Rallye dos Sertões, Tag 10

Rallye dos Sertões, Tag 10

— 05.07.2009

Doppelsieg für VW

Carlos Sainz und Lucas Cruz Senra holen Gesamtsieg in Brasilien. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk gewinnen die finale Etappe und machen den Doppelerfolg der VW Race Touareg perfekt.

Zehn von zehn möglichen Etappensiegen, vier Führungswechsel und ein packendes Duell um die Spitzenposition: Volkswagen hat die Rallye dos Sertões in Brasilien mit einem Doppelsieg für sich entschieden und damit den ersten Schritt zur angestrebten Titelverteidigung bei der Rallye Dakar 2010 gemacht. Das rein spanische Werksduo Carlos Sainz/Lucas Cruz Senra, sicherte sich auf der letzten Etappe Tagesrang drei und damit den Gesamtsieg. Auf der finalen Wertungsprüfung zwischen Caicó und Natal, die über 85 Kilometer mit schmalen Schotterpisten und sandigen Passagen führte, fuhren Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) mit dem Etappensieg zu Gesamtrang zwei, nur 1.09 Minuten hinter Sainz/Cruz Senra. Das teaminterne Duell um die Etappensiege endete 6:4 für das neu formierte Duo Al-Attiyah/Gottschalk. Ihr Zweikampf mit Carlos Sainz/Lucas Cruz Senra drückte der Marathon-Rallye ihren Stempel auf. Beide Teams rangen zehn Tage lang erbittert um die Gesamtführung. Im ausgeglichenen Duell der beiden neu für die kommende Rallye Dakar zusammengestellten Paarungen betrug der größte Abstand gerade einmal etwas mehr als zehn Minuten, am achten Rallyetag sogar lediglich drei Sekunden.

Die "Blauen Frösche" begeisterten die Zuschauer

Dynamische Duos: Die erfolgreichen VW-Paarungen der Rallye dos Sertoes 2009.

Insgesamt wechselte zwischen den Volkswagen Paarungen vier Mal die Führung. Das begeisterte auch die unzähligen Zuschauer. In den Zielstädten bereiteten sie den "Blauen Fröschen" – so werden die "Dakar"-Siegerautos von den brasilianischen Fans liebevoll genannt – täglich einen begeisterten Empfang. Auch das dritte Volkswagen-Team konnte überzeugen. Maurício Neves und Eduardo Bampi erreichten trotz kleinerer Rückschläge als Sechste das Ziel. Bereits der zweite Tag der "Sertões" verlief für die Lokalmatadoren unglücklich: Ein Motorradfahrer versperrte auf einer der zahlreichen schmalen Holzbrücken den Weg – bei der Vorbeifahrt beschädigten sich Neves/Bampi die Hinterradaufhängung. Trotz eines Rückstands von mehreren Stunden arbeiten sie sich mit insgesamt sieben Top-3-Tagesergebnissen, davon drei zweite und vier dritte Plätze im Gesamtklassement anschließend nach vorn.

Rallye dos Sertões als ideale Dakar-Vorbereitung

Das Streckenprofil der Rallye dos Sertões verlangte in ihrer 17. Ausgabe auf der Fahrt vom Startort Goiânia zum Ziel in Natal auf 5.036 Kilometern Mensch und Maschine alles ab: Extrem schmale Schotterpfade entlang Wirtschaftswegen wechselten sich mit ausgewaschenen steinigen Passagen und Abschnitten mit tiefem, weichen Sand ab. Neben sehr schnellen, standen auch langsame Prüfungen auf der Agenda. Für Volkswagen ein idealer Test für die Rallye Dakar im Januar 2010, die erneut in Argentinien und Chile ausgetragen wird: An zehn Rallyetagen stand – anders als bei der "Dakar" – kein Ruhetag auf dem Programm. Logistisch und konditionell stellte damit die "Sertões" eine echte Belastungsprobe für das gesamte Team dar. Doch auch technisch war die Rallye dos Sertões für Volkswagen eine echte Vorbereitung auf die "Dakar". Die Teilnehmer mussten zweimal die Anden überqueren und wurden mit extremen Höhen konfrontiert. Am fünften Rallye-Tag zeichneten die Sensoren zur Steuerung der Motorelektronik im Race Touareg einen Umgebungsdruck von 872 Millibar auf – etwa 1.400 Höhenmetern entspricht. Vom 5. bis 13. September wird weiter getestet. Dann steht die Silk-Way-Rallye durch Tatarstan, Kasachstan und Turkmenistan auf dem Programm.

Endstand der Rallye dos Sertões 2009 nach zehn Etappen
Position Team Fahrzeug Etappe 10 Gesamtzeit
1 Carlos Sainz / Lucas Cruz Senra (E/E) Volkswagen Race Touareg 2 1:06.38,7 Std. (3.) 29:16.40,1 Std.
2 Nasser Al-Attiyah / Timo Gottschalk (Q/D) Volkswagen Race Touareg 2 1:03.55,1 Std. (1.) + 1.09,4 Min.
3 Jean Azevedo / Youssef Haddad (BR/BR) Mitsubishi L200 1:19.37,0 Std. (14.) + 3:53.02,7 Std.
4 Roberto Reijers / Marcos Almeida (BR/BR) Ford Ranger 1:22.11,2 Std. (12.) + 5:35.21,6 Std.
5 Felipe Bibas / Emerson Cavassi (BR/BR) Mitsubishi L200 1:16.38,3 Std. (9.) + 5:51.53,2 Std.
6 Mauricio Neves / Eduardo Bampi (BR/BR) Volkswagen Race Touareg 2 1:04.24,6 Std. (2.) + 6:00.00,2 Std.

Autor: Sascha Höpfner

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