Rallye-WM und Le Mans

Rallye-WM und Le Mans

— 07.06.2005

Sebs segensreicher Sonntag

Mehr geht nicht: Erst siegt Sebastien Loeb bei der Rallye Türkei, dann qualifiziert er sich am gleichen Tag für die 24 Stunden von Le Mans.

Nun ist der Weltmeister auch Weltrekordhalter. Frankreichs Rallye-Star Sebastien Loeb hat mit seinem vierten Sieg in Folge eine 20 Jahre alte Bestmarke eingestellt. Der Citroën-Fahrer gewann nach den WM-Läufen in Neuseeland, auf Sardinien und auf Zypern auch die Türkei-Rallye. Ein ähnliches Kunststück hatte zuletzt vor 20 Jahren Timo Salonen vollbracht. Der Finne war damals auf dem Weg zum WM-Titel nacheinander bei der Akropolis-Rallye, in Neuseeland, in Argentinien und in seiner Heimat erfolgreich.

Loeb hatte mit seinem Xsara WRC nach 1228 Kilometern bei der Zielankunft im Badeort Kemer klar die Stoßstange vorn. Der ehemalige Asphalt-Spezialist gewann zehn von 17 Wertungsprüfungen auf Schotter und siegte mit 59,6 Sekunden Vorsprung vor seinem schärfsten WM-Rivalen Petter Solberg (Norwegen) im Subaru Impreza WRC und Ex-Weltmeister Marcus Grönholm (Finnland) im Peugeot 307 WRC (+ 1:15,3 Min.). Ex-Europameister Armin Schwarz (Oberreichenbach) blieb mit einem Aufhängungsbruch an seinem Skoda Fabia schon am ersten Tag liegen.

Insgesamt war es für "Super-Seb" beim siebten von 16 WM-Läufen bereits der fünfte Triumph. Damit ist der nächste Rekord in Sichtweite: Schon im vorigen Jahr hatte der 31jährige mit sechs Saisonsiegen mit Landsmann Didier Auriol (1992) gleichgezogen. Mit 55 Punkten hat Loeb in der WM-Wertung jetzt 13 Zähler Vorsprung vor Solberg (42). Grönholm (32) belegt Position vier hinter seinem Teamkollegen Markko Märtin (Estland), der in der Türkei Fünfter wurde.

Doch damit nicht genug: Unmittelbar nach der Siegerehrung reiste Loeb im gecharterten Privatflieger nach Le Mans, wo er sich wenige Stunden später in einem Zeittraining auch für den dortigen Langstreckenklassiker qualifizierte. Loeb wird am 18./19. Juni mit seinen Landsleuten Eric Helary und Soheil Ayari in einem Pescarolo-Judd-Prototyp an den Start gehen. 2002 hatte er bereits die 24 Stunden auf dem Nürburgring bestritten.

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