Rallye Dakar 2010

Rallye Dakar 2010

— 04.02.2009

Mitsubishi steigt aus

Mitsubishi, der Serien-Sieger der Rallye Dakar, wirft das Handtuch. Der japanische Autobauer zieht sich aus finanziellen Gründen aus dem Rallye-Sport zurück. Die Entscheidung bei VW ist noch nicht gefallen.

Die Finanzkrise macht auch vor dem Team mit den drei Diamanten im Logo nicht halt. 515 Millionen Euro Verlust, so die Mitsubishi-Hochrechnung zum Abschluss des Wirtschaftsjahres 2008, zwingen Mitsubishi-Motors zur Einstellung des Motorsport-Engagements bei der Rallye Dakar, das verkündete nun der Vorstand in Tokio. Nach Honda (Formel 1), Audi (ALMS), Kawasaki (MotoGP), Suzuki und Subaru (beide Rallye-Weltmeisterschaft) fordert die Weltwirtschaftskrise also ihr nächstes Opfer. 26 Mal sind die Japaner bei der Rallye Dakar an den Start gegangen und haben den Marathonklassiker zwölf Mal gewonnen, von 2001 bis 2007 waren sie mit dem Pajeiro sogar sieben Mal in Folge nicht zu schlagen. Bei der Rallye Dakar 2009 (3. bis 18. Januar) feierte der neue Racing Lancer mit Diesel-Antrieb seine Dakar-Premiere und musste sich den Race Touareg von VW geschlagen geben. Jetzt steht fest, dieses Duell wird es 2010 nicht wieder geben.

Auch der Doppelsieg bei der Dakar 2009 ist für die Touareg keine Garantie zur Titelverteidigung 2010.

Damit verbleiben für die Dakar im nächsten Jahr zunächst noch zwei große Teams: X-Raid BMW, das Team von Sven Quandt, und die Touareg-Manschaft aus Wolfsburg. Aber auch bei VW ist eine eventuelle Titelverteidigung noch nicht beschlossene Sache. Im Telefonat mit autobild.de erklärte VW-Motorsport-Sprecher Uwe Baldes: "Erst im März wird eine endgültige Entscheidung über das Volkswagen-Motorsportprogramm des nächsten Jahres getroffen. Zur Debatte stehen die Rallye Dakar 2010 und eine Wiederholung des diesjährigen Erfolges mit dem Race Touareg oder eine Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft. Den WRC-Ambitionen könnte der VW-Scirocco durchaus genügen", erklärte Baldes weiter. Vorsorglich habe man auch schon an den Besprechungen der WRC-Gremien für die Rallye-Weltmeisterschaft teilgenommen. Eines steht aber fest: "Entweder Dakar oder WRC, beides geht nicht", bestätigt Baldes gegenüber autobild.de und weiter: "Sicher ist: Der Scirocco-Start bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring 2009."

Autor: Sven-Jörg Buslau

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