Rallye Dakar 2011: Etappe 11

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Rallye Dakar 2011: Etappe 11

— 14.01.2011

Al-Attiyah zieht davon, Sainz stürzt ab

Carlos Sainz kann seine Chancen auf eine Titelverteidigung bei der Dakar wohl begraben: Der Spanier hat schon über eine Stunde Rückstand auf den Führenden Nasser A-Attiyah. Überschattet wurde die elfte Etappe von einem tödlichen Unfall.

(dpa/jkr) Der Volkswagen-Fahrer Nasser Al-Attiyah und sein Beifahrer Timo Gottschalk stehen kurz vor ihrem ersten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar. Sie erzielten auf dem Teilstück von Chilecito nach San Juan im Race Touareg ihren vierten Etappensieg 2011 und profitierten gleichzeitig vom Pech der Markenkollegen Carlos Sainz/Lucas Cruz. Deren Chancen auf eine Titelverteidung scheinen geplatzt: Die Vorjahressieger aus Spanien fielen wegen eines Defekts an der Vorderradaufhängung stark zurück und liegen in der Gesamtwertung nun auf Rang drei. Neue Zweite sind Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz in einem weiteren Race Touareg. Überschattet wurde die elfte Tageswertung von einem tödlichen Unfall. Ein 42-jähriger Einheimischer starb nach dem Zusammenstoß seines Kleinlasters mit dem Toyota-Team Eduardo Amor/Horacio Alejandro Fenoglio.

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Hinter Al-Attiyah erreichte der Franzose Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW das Tagesziel mit 1:13 Minuten Rückstand als Zweiter. Die drittbeste Zeit ging an Vortagessieger Giniel de Villiers. Der "Dakar"-Champion von 2009 liegt in der Gesamtwertung der Rallye nun 51:49 Minuten hinter Al-Attiyah. Bei den Motorrädern war Cyril Despres das Glück hold. Durch seinen Etappensieg konnte der Franzose 2:12 Minuten vom Vorsprung des Führenden Marc Coma abknabbern. Der Spanier liegt in der Gesamtwertung mit knapp 16 Minuten vorn.

Ursprünglich wäre die elfte Prüfung mit 622 Kilometer die längste der gesamten Rallye gewesen. Allerdings sorgten Regenfälle im Gebiet um San Juan zuletzt für tiefe Auswaschungen und neue Schluchten. Aus Sicherheitsgründen strich der Veranstalter deshalb im letzten Teilstück der Prüfung 93 Kilometer. Damit verkürzte sich die Distanz auf 530 Kilometer. Am Fuß der Anden durchquerten die Teams zu Beginn Canyon-Landschaften mit viel Busch-Vegetation, danach bewältigten sie einen Anstieg auf über 3.200 Meter, bevor die Prüfung auf rund 800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel endete.

Nasser Al-Attiyah: "Ich habe mir schon vor Tagen vorgenommen, bis zum Ziel möglichst clever zu Werke gehen zu wollen. Heute gab es gleich zwei Wertungsprüfungen, in denen man hellwach sein musste. Wir haben im ersten Teilstück das Material so gut wie möglich geschont, um im zweiten Teil gut aufgestellt zu sein. Das hat sich ausgezahlt. Jetzt haben wir einen komfortablen Vorsprung, doch der bedeutet nichts, wenn man nicht in Buenos Aires ankommt. An den Sieg verschwende ich noch keinen Gedanken. Schließlich liegen noch zwei extrem harte Tage vor uns."

Carlos Sainz war nach der elften Etappe total platt: "Ich brauche einen neuen Körper."

Carlos Sainz: "Wir haben heute wirklich attackiert und waren im Staub von unserem Teamkollegen Nasser Al-Attiyah auf etwa 25 Sekunden dran. Das ist ein riskantes Spiel, und das wussten wir. Wir haben im Staub ein Loch übersehen, in das wir auf der Bremse stehend hineinrutschten. Die Aufhängung brach. Glücklicherweise waren unsere Teamkollegen Mark Miller und Ralph Pitchford mit Ersatzteilen direkt hinter uns und wir konnten die zerstörten Komponenten in Rekordzeit bei unglaublich hoher Hitze wechseln. Aber heute bin ich nicht einfach nur ausgepumpt, ich brauche einen neuen Körper."

So geht es weiter: Die Tageswertung zwischen San Juan und Córdoba bietet den Teilnehmern zahlreiche Überraschungen. Abschnitte in den Sierras Pampeanas, die die Teilnehmer mit Canyons und der Überquerung von spitzen Steinen fordern, sowie Flussbetten und weite Täler aus rotem Fels sind die sportlichen und landschaftlichen Herausforderungen der zwölften Etappe.
Rallye Dakar 2011: Stand nach Etappe 11 (Chilecito-San Juan)
Position Team Fahrzeug Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) VW Race Touareg 3 38:16.01 Std.
2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) VW Race Touareg 3 + 51:49 Min.
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) VW Race Touareg 3 + 1:27.27 Std.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) X-raid BMW X3 CC + 1:40.45 Std.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B) X-raid BMW X3 CC + 4:02.54 Std.
6. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) VW Race Touareg 3 + 4:42.38 Std.
7. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P) X-raid BMW X3 CC + 6:15.38 Std.
8. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F) Team Dessoude Nissan Proto + 7:02.56 Std.
9. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR) Mitsubishi Brazil Racing Lancer + 8:00.52 Std.

10. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D) HS Rally Team SMG Buggy + 14:18.14 Std.

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