Rallye Dakar Serie 2008

Rallye Dakar Serie 2008

— 15.04.2008

Budapest statt Lissabon

Am Sonntag (20. April 2008) startet in Budapest die Zentral-Europa-Rallye als Ersatz für die Dakar. Im Januar wurde die Wüsten-Rallye in Lissabon wegen der Terror-Gefahr nicht gestartet.

Nach der Absage des ins Visier von Terroristen geratenen Dakar-Klassikers erlebt der Marathon-Rallyesport an diesem Wochenende einen Neuanfang in Ungarn und Rumänien. Die neu geschaffene Zentral-Europa-Rallye bildet den Auftakt der neuen Dakar-Serie. Die Teilnehmer können sich hier für die eigentliche Dakar-Ersatz-Rallye, die im Januar 2009 erstmals in Argentinien und Chile ausgetragen wird, qualifizieren. Die Zeit der Vorbereitung für die Zentral-Europa-Rallye war jedoch kurz. Dakar-Veranstalter A.S.O. (Amaury Sport Organisation) gab den ungarischen Ausrichtern erst am 19. Januar den Zuschlag für das Rennen, das am Sonntag in Budapest beginnt und nach sieben Tagen in Balatonfüred am Plattensee endet. Eigentlich war die Rallye erst für 2009 geplant. Nun musste der ungarische Dakar-Teilnehmer Szalay Balßzs das 2671 km lange Rennen kurzfristig organisieren.

Die Top-Teams sind in der Puszta dabei

Dennoch ist das Teilnehmerfeld stark besetzt. Mit insgesamt 265 Fahrzeugen ist die Starterliste fast Dakar-würdig. Die meisten Fahrer, die wegen der überraschenden Absage des Dakar-Rennens am 5. Januar 2008 nicht starten konnten, haben sich für die Rallye-Premiere in Budapest angemeldet. Angeführt wird das Feld von den Top-Teams des zwölffachen Dakar-Siegers Mitsubishi und des Herausforderers Volkswagen. "Mit der Zentral-Europa-Rallye betreten wir geografisch wie sportlich Neuland", sagte VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen. "In Ungarn und Rumänien erwartet uns ein Off-Road-Gelände, das am ehesten den früheren Etappen der Dakar entspricht", beschrieb Nissen die Ersatz-Dakar 2008.

Mit vier Diesel-Touaregs geht Volkswagen in Budapest an den Start.

Volkswagen wie Mitsubishi treten mit dem kompletten Dakar-Kader an. Die Wolfsburger schicken vier Werks-Diesel-Touareg nach Budapest. Große Hoffnungen ruhen vor allem auf der Fahrer-Paarung Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/ Frankreich). Mitsubishi kontert mit seiner Dakar-Sieger-Mannschaft mit dem französischen Dakar-Rekord-Gewinner Stéphane Peterhansel (dreimal Auto, sechsmal Motorrad) als Speerspitze. Mitsubishi feiert dabei sogar eine Weltpremiere und setzt erstmals einen Pajero Evo mit Dieselmotor ein. Der frühere Dakar-Sieger Hiroshi Masuoka wird am Steuer des 260 PS starken Selbstzünders sitzen, mit dem Mitsubishi jetzt auf das gleiche Konzept setzt wie VW. Die übrigen drei Pajero haben aber noch den bewährten und ausgereiften 300-PS-Benzinmotor. Ergänzt wird der Kreis der Automobil-Extremsportler mit den drei BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams. Einen der BMW steuert der Franzose Bruno Saby, Dakar-Sieger von 1993. Auch die Mönchengladbacherin Ellen Lohr, DTM-Siegerin 1992, ist in einem privaten Mitsubishi Pajero in Budapest am Start.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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