WRC, Rallye Weltmeisterschaft 2008, Subaru Impreza WRC

Rallye-Weltmeisterschaft 2009

— 16.12.2008

Auch Subaru will nicht mehr

Nur einen Tag nach dem Suzuki-Ausstieg aus der Rallye-WM, ist auch das Ende von Subaru in der WRC offiziell. Damit wird die Quertreiber-WM zum Duell von Citroën und Ford.

Nach der zweiten Notbremsung eines japanischen Teams innerhalb von 24 Stunden steht die Rallye-Weltmeisterschaft vor einer ungewissen Zukunft. Einen Tag nach Suzuki ist nun auch Ex-Weltmeister Subaru aus dem WM-Tross ausgeschert und hat damit Konsequenzen aus der Automobilkrise gezogen. "Unser Geschäftsumfeld hat sich dramatisch verändert wegen des schnellen Abschwungs der weltweiten Wirtschaft", teilte das Unternehmen mit. Das Team von Subaru war seit 19 Jahren auf Straßen und Schotterpisten dabei; in dieser Zeit holten die Autos mit den sechs Sternen im Logo drei Marken- und drei Fahrertitel. Die Nachricht kam für die Branche wie ein Schock. Wenn das Rallye-Jahr Ende Februar 2009 in Irland beginnt, steht zumindest die Marken-WM auf der Kippe. Nach dem Ausstieg von Suzuki und Subaru sind nur noch Citroën und Ford werksseitig vertreten. Für ein WM-Prädikat setzt der Internationale Automobilverband (FIA) aber die Teilnahme von drei Herstellern voraus.

Bereits am Montag, 15.12.2008, hat das Suzuki-Team seinen Rückzug aus der WRC bekannt gegeben.

Der Rückzug sei "natürlich ein großer Verlust, zumal Subaru jahrelang eine der tragenden Säulen in diesem Sport war", sagte Teamchef David Richards. Sabaru habe Weltmeister wie Colin McRae und Richard Burns hervorgebracht. Dennoch, versicherte Richards, "richten sich unsere Augen auf die Zukunft". Subaru, Marken-Weltmeister von 1995 bis 1997, erreichte in diesem Jahr mit 67 Punkten hinter Weltmeister Citroën und Ford den dritten Rang in der Markenwertung. 47 Siege fuhr Subaru in der Rallye-WM ein. Der Automobilbauer wolle sich aber weiter um die Kunden-Teams kümmern, sagte Richards, der sich zu einem WM-Comeback – nach dem neuen Reglement ab 2010 – nicht äußern wollte. Möglich ist jedoch, dass die beiden privaten Ford-Teams von Stobart (Großbritannien) und Munchi's (Argentinien), die schon in diesem Jahr mit einem eingeschränkten Programm zur Marken-WM antraten, auch 2009 als Herstellerteams gewertet werden. Damit wäre die Voraussetzung für ein WM-Prädikat erfüllt.

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