Rallye Deutschland 2008

Rallye Deutschland 2008

— 18.08.2008

Loeb bleibt in Deutschland ungeschlagen

Der vierfache Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb hat zum siebten Mal in Serie den Trierer WM-Lauf für sich entschieden und damit alle Gastspiele der Rallye-Weltmeisterschaft in Deutschland gewonnen.

Bei seinem Rekordsieg, es war der 43. Erfolg von Loeb in der Rallye-WM, fuhr der Franzose im C4 einen Vorsprung von 47,7 Sekunden auf seinen spanischen Citroën-Teampartner Daniel Sordo heraus. Mit seinem siebten Saisonerfolg im zehnten Lauf eroberte der Elsässer am Sonntag (17. August 2008) mit 76 Punkten die WM-Spitze zurück und verdrängte den Finnen Mikko Hirvonen, der im Ford Focus nur Vierter (+ 1:30,1 Minuten) wurde, um vier Zähler auf den zweiten Gesamtrang. "Das ist ein fantastischer Sieg. Ich bin sehr glücklich", kommentierte Loeb seinen Rekord, mit dem er die bisherige Bestmarke des Finnen Marcus Grönholm, der sein Heimspiel in Jyväskyle siebenmal gewonnen hatte, einstellte. "Es war eine perfekte Rallye", ergänzte der neue WM-Spitzenreiter nach seinen Start-Ziel-Sieg.

Für Hirvonen (Ford Focus WRC) ist auf Asphalt kein Blumenmtopf gegen den Weltmeister zu holen.

Ford-Pilot Hirvonen, der vor dem WM-Lauf noch davon sprach, dass jede Serie mal zu Ende geht, konnte dem französischen Rallye-König von Deutschland nichts entgegensetzten. "Loeb ist hier einfach unschlagbar. Da konnte ich nicht mithalten", lobte der Finne den neuen Mann an der Spitze des Klassements. Der Belgier Francois Duval wurde im Ford Focus Dritter. Als bester Deutscher gewann Hermann Gaßner (Surheim) mit dem 21. Gesamtplatz (+ 24:09,8 Minuten) im Mitsubishi Lancer zum vierten Mal die Division der seriennahen Fahrzeuge. In der Weltmeisterschaft der Junioren J-WRC konnte sich erneut der französische Youngster Sebastien Ogier in seinem Citroën C2 durchsetzen und die Führung in der Gesamtwertung ausbauen.

Florian Niegel (Suzuki Swift Super 1600) wurde für seine Aufholjagd mit Platz acht und einem Punkt belohnt.

Die deutschen Rallye-Hoffnungsträger Aaron Burkhart (Citroën C2) und Florian Niegel (Suzuki Swift Super 1600) beendeten den vorerst letzten WM-Lauf in Deutschland unterschiedlich. Während Burkart mit Platz zwei sein bestes WM-Ergebnis ablieferte und in der Gesamtwertung auf Platz drei kletterte, haderte Suzuki-Pilot Florian Niegel mit den Rallye-Göttern. Technische Probleme und ein Ausritt in die pfälzische Botanik, der einige Schäden an seinem Swift zur Folge hatte, warfen ihn auf Platz zwölf zurück. Mit einer couragierten Leistung auf den letzten Wertungsprüfungen kämpfte sich der Franke zumindest auf Platz acht zurück und wurde mit einem Punkt belohnt. Dies reicht für Niegel vorerst aber nur zum zwölften Platz in der Gesamtwertung. Der nächste Lauf der WM findet vom 29. bis 31. August 2008 in Neuseeland statt. Die Junioren sind erst im Oktober in Spanien wieder an der Reihe.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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