Rallye Dakar 2012: Stefanie Manns im Interview — 10.01.2012
Deutsche kämpft sich nach vorn
Stefanie Manns hat Blut geleckt. Zuerst wollte die einzige deutsche Fahrerin bei der Rallye Dakar 2012 nur heile ankommen. Doch jetzt schlägt sie sich so gut, dass das Ziel lautet: "unter das erste Drittel".
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Aber Stefanie, die in München lebt und arbeitet, gab ihrer Ausbildung den Vorrang vor dem professionellen Rennsport und absolvierte ein Studium der Fahrzeugtechnik. Nach sechs Jahren Pause kehrt sie nun wieder in den Motorsport zurück. Auslöser war eine Karpaten-Tour mit ihrem Bruder: "Mein älterer Bruder hatte gar kein Interesse an Motorsport, war aber mein Ideengeber für die Offroad-Rallies", erzählt Stefanie. Zu Beginn war sie noch ein wenig unentschieden, ob Asphalt oder Schotter und Sand der bessere Rennuntergrund für sie ist.Inzwischen ist sie völlig dem Thema Offroad verfallen: "Die Dakar ist mein Traum, den ich mir jetzt mit Hilfe meiner Partner und viel Eigeninitiative erfüllen konnte. Darauf bin ich sehr stolz. Zunächst wollte ich ja eigentlich nur heil durchzukommen. Nach den guten Ergebnissen in den einzelnen Stages habe ich aber "Blut geleckt" und das eigentliche Ziel, nur durchzukommen nach oben verschoben. Ich will unter das erste Drittel fahren." Und Stefanies Einzelergebnisse zeigen, dass sie das auch kann.
"Natürlich habe ich festgestellt, dass die Dakar ein Techniksport ist: Je mehr Budget, desto besser die Vorbereitung und das Auto. Aber auch mit Erfahrung und Engagement kann man viel erreichen. Zumindest lernt man im hinteren Feld, wie man kämpft", lacht sie und spielt damit auf die Schleife um das Wüstennest Fiambala in Argentinien an, bei der sie über fünf Stunden durch einen Technikdefekt verlor. Als es endlich weiter ging, machte sie eine weitere nützliche Erfahrung: Im staubfeinen Wüstensand "Fech-Fech" sollte man sich besser nicht fest fahren.
"Die Dakar wird auch im Kopf entschieden"
"Als ich im Fech-Fech aus dem Auto aussteigen musste, bin ich bis zu den Knien im Sand versunken. Dann hat mir auch noch der Wind des Sandsturms die Tür auf die Nase gehauen. In dem Moment dachte ich: Mist, das wird knapp mit dem heutigen Tag – aber aufgeben gibt es auf einer Dakar nicht. So lange sich noch ein Rad dreht, kämpft man weiter. Die Dakar ist auch eine Sache, die im Kopf entschieden wird."Stefanies Traum für die Zukunft: "Eine Dakar im Renntruck, das wäre was!" Kein Zweifel, diese Frau hat vor nichts Angst. Ich bin nach unserem Gespräch fest überzeugt, dass wir sie in genau einem solchen Arbeitsgerät bei der nächsten Ausgabe der Rallye Dakar wiedersehen werden.










































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