Rallye Dakar

Rallye Dakar 2017: Vorschau

— 01.01.2017

Das letzte Abenteuer im Rennsport

Am 2. Januar fällt in Südamerika der Startschuss zur Rallye Dakar 2017: ABMS präsentiert die Favoriten und alle wichtigen Infos zum Wüsten-Klassiker.

Eigentlich wollte Toyota bei der Rallye Dakar 2017 den Großangriff auf das dominierende Peugeot-Team starten. Die FIA-Cross-Country-Meisterschaft hat Toyota-Neuzugang Nasser Al-Attiyah (42) mit 
seinem französischen Beifahrer Mathieu Baumel dazu passenderweise schon für sich entschieden. Und auch Titelverteidiger Stéphane Peterhansel (51) konstatiert: „Ich denke, Mini und Toyota sind 2017 viel näher an uns dran.“

Nasser Al-Attiyah greift 2017 für Toyota an

Aber Toyota muss vor dem Start der Rallye Dakar am 2. Januar einen Rückschlag einstecken: Der neue Toyota Hilux wird nun doch erst 2018 seine Feuertaufe erleben. Mit dem neuen Hilux wollte Toyota von Allrad- auf Heckantrieb umsatteln. Hecktriebler wie der Peugeot 3008 DKR sind vom Reglement begünstigt. Die Fahrzeuge dürfen zum Beispiel rund 600 Kilogramm leichter sein als die fast zwei Tonnen schweren Allradler von Toyota und Mini. Doch in der südafrikanischen Rallye-Meisterschaft erwies sich der alte Toyota Hilux noch als schneller und zuverlässiger.

Der 5,0-Liter-V8-Saugmotor ist mit 390 PS zwar der stärkste Werksmotor, doch rund eine Woche lang verläuft die Strecke auf über 3500 Meter Höhe – das begünstigt die 3,0-Liter-Biturbo-Diesel von Peugeot und Mini (je 340 PS). Peterhansel präzisiert: „Viel entscheidender als die Höchstgeschwindigkeit ist außerdem die Beschleunigung: Wir erreichen viel früher die 170 km/h als Toyota und Mini.“

Die Route der Dakar 2017 verläuft durch drei Länder

Peugeot geht mit dem neuen 3008 DKR damit wieder als klarer Favorit in die Rallye Dakar. Aber jeder einzelne der vier Piloten ist siegfähig. Besonders Cyril Despres (42) muss Peterhansel fürchten: Der Franzose ist genauso ein Motorradumsteiger wie er selbst – und er geht die Sache sehr professionell an: Tests, Höhentraining, Sieg bei der Silk Way Rallye von Peking nach Moskau, der Dakar des Sommers.

Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb (42) profitiert vom WRC-Charakter der Dakar-Etappen. Doch der Franzose neigt noch zu vielen Fahrfehlern. Bei der Silk Way Rallye schied er nach einem Überschlag früh aus. Der Vierte im Bunde ist Carlos Sainz (54), ebenfalls ein ehemaliger Dakar-Sieger.

Rallye-Rekordchampion Loeb fährt für Peugeot mit

Das Mini-X-Raid-Team aus Deutschland hat sich indes das große Dakar-Nachwuchstalent Yazeed Al-Rajhi (35) mit dem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk (42) gesichert. Außerdem bringt X-Raid den neuen Mini John Cooper Works Rally an den Start, der vor allem einen niedrigeren Schwerpunkt, mehr Leistung und eine bessere Fahrbarkeit aufweist als der Vorgänger, der Mini Countryman. Für eine ausgefeilte Aerodynamik war das deutsche Team um Sven Quandt (60) im Windkanal der BMW Group. Mit WRC-Umsteiger Mikko Hirvonen (36) hat X-Raid neben Al-Rajhi noch ein zweites Ass im Ärmel, das die Peugeot-Buggys herausfordert.

Autoren: Christian Schön, Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance / Peugeot

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