Rallye Dakar

Rallye Dakar: Pille gegen Kollaps

Big Brother bei der Wüstenrallye

2018 läuft bei der Rallye Dakar eine große Medizin-Forschung: 45 Fahrer schlucken Sensoren, um die innere Körpertemperatur zu messen. Die Hintergründe.
67 Menschenleben hat die Rallye Dakar in 40 Jahren gefordert. Nicht alle starben bei Unfällen. Immer wieder kollabieren die Fahrer: Hitzschläge sind bei einer Wüstenrallye nicht selten. Um das in Zukunft zu verhindern, läuft eine große Medizin-Forschungsrunde.
Rallye Dakar: Infos aktuell
Dafür werden drei Werte ermittelt. Ein Sensor wird im Auto angebracht, misst wie ein gewöhnliches Thermometer die Umgebungstemperatur. Also die Hitze im Auto oder Truck. Ein zweiter Sensor wird bei 45 Probanden am Arm befestigt – er misst die äußere Körpertemperatur.

45 Fahrer nehmen an dem Projekt teil

Spektakulär aber mutet der dritte Sensor an: Es ist eine Pille, die die am Versuch teilnehmenden Piloten schlucken! Big Brother von innen!
Ein darin verbauter Sensor misst die innere Körpertemperatur. Mittels Radiowellen werden die Daten nach außen übertragen. Hintergrund: Im Prinzip funktioniert der menschliche Körper nämlich wie ein Motor: Er kann sehr gut die Temperatur konstant halten, doch bei Überanstrengung – gerade in großer Hitze – kann das System kippen. Das soll künftig bei der Rallye Dakar rechtzeitig bemerkt und verhindert werden. Die Pillen werden nach spätestens zwei Tagen wieder ausgeschieden. Die 45 Teilnehmer kommen aus allen Sparten, also Motorrad, Quad, Auto und Truck.
Mit Informationen von Ellen Lohr

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Ellen Lohr

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