Rallye-Weltmeisterschaft 2009

Rallye Weltmeisterschaft 2009, Daniel Sordo, Citroen C4 WRC Rallye Weltmeisterschaft 2009, Mikko Hirvonen, Ford Focus WRC

Rallye-Weltmeisterschaft 2009

— 29.01.2009

Rallye-WM auf Sparflamme

Die FIA hat die Rallye Weltmeisterschaft auf Diät gesetzt, aber trotz des heftigen Tritts auf die Kostenbremse ist die WM-Saison 2009 nur eine Rallye-Spar-Version. Nur zwei Teams wollen den Hersteller-Titel.

Nur noch zwölf statt fünzehn WM-Läufe, nur noch zwei Bewerber um den Marken-Titel und nur neun (J-WRC) beziehungsweise 19 (P-WRC) Fahrer in den weiteren Klassen der Rallye-Weltmeisterschaft. Die Saison 2009 ist in jeder Hinsicht eine Kurzfassung. Der klassische Saison-Auftakt, die Rallye Monte Carlo, ist im Rennkalender 2009 ebenso auf der Verlustliste wie die Rallye Deutschland. Das Rotationsprinzip der FIA hat Opfer gefordert. Und in dem 90-seitigen Regelwerk für die Saison 2009 finden sich weitere erhebliche Zwangseinsparungen. Motoren, Chassis, Getriebe und wesentliche Ersatzteile müssen häufiger eingesetzt werden. Die Service-Teams dürfen nur noch aus vier, bisher sechs, Mann bestehen. Und sogar bei den Sicherheits-Teams, die die Strecken vor jeder Prüfung abfahren dürfen um eventuelle Gefahren an die Fahrer zu melden, wird gespart: jede Mannschaft darf nur noch ein ein Fahrzeug statt der bisher üblichen zwei vorab über die Piste schicken. Trotz aller Sparmaßnahmen haben sich mit Subaru und Suzuki zwei Hersteller aus der Rallye-WM verabschiedet.

Alle gegen Loeb

Auch die Rallye-WM 2009 wird ein Zweikampf. Loebs schärfste Widersacher, Hirvonen und Latvala fahren Ford Focus WRC.

Wenn am 30. Januar 2009 die Rallye Irland die Saison der Quertreiber eröffnet, bezieht die Weltmeisterschaft ihre Spannung aus der Frage: wer kann "Super Seb" Loeb schlagen. Von den bisher gemeldeten sieben Konkurrenten dürften dafür lediglich drei in Frage kommen: Daniel Sordo, Loebs Markenkollege, und die Ford Focus-Piloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala. Der nicht für die Fahrer-WM gemeldete Sébastien Ogier, der gerade die im Rahmen der Inrercontinantal Rallye Challenge ausgetragenen Rallye Monte Carlo gewonnen hat, könnte in den von ihm gefahrenen Läufen sicherlich für die ein oder andere Überraschung sorgen. Noch weniger Anwärter gibt es im Kampf um den Marken-Titel. Nur Citroën und Ford erheben nach dem Ausstieg der Japaner Anspruch auf die Hersteller-Krone.

An WM-Titeln wird nicht gespart

Auch für den neu geschaffenen Titel eines Hersteller-Team-Meisters – wird in nur acht Saison-Läufen ausgetragen und unter den M2-Mannschaften ermittelt – sind bisher nur zwei Rivalen auf den Plan getreten. Hier treten ebenfalls Citroën, mit dem Citroën-Junior-Team, und Ford mit dem Team Stobbart in den Ring. Da die Meldefrist noch bis zum 1. März läuft, könnte sich  in diesem Wettbewerb die Teilnehmerzahl noch "verdoppeln". Sowohl Munchi's Ford World Rally Team als auch das norwegische Adapta-Subaru-Team haben einen Einstieg in diese Wertung als Option in der Jahresplanung.
Rennkalender der Rallye-Weltmeisterschaft 2009
Datum WRC-Lauf P-WRC * J-WRC **
28.01 bis 01.02.2009 Rally Ireland x
11.02. bis 15.02.2009 Rally Norway x
11.03. bis 15.03.2009 The Cyprus Rally x x
01.05. bis 05.04.2009 Rally de Portugal x x
22.04. bis 26.04.2009 Rally Argentina x x
20.05. bis 24.05.2009 Rallye d'Italia-Sardegna x x
10.06. bis 14.06.2009 Acropolis Rally x
24.06. bis 28.06.2009 Rally Poland x
29.07. bis 02.08.2009 Rally Finland x
02.09. bis 06.09.2009 Rally Australia x
30.09. bis 04.10.2009 Rallye de España
21.10. bis 25.10.2009 Wales Rally GB x x
* WM-Läufe der Junior-World Rallye Championship
** WM-Läufe der Production World Rallye Championship

Autor: Sven-Jörg Buslau

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