Rallye Dakar 2011: Etappe 8

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Rallye Dakar 2011: Etappe 8

— 11.01.2011

Führungswechsel bei der Wüsten-Rallye

Die Rallye Dakar 2011 hat einen neuen Spitzenreiter: Das VW-Duo Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk holte die achte Etappe und liegt jetzt in der Gesamtwertung gut fünf Minuten vor den Zweitplatzierten Sainz/Cruz.

(dpa/jkr) "Jetzt greife ich richtig an", sagte VW-Pilot Nasser Al-Attiyah, nachdem er die siebte Etappe der Rallye Dakar in der Tasche hatte und setzte seine Drohung sofort in die Tat um. Etappe acht gewann er gemeinsam mit seinem deutschen Co-Piloten Timo Gottschalk 6:36 Minuten vor den Markenkollegen Carlos Sainz/Lucas Cruz. In der Gesamtwertung übernimmt das Duo Al-Attiyah/Gottschalk nun die Führung, der Vorsprung auf Sainz/Cruz beträgt 5:14 Minuten. Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers komplettierten mit einem Rückstand von 48:45 Minuten das erste reine Wolfsburger Podium in diesem Jahr. Pechvogel des Tages war der bislang auf dem dritten Platz liegende Rekordsieger Stéphane Peterhansel. Der Franzose erlebte im BMW X3 seinen dritten mit Problemen behafteten Tag nacheinander und büßte 1:13:34 Stunden auf die Spitze ein. Der neunmalige Dakar-Champion rutschte deswegen mit einem Gesamtrückstand von inzwischen 1:33:30 Stunden vom dritten auf den vierten Rang ab, dahinter folgt der US-Amerikaner Mark Miller im vierten VW Race Touareg.

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Bei den Motorrädern baute der Spanier Marc Coma mit dem dritten Tagessieg seine Führung auf Vorjahressieger Cyril Despres aus Frankreich wieder aus und vergrößerte seinen Vorsprung auf den KTM-Kollegen auf 9:19 Minuten. Auf der achten Tagesetappe hatten die Teams die mit 508 Kilometern bislang längste Prüfung der Rallye absolviert. Lediglich die noch ausstehenden Wertungsprüfungen am 13. und 14. Januar werden noch länger ausfallen. Im ersten Teil der Etappe mussten die Fahrer viele Zufahrtswege von Bergbauminen bewältigen und passierten das Observatorio Paranal – die Kulisse des James-Bond-Films "Ein Quantum Trost". Die Wertungsprüfung bot jede Menge Abwechslung: einerseits Schotterpassagen, die Materialschonung erforderte, andererseits ausgewaschene Sandpassagen, trockene Flussbetten und Canyons, die die Fähigkeiten der Navigatoren prüften. Mehrere Dünengürtel bildeten das Tüpfelchen auf dem i bei der bislang härtesten Prüfung der Rallye Dakar 2011.

Nasser Al-Attiyah: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Ich kann das Rennen jetzt kontrollieren. Im letzten Dünen-Abschnitt sind wir Vollgas gefahren, weil wir dort Zeit auf Sainz herausholen mussten. Die Dünen sind mein Lieblingsterrain."

Carlos Sainz:
"Heute war wohl nicht unser Tag. Wir haben die Führung eingebüßt, nachdem wir uns zweimal in den Dünen festgefahren hatten. Wir jagen jetzt und sind nicht mehr die Gejagten. An der Herangehensweise ändert das allerdings nichts: Wir werden nach wie vor Tag für Tag alles geben, um am Ende ganz vorn zu sein."

So geht es weiter: Die Schleife um Copiapó bietet den Teams ein zweigeteiltes Bild. Während die Mechaniker diesmal keine Service-Route zu bewältigen haben und so erstmals bei der Dakar kurz zur Ruhe kommen, steht für die Fahrer und Beifahrer einer der härtesten Rallye-Tage auf dem Programm. Offroad-Abschnitte mit tiefem, weichem Sand einerseits und steinige Abschnitte andererseits – eine physische Tortur, die tadellose Fitness erfordert.
Rallye Dakar 2011: Stand nach Etappe 8 (Antofagasta-Copiapó)
Position Team Fahrzeug Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) VW Race Touareg 3 28:39.50 Std.
2. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) VW Race Touareg 3 + 5:14 Min.
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) VW Race Touareg 3 + 48:45 Min.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) X-raid BMW X3 CC + 1:33.30 Min.
5. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) VW Race Touareg 3 + 2:32.23 Min.
6. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B) X-raid BMW X3 CC + 3:38.59 Std.
7. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F) Team Dessoude Nissan Proto + 4:48.55 Std.
8. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P) X-raid BMW X3 CC + 4:51.29 Std.
9. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR) Mitsubishi Brazil Racing Lancer + 5:33.48 Std.

10. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D) HS Rally Team SMG Buggy + 7:06.57 Std.

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