Rallye-WM 2005 in Australien

Australien-Rallye 2005

Rallye-WM 2005 in Australien

— 14.11.2005

Favoriten machen den Weg frei

Loeb, Grönholm, Solberg, Gardemeister raus, da schlug die Stunde der Hinterbänkler. Duval siegte in Down under, Schwarz punktete zum Abschied.

Im letzten Rennen gab es für ihn doch noch den angestrebten WM-Punkt. Mit einem achtbaren achten Platz bei der Rallye Australien hat sich Ex-Europameister Armin Schwarz aus dem Renngeschehen in den steuerlichen Ruhestand verabschiedet. Der 42jährige verbuchte beim 16. und letzten WM-Lauf in seinem Skoda Fabia seinen einzigen Zähler in dieser Saison. Nach 17 Jahren und 119 WM-Starts will sich der Wahl-Österreicher künftig seiner Familie und anderen beruflichen Herausforderungen widmen.

"Es war ein hartes Jahr und ich muß zugeben, daß meine Motivation nicht so hoch war, wie sie hätte sein müssen", meinte Schwarz, der seinen einzigen WM-Sieg als Toyota-Fahrer 1991 in Spanien feierte. Wie der zweimalige deutsche Meister und zweifache Familienvater profitierte auch Citroën-Pilot Francois Duval vom Favoritensterben in Down under. Der Belgier siegte in seinem Xsara WRC nach drei Etappen und 26 Wertungsprüfungen vor dem Finnen Harri Rovanperä (Mitsubishi) und dem Österreicher Manfred Stohl (Citroën).

Schon am ersten Tag erwischte es Ex-Weltmeister Marcus Grönholm (Finnland; Peugeot) und Rallye-Dominator Sébastien Loeb (Citroën). Der Elsässer klebte in Führung liegend nach einem Fahrfehler plötzlich am Baum, blieb aber wie Beifahrer Daniel Elena unverletzt. Am Samstag dann stoppte ein Känguru den Norweger Petter Solberg, dessen Subaru Impreza irreparabel am Kühler beschädigt wurde. Am Sonntag fiel auch noch der auf Rang fünf liegende WM-Vierte Toni Gardemeister (Finnland) wegen eines gerissenen Keilriemens am neuen Ford Focus aus. Der schottische Skoda-Gastfahrer Colin McRae machte zwar mit einer Glanzvorstellung seinem Arbeitgeber neuen Mut für die Zukunft, schied aber ebenfalls aus. Auf der drittletzten Prüfung mußte er auf Rang zwei liegend mit einem Kupplungsschaden an seinem Fabia aufgeben.

Nicht nur Armin Schwarz wird 2006 nicht mehr bei der Rallye-WM am Start sein. Auch Peugeot trat in Australien das letzte Mal auf. Der französische Automobil-Hersteller zieht sich nach sechs Jahren aus der WM zurück. Konzernschwester und Markenweltmeister Citroën macht hingegen nur ein Jahr Pause. Weltmeister Loeb wird 2006 mit einem Xsara für das belgische Privatteam Kronos seinen Titel verteidigen.

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