verwies seinen KTM-Kollegen Marc Coma um gerade einmal 29 Sekunden auf Platz zwei.

Der Franzose Cyril Despres gewann hachdünn vor seinem KTM-Kollegen Marc Coma (Spanien). Die gefahrenen Etappenzeiten der beiden lagen im Ziel gerade einmal 29 Sekunden auseinander. Drittschnellster wurde Yamaha-Pilot David Frétigné (Frankreich). In der Gesamtwertung behauptet Despres seinen ersten Platz mit 1:06.50 Stunden Vorsprung. Titelverteidiger Coma schob sich auf Rang zwei der Gesamtwertung vor. Yamaha-Pilot Helder Rodrigues bleibt Dritter. Der Zustand des gestern schwer gestürzten 29-jährige Italieners Luca Manca bleibt weiter kritisch. Ein Helikopter verlegte in gestern in eine Klinik in der Hauptstadt Santiago. Dr. Alberto Munoz, Chefarzt der Intensivstation des "Mutual de Seguirdad Hospitals" erklärte, dass sich der Zustand Mancas leicht verbessert habe. "Wir werden ihn für mindestens fünf Tage weiter im künstlichen Koma halten, um seine Hirnschwellung kontrollieren zu können", so der Mediziner. Manca wird weiterhin künstlich beatmet. Der Neurochirug erklärte, dass derzeit nicht abzusehen sei, ob und welche Folgeschäden der Italiener davontragen könnte.

Rallye Dakar 2010, Ergebnis der siebten Etappe (8. Januar, Top 10)
1. Al-Attiyah/Gottschalk VW Race Touareg 5:41.29 Std.
2. Peterhansel/Cottret BMW X3 CC + 3.29 Min.
3. Sainz/Cruz VW Race Touareg + 4.21 Min.
4. Miller/Pitchford VW Race Touareg + 8.40 Min.
5. Chicherit/Thörner BMW X3 CC + 15.33 Min.
6. De Villiers/von Zitzewitz VW Race Touareg + 21.22 Min.
7. Terranova/Maimon Mitsubishi Racing Lancer + 33.08 Min.
8. Holowczyc/Fortin Nissan Pick-up + 41.39 Min.
9. Misslin/Polato Mitsubishi Racing Lancer + 47.26 Min
10. Lavieille/Forthomme Nissan Pick-up + 1:05.07 Std.
Rallye Dakar 2010, Gesamtstand nach sieben Etappen (8. Januar, Top 10)
1. Sainz/Cruz VW Race Touareg 26:21.23 Std.
2. Al-Attiyah/Gottschalk VW Race Touareg + 11.03 Min.
3. Miller/Pitchford VW Race Touareg + 22.06 Min.
4. Chicherit/Thörner BMW X3 CC + 2:02.54 Std.
5. Peterhansel/Cottret BMW X3 CC + 2:03.10 Std.
6. Holowczyc/Fortin Nissan Pick-up + 2:20.58 Std.
7. Novitskiy/Schulz BMW X3 CC + 4:17.21 Std.
8. Lavieille/Forthomme Nissan Pick-up + 4:28.43 Std.
9. De Villiers/von Zitzewitz VW Race Touareg + 4:31.33 Std.
10. Terranova/Maimon Mitsubishi Racing Lancer + 5:06.10 Std.

Autor: Martin Westerhoff

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