Rallye Dakar 2011: Finale

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Rallye Dakar 2011: Finale

— 16.01.2011

VW holt den Dreifachsieg

Jubel auf den Straßen von Buenos Aires: Nasser Al-Attiyah ist der strahlende Sieger der Rallye Dakar 2011. Der VW-Pilot aus Katar feiert seinen ersten Gesamtsieg vor den Markenkollegen de Villiers und Sainz.

Buenos Dias, Buenos Aires – endlich im Ziel! Knapp zwei Wochen lang haben sich die Teilnehmer der Rallye Dakar 2011 auf über 9600 Kilometern durch Sand, Schlamm und Geröll gewühlt. 13 Etappen quer durch Argentinien und Chile, voller Staub, Schweiß und Strapazen. Jetzt ist die Dakar 2011 Geschichte und Argentiniens Hauptstadt feiert die strahlenden Sieger der Wüsten-Tortur. Das Endergebnis überrascht nach dem Verlauf der Rallye wenig: Bei den Autos macht das VW-Gespann Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk das Rennen. Das katarisch-deutsche Team hatte sich auf den letzten Etappen bereits einen komfortablen Vorsprung auf die zweitplatzierten Markenkollegen Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz herausgefahren. Vorjahressieger Carlos Sainz muss sich am Ende mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung zufrieden geben. In der Motorradwertung hat sich Marc Coma den Gesamtsieg vor seinem härtesten Verfolger Cyril Despres gesichert. Bei den Quads triumphierte der Argentinier Alejandro Patronelli, in der Lkw-Klasse feierte der Russe Vladimir Chagin auf seinem Kamaz-Truck seinen siebten Dakar-Sieg.

Im Überblick: Alle Etappen der Rallye Dakar 2011

Die blauen Race Touareg der Volkswagen-Truppe waren eine Klasse für sich. Als einziges Werksteam fuhr die VW-Armada erwartungsgemäß weitgehend außerhalb der Konkurrenz. Der härteste Verfolger Stéphane Peterhansel war mit seinem BMW X3 CC in der ersten Dakar-Woche noch in Schlagdistanz, schaffte sogar einen Etappensieg, wurde dann aber vom Pech verfolgt und muss sich mit dem vierten Platz im Gesamtklassement begnügen. Nasser Al-Attiyah bekommt als erster Araber in der Geschichte des Wüstenklassikers die große Dakar-Trophäe überreicht. Der 40-jährige Katarer überzeugte durch Konzentration und Können, profitierte aber auch vom Pannen-Pech des Teamrivalen Sainz, der die Wertung über mehrere Etappen angeführt hatte. Letztendlich ist es ein hochverdienter Sieg. Bereits im vergangenen Jahr war Al-Atiyah ganz nah dran: Im Herzschlagfinale 2010 verpasst er den Dakar-Gesamtsieg um gerade einmal zwei Minuten.

Nasser Al-Attiyah: "Mein erster Dakar-Sieg. Ich bin überglücklich, als erster Araber die härteste Wüstenrallye der Welt gewonnen zu haben. Diese Gefühle sind unglaublich schwer in Worte zu fassen. Dank des besten Marathon-Rallyeautos der Welt und der besten Mannschaft in diesem Sport habe ich mein großes Ziel erreicht. Ich freue mich für die gesamte Truppe, die drei Wochen lang rund um die Uhr für den Erfolg geschuftet hat. Ich habe mit Timo Gottschalk einen herausragenden Beifahrer an meiner Seite, der einen immens großen Anteil am Sieg hat."

Carlos Sainz: "Alles in allem bin ich mit der Rallye Dakar 2011 mehr als zufrieden. Ich denke, dass mein Beifahrer Lucas Cruz und ich einen guten Job gemacht haben und deshalb zu Recht lange mit um den Sieg gekämpft zu haben. Leider haben uns zwei schlechte Tage und eigene Fehler die Chance auf den Gesamtsieg zunichte gemacht. Aber so ist die Rallye Dakar: Man muss immer auf der Hut sein. Ich freue mich für das gesamte Team von Volkswagen, das sich diesen Dreifachsieg verdient hat und bin froh, etwas dazu beigetragen zu haben. Wir alle haben uns diesen Erfolg hart erarbeitet."

Rückblick: Die schönsten Bilder der Dakar-Etappen 1 bis 7
Rallye Dakar 2011: Endstand nach Etappe 13 (Córdoba-Buenos Aires)
Position Team Fahrzeug Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) VW Race Touareg 3 45:16.16 Std.
2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) VW Race Touareg 3 + 49.41 Min.
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) VW Race Touareg 3 + 1:20.38 Std.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) X-raid BMW X3 CC + 1:43.48 Std.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B) X-raid BMW X3 CC + 4:11.21 Std.
6. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) VW Race Touareg 3 + 4:54.42 Std.
7. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P) X-raid BMW X3 CC + 6:50.07 Std.
8. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F) Team Dessoude Nissan Proto + 7:57.18 Std.
9. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR) Mitsubishi Brazil Racing Lancer + 8:23.37 Std.

10. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D) HS Rally Team SMG Buggy + 15:11.56 Std.

Autor: Jan Kretzmann

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