Dakar

Rallye Dakar: Vorschau auf 2018

Die 40. Dakar soll legendär werden

Jubiläum bei der Rallye Dakar: Zum 40. Mal geht es durch wüstes Gelände. Gleich drei Hersteller kämpfen um den Sieg. Drei Deutsche am Start.
Morgen startet in Lima (Peru) die legendäre Wüsten-Rallye Dakar zum 40. Mal, zum zehnten Mal davon in Südamerika. Und die Jubiläumsausgabe soll eine besondere werden: 8793 Kilometer stehen für die Autos an, 4349 davon auf Zeit. Die Strecke führt durch hohe Dünen in Peru, auf bis zu 4786 Meter in den Hochebenen Boliviens sowie durch das steinige Hinterland Argentiniens.
Die Teilnehmerzahl ist gegenüber 2017 um fast 30 Prozent gewachsen: 525 Teilnehmer aus 54 Nationen sind dabei, darunter über 100 Autos. Drei Hersteller machen den Sieg wohl wieder unter sich aus: Peugeot, Toyota und Mini.
Peugeot wird 2018 zum letzten Mal dabei sein. Der dritte Sieg in Folge soll her. Rekordsieger Stéphane Peterhansel will seinen 14. Dakar-Triumph. Danach könnte Schluss sein. Das gilt auch für Carlos Sainz, den Vater des gleichnamigen Formel-1-Fahrers. Auch Cyril Despres und Sébastien Loeb haben für Peugeot Siegchancen. „Dieses Jahr gilt es. Es ist meine letzte Chance auf den Sieg“, so Loeb. Der Rallye-Rekordweltmeister fürchtet aber die Route 2018, die wieder aus mehr Dünenpassagen besteht: „Auf solchem Terrain habe ich wenig Erfahrung. Deshalb passt die Route nicht zu mir."

Stéphane Peterhansel will den 14. Sieg

Peugeot hat für den Abschied den 3008 DKR noch mal weiterentwickelt, die Spurweite um 20 Zentimeter verbreitert. Das Reglement soll das Buggy-Konzept, wie es Peugeot verwendet, etwas einbremsen: Zwar haben die Buggys zumindest theoretisch noch einen Gewichtsvorteil von 500 Kilogramm, aber die Allradler dürfen 100 Kilogramm gegenüber 2017 ausladen, die Buggys müssen 70 Kilo zuladen. Außerdem haben die Allradler 30 Zentimeter mehr Federweg.
Das deutsche X-Raid-Team hat trotzdem neben dem Mini-Allradler einen Buggy entwickelt – mit dem identischen 340 PS starken Drei-Liter-Sechszylinder-Turbodiesel. Noch ist der Mini aber nicht ganz ausgereift, so wird das Mindestgewicht nicht im Ansatz erreicht. Mikko Hirvonen, Yazeed Al-Rajhi (mit dem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk) und Bryce Menzies werden den Buggy pilotieren, im Allradler sitzen Nani Roma, Orlando Terranova, Jakub Pzygonski und Boris Gosafulic.
Toyota hat den Allradler ebenfalls weiterentwickelt. Erstmals vertrauen die Japaner auf einen Mittelmotor. Der Fünf-Liter-V8-Benziner bringt es auf starke 450 PS. Damit erreicht der Hilux die beste Motorleistung, doch das Chassis-Konzept ist ein Kompromiss zwischen dem Wüsten-Klassiker und der südafrikanischen Offroad-Meisterschaft, wo der Hilux ebenfalls zum Einsatz kommt. Fahrer sind Nasser Al-Attiyah, der 2017 zum dritten Mal in Folge den Marathon-Weltcup gewonnen hat, sowie Giniel de Villiers mit dem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz.
Auch drei deutsche Fahrer sind 2018 mit von der Partie: Markus Walcher (QT Wildcat), Jürgen Schröder (Toyota) und Rainer Wissmanns (Toyota). Hintergrundinformationen zu den deutschen Piloten gibt es hier.
Eine frühere deutsche Automarke wird ebenfalls wiederbelebt: Borgward ist inzwischen im Besitz des chinesischen Konzerns Beiqi Foton Motor. Das Chassis basiert auf dem Mitsubishi von 2009, dem ersten Diesel-Prototyp bei der Rallye Dakar. Als Motor kommt ein 224 PS starker 2-Liter-Vierzylinder zum Einsatz. Fahrer ist der Peruaner Tim Fuchs.
Eurosport bringt ab morgen 23.00 Uhr täglich eine Zusammenfassung der einzelnen Etappen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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