Rallye-WM entschieden

Rallye-WM entschieden

— 04.10.2005

Loeb macht's wie Alonso

Nach der Formel 1 hat auch die Rallye-WM einen Champion 2005. Sébastien Loeb fuhr in Japan im Stil von Fernando Alonso ins Ziel.

Platz drei reicht zum Titel, sagte sich Fernando Alonso vor einer Woche vor dem Formel-1-GP in Brasilien und wurde mit vorbildlichem Verhalten in Sachen Fahrsicherheit Weltmeister. In ähnlicher Manier hat nun in Japan Sébastien Loeb im Citroën Xsara WRC seinen Titel als Rallye-Champion verteidigt. Auch der 31jährige mied auf den 26 Wertungsprüfungen rund um Obihiro jedes Risiko. Platz zwei hinter dem Finnen Marcus Grönholm im Peugeot 307 machten drei WM-Läufe vor Saisonende den zweiten Triumph in Folge perfekt.

"Wir haben hier nicht um den Sieg gekämpft, sondern um die Weltmeisterschaft. Auf dieses Ziel war unsere Taktik ausgelegt", erklärte Loeb bei der Zielankunft in Kita Aikoku. Der viermalige Deutschland-Sieger hatte schon bei der Rallye Wales vor zwei Wochen die Gelegenheit, sich erneut zum Weltmeister küren zu lassen. Doch wegen des tödlichen Unfalls des Briten Michael Park kassierte der Elsäßer bewußt zwei Strafminuten, verzichtete auf den Sieg und damit den vorzeitigen Gesamterfolg.

Jetzt holte der ehemalige Kunstturner mit seinem monegassischen Beifahrer Daniel Elena die Jubelarien nach. Eine verdiente Freude: Acht Siege, davon sechs in Folge, sowie elf Podestplätze – derlei Saisonstatistiken hatte bis vor kurzem nur Michael Schumacher aufzuweisen. Loebs Zukunft ist nach dem angekündigten WM-Ausstieg von Citroën jedoch ungewiß. Nach der Absage bei Ford ist jetzt sein Start 2006 in einem privaten Xsara WRC im Gespräch.

In Japan überließ Rekordjäger Loeb seinem Konkurrenten Grönholm gerne den Sieg. Der Finne rückte durch seinen zweiten Saisonerfolg in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz vor. Allerdings profitierte der Weltmeister von 2000 und 2002 vom Riesenpech des Norwegers Petter Solberg. Der lag auf der 25. von 26 Prüfungen weit in Führung, als ein herumliegender Felsbrocken die Lenkung seines Subaru Impreza beschädigte und ihn zur Aufgabe zwang. Der in Monaco lebende Deutsche Antony Warmbold war im Ford Focus als Neunter bester Privatfahrer, einen Rang vor Armin Schwarz (Oberreichenbach), der im Skoda Fabia seine Abschiedstour bestreitet.

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