Rallye Dakar 2012: Finale — 16.01.2012

Team X-raid triumphiert

Stéphane Peterhansel hat sich im Mini seinen zehnten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar geschnappt. Der Rallye-Veteran gewinnt vor seinem Teamkollegen Joan Roma. Dritte wurden Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz im Toyota.

(dpa/jkr) Rekordgewinner Stéphane Peterhansel feiert seinen 10. Dakar-Sieg vor seinem spanischen Teamkollegen Joan Roma. Beide waren jeweils in einem Mini unterwegs. Beifahrer Dirk von Zitzewitz hat mit seinem Piloten Giniel de Villiers den dritten Platz bei der 33. Rallye Dakar perfekt gemacht. "Dritter Platz, das war unser unrealistischer Wunschtraum. Und das ist jetzt Realität. Mit einem Wort: Wow", sagte von Zitzewitz am Sonntag nach der letzten Wertungsprüfung Richtung Lima. In der Motorradwertung brachte der Franzose Cyril Despres seinen Vorsprung nach der vorletzten Etappe souverän ins Ziel. Sein ärgster Widersacher, Marc Coma, hatte sich am Samstag (14. Januar 2012) verfahren und zudem über technische Probleme geklagt. Im Dauerduell der beiden führt Despres nun mit vier Dakar-Siegen vor dem dreimaligen Gewinner Coma.

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Bei allem Jubel zum Schluss dürfen die schrecklichen Nachrichten vor allem zu Beginn der vierten Auflage in Südamerika nicht vergessen werden. Gleich zum Auftakt war Motorradpilot Jorge Martínez Boero aus Argentinien tödlich verunglückt. Es folgten weitere schlimme Unfälle, teilweise waren es Kollisionen mit Tieren, teilweise wurden die Fahrer Opfer der Strapazen. Ein Vater stürzte dann auch noch mit seinem Sohn in einem Ultraleichtflugzeug ab, als sie den Dakar-Tross aus der Luft beobachten wollten. Beide kamen ums Leben. Insgesamt forderte die Dakar seit ihrer ersten Austragung 1979 rund 60 Todesopfer.

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Gefahr und Unglück auf der einen Seite, Abenteuer und sportliche Meriten auf der anderen. So wie für Zitzewitz und seinen Partner de Villiers. Dreimal wurde sie Etappendritter, einmal -zweiter. Der nur wegen seines Einspruchs noch mitfahrende NASCAR-Star Robby Gordon aus den USA kam im bulligen Hummer trotz des Siegs auf der letzten Etappe im Klassement nicht mal in Reichweite. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar hatte mit dem zweiten Hummer nach einem technischen Defekt bereits auf der neunten Etappe aufgegeben. Von Zitzewitz, dessen Motorsport-Karriere auf zwei Rädern begann, ließ sich im wahrsten Sinne nicht vom Weg abbringen. Der Deutsche navigierte seinen Piloten sicher durch das peruanische Dakar-Neuland mit unberechenbaren Dünen. Am Ende betrug der Vorsprung auf Platz Platz vier fast eine Stunde.

Gesamtsieger Peterhansel war – wie zu erwarten – für das Toyota-Gespann allerdings zu weit weg. Nach der vierten Etappe übernahm der Franzose die Führung und gab sie nicht mehr ab. Fünf Tageswertungen und damit deutlich mehr als ein Drittel entschied er für sich. Von den 14 angesetzten Etappen wurden 13 gefahren. Wegen Regen und Schnees war die sechste Etappe abgesagt worden.
Rallye Dakar 2012: Endergebnis nach der 14. Etappe (Pisco – Lima)
Position Fahrer/Beifahrer Team Fahrzeug Gesamtzeit
1. Peterhansel (F)/Cottret (F) Monster Energy X-raid Mini All4 Racing 38:54:46 Std.
2. Roma (E)/Perin (F) Monster Energy X-raid Mini All4 Racing + 0:41:56 Std.
3. De Villiers (ZA)/Von Zitzewitz (D) Imperial Toyota Toyota Hilux + 1:31:25 Std.
4. Novitskiy (RUS)/Schulz (D) Monster Energy X-raid Mini All4 Racing + 2:11:54 Std.
5. Gordon (USA)/Campbell (USA) Speed Energy Racing Hummer H3 + 2:16:53 Std.
6. Alvarez (ARG)/Graue (ARG) Toyota Overdrive Toyota Hilux Prototipo + 4:05:52 Std.
7. Sousa (P)/Garcin (F) Great Wall Haval Great Wall + 4:30:24 Std.
8. Leal dos Santos (P)/Fiuza (P) Monster Energy X-raid Mini All4 Racing + 5:03:18 Std.
9. Brinke (NL)/Baumel (F) Riwald Dakar Mitsubishi Racing Lancer + 5:11:18 Std.
10. Holowczyc (PL)/Fortin (B) Monster Energy X-raid Mini All4 Racing + 6:59:38 Std.

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Kommentare zum Artikel (5)

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Klogänger
19.01.2012, 19:21Uhr

Ja!!! Peterhansel hat gewonnen!!! Ich wusste es!!! Ich wollte es!!!

Jay
17.01.2012, 11:25Uhr

War eine schlechte Veranstaltung dieses Jahr.
Nur ein gutes Team (das gegen sich selbst fuhr), die Hummer konnten aufgrund von Disqualifikation und techn. Fährnisse nicht Anschluss halten.
Die Rennkommissare begünstigten außerdem Fahrer wie Peterhansel trotz enorm gefährlicher Fahrweise mit nicht objektiven Entscheidungen.
Ingesamt zu gefährlicher und von den Kommissaren nicht sanktionierter Motorsport.
Wäre doch VW nur wieder dabei.

waldemar
16.01.2012, 16:29Uhr

Tolle Show. Danke MINI.

rallyman
16.01.2012, 15:20Uhr

wow. im ganzen text steht namentlich 2x MINI. das war zu VW's zeiten aber total anders!!!
seid ihr denn so abhängig von manchen firmen inzwischen???

Lamy
16.01.2012, 13:22Uhr

na hoffentlich kann er sich darüber freuen nach dem er als ex motoradfahrer und gewinner motoradfahrer einfach umfährt..
wäre er kein franzose und x facher sieger wäre er disqualifiziert worden.

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