Rallye Dakar 2015: Dritte Etappe

Rallye Dakar 2015: Dritte Etappe

— 07.01.2015

Zitzewitz holt auf

Es läuft gut für Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers bei der Rallye Dakar: Das Duo hat den Rückstand auf das Führungspaar verkürzt.

(dpa) Nicht mal ein Reifenschaden und "ein Schreckmoment" haben Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers bei der Jagd auf das Spitzenduo bei der legendären Dakar aufhalten können. Die deutsch-südafrikanische Kombination machte am 6. Januar 2015 bei der dritten Etappe weiteren Boden gut. Im Ziel in Chilecito verkürzten der deutsche Beifahrer Zitzewitz und sein Pilot als Tageszweite den Rückstand auf die Dakar-Führenden Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Katar/Frankreich) um mehr als zwei Minuten.

Rallye Dakar 2015: Zweite Etappe

Al-Attiyah bei der zweiten Etappe der Rallye Dakar Malysz bei der zweiten Etappe der Rallye Dakar Peterhansel bei der ersten Etappe der Rallye Dakar
"Die Prüfung heute war viel härter als erwartet", sagte Zitzewitz nach den 284 Kilometern von San Juan nach Chilecito in Argentinien. Wie schon am Vortag erreichte das Duo im Toyota Hilux den zweiten Etappenplatz, diesmal allerdings hinter dem argentinischen Gespann Orlando Terranova/Bernado Graue vom hessischen X-raid-Team im BMW Mini. 2011-Sieger Al-Attiyah, der die zweite Etappe gewonnen und damit auch die Gesamtführung übernommen hatte, kam im Mini diesmal nur auf Platz fünf.

Al-Attiyah noch mit fünf Minuten Vorsprung

Im Klassement hat der Katarer, dem der Auftaktsieg am Sonntag wegen eines Regelverstoßes aberkannt worden war, nun exakt noch 5:18 Minuten Vorsprung auf Zitzewitz und Villiers. Die beiden konnten die Dakar 2009 bereits gewinnen. Dritter sind Terranova/Graue mit 18:05 Minuten mehr auf dem Konto als Al-Attiyah und damit fast 13 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Auf Rang vier folgt der ehemalige Rallye-Weltmeister und Dakar-Gewinner Carlos Sainz im Wagen von Rückkehrer Peugeot (+19:32 Minuten) vor dem weiteren Toyota-Duo mit Yazeed Al-Rahji aus Saudi-Arabien und dem Berliner Co-Piloten Timo Gottschalk (+20:08). Obwohl für Zitzewitz und seinen Fahrer de Villiers auch nicht alles nach Plan lief, stellte der Karlshofer fest: "Heute hat alles gepasst." Gleichwohl hatten die beiden nach 80 Kilometern einen Reifenschaden zu beklagen. Die Zeit für den Radwechsel – anderthalb Minuten – holten sie aber wieder auf. Vor allem dank des Co-Piloten.

Knifflige Navigation und harte Schläge

"Die Navigation war heute in den Flussbetten knifflig, aber wir haben den Weg anders als unsere Konkurrenz ganz gut gefunden. Giniel hat heute darüber hinaus super in den Rhythmus gefunden, und auch beim Auto hat alles gepasst", betonte Zitzewitz, ehe er von einem "kleinen Schreckmoment" kurz vor dem Ende berichtete, "als wir einen harten Schlag erwischt haben und das Auto auf der Nase gelandet ist". Dennoch pirschte sich das Duo vor der vierten Etappe von Chilecito nach Copiapó über den Paso de San Francisco in über 4700 Metern Höhe an die Führenden ran.

Polnischer Motorradfahrer erstes Todesopfer 2015

Nach nur drei Etappen forderte die Rallye Dakar 2015 ihr erstes Todesopfer. Der polnische Motorradfahrer Michal Hernik wurde am Dienstag in Argentinien auf der Etappe von San Juan nach Chilecito bei Kilometer 206 leblos gefunden, wie die Veranstalter am späten Abend mitteilten. Er lag demnach rund 300 Meter von der Strecke entfernt. Die Ursache seines Todes sei noch unklar. Es gebe keine äußeren Anzeichen eines Unfalls, hieß es. Der 39-Jährige hatte erstmals an der Traditionsrallye teilgenommen. Bislang kostete die Dakar in ihrer Geschichte mehr als 60 Menschen das Leben, von Teilnehmern über Zuschauer bis Journalisten. Hernik ist das fünfte Opfer der bislang sieben Dakar-Rallyes in Südamerika.
3. Etappe von San Juan nach Chilecito (542 km, davon 284 in der Wertung)
1. Orlando Terranova/Bernardo Graue (Argentinien) Mini All4 2:57:28 Stunden
2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) Toyota Hilux 1:54 Minuten zurück
3. Yazeed Alrajhi/Timo Gottschalk (Saudi-Arabien/Berlin) Toyota Hilux 2:52
4. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Spanien) DKR Peugeot 4:06
5. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Katar/Frankreich) Mini All4 4:18
6. Nani Roma/Michel Perin (Spanien/Frankreich) Mini All4 5:58
7. Stephane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (Frankreich) DKR Peugeot 9:26
8. Erik van Loon/Wouter Rosegaar (Niederlande) Mini All4 11:57
9. Ronan Chabot/Gilles Pillot (Frankreich) SMG 15:49
10. Christian Lavieille/Jean-Pierre Garcin (Frankreich) Toyota Hilux 16:28
Gesamtwertung nach der dritten Etappe
1. Al-Attiyah/Baumel 9:21:26 Stunden
2. de Villiers/von Zitzewitz 5:18 Minuten zurück
3. Terranova/Graue 18:05
4. Sainz/Cruz 19:32
5. Alrajhi/Gottschalk 20:08
6. Krzysztof Holowczyc/Xavier Panseri (Polen/Frankreich) Mini All4 25:24
7. van Loon/Rosegaar 27:43
8. Ten Brinke/Colsoul (Niederlande/Belgien) Toyota Hilux 36:22
9. Carlos Sousa/Paulo Fiuza (Portugal) Mitsubishi 41:52
10. Lavieille/Garcin 43:38

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