WRC

Rallye-WM: Vorschau Rallye Portugal

— 19.05.2016

Reifenpoker und Monstersprung

Am Wochenende macht Hayden Paddon (Hyundai) wieder Jagd auf Sébastien Ogier (VW). Wetter und Reifen mit entscheidender Rolle beim 5. WM-Lauf.

Bei der Rallye Argentinien Mitte April gerieten sie auf und neben den Wertungsprüfungen aneinander. Am kommenden Wochenende geht das brisante Duell zwischen Weltmeister Sébastien Ogier (32, Volkswagen) und dem frechen Herausforderer Hayden Paddon (29, Hyundai) in die nächste Runde. Ein Zweikampf, der dieses Mal allerdings mit gleichen Mitteln geführt wird.

Denn anders als zuletzt in Südamerika, kann Paddon in Portugal kaum von einer besseren Startposition profitieren. Seit seinem ersten WM-Sieg ist der Neuseeländer Tabellenzweiter und geht direkt hinter Spitzenreiter Ogier ins Rennen – bei gleichen Streckenbedingungen.
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„Die Reifenwahl wird eine entscheidende Rolle spielen“, blickt der Franzose voraus. Die Schotterpisten im Norden von Portugal weisen einen ganz speziellen Belag auf. „Die oberste Schicht ist feiner Staub, also wären weiche Reifen perfekt“, beschreibt Ogier die Taktik der Vorderen in der Startreihenfolge.

Weltmeister Ogier ist erneut der Gejagte

Allerdings sind die Wertungsprüfungen bis zu 38 Kilometer lang. Außerdem lauern unter dem Staub fest komprimierte Erde und Steine. Beides ist Gift für die weichere von zwei zur Wahl stehenden Gummimischungen. Ein Vorteil dagegen für die weiter hinten Startenden, die ohnehin eher auf die harten Reifen setzen müssen. Ogier und Paddon, immer noch durch 39 WM-Punkte voneinander getrennt, hoffen deshalb auf Regen. Dann haben sie an der Spitze des Feldes sogar Vorteile, weil die aufgeweichte Piste mit jedem Auto stärker aufreißt. Dann könnte Ogier den Rekord von Rallye-Legende Markku Alén (65) einstellen. Der Finne ließ sich nach fünf Siegen gerne als inoffizieller König von Portugal feiern. Ogier hat einen weniger auf dem Konto.

Bleibt es trocken, liegt die Favoritenrolle bei Vorjahressieger Jari-Matti Latvala (31). Der Volkswagen-Pilot ist nach drei Unfällen der Verlierer der bisherigen Saison und startet als Tabellensechster relativ weit hinten. Er könnte also – ähnlich wie Paddon bei seinem Sieg in Argentinien – von einer sauber gefahrenen Ideallinie profitieren.

Nur Kris Meeke (36) ist noch besser dran. Sein Team Citroën bestreitet nicht die komplette Saison, testet stattdessen ausgiebig das neue Auto für 2017. Der Nordire hat zwei WM-Läufe ausgesetzt und rollt in Portugal als letzter der Topfahrer über die Startrampe.

Latvala kam zuletzt nicht immer ins Ziel

19 Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von 368 Kilometer stehen auf dem Programm. Darunter ist auch eine neue WP mitten durch die Altstadt von Porto, dem Start- und Zielort. Sie macht in Sachen Zuschauerzahl der legendären Prüfung „Fafe“ Konkurrenz, die alleine von rund 80.000 Fans besucht wird. Viele davon campieren schon in der Nacht vor dem Start auf den Wiesen kurz vor dem Ziel. Nur so haben sie Chance auf einen guten Platz an einer der spektakulärsten Sprungkuppen der gesamten Weltmeisterschaft. Ogier, Paddon und Kollegen fliegen hier über 50 Meter weit.

Die Rallye Portugal im Fernsehen

Freitag, 20. Mai 2016
19:30 Uhr       Sport1           Rallye-WM, Portugal 2016, Highlights 1. Tag
23:20 Uhr       Sport1+         Rallye-WM, Portugal 2016, Highlights 1. Tag

Samstag, 21. Mai 2016
23:30 Uhr       Sport1           Rallye-WM, Portugal 2016, Highlights 2. Tag

Sonntag, 22. Mai 2016
09:30 Uhr       Sport1+         Rallye-WM, Portugal 2016, Highlights 2. Tag
10:00 Uhr       Sport1+         Rallye-WM, Portugal 2016, Wertungsprüfung 17 live
13:00 Uhr       Sport1+         Rallye-WM, Portugal 2016, Powerstage live

Montag, 23. Mai 2016
00:00 Uhr       Sport1           Rallye-WM, Portugal 2016, Highlights 3. Tag
05:00 Uhr       Sport1+         Rallye-WM, Portugal 2016, Highlights 3. Tag

Autor: Christian Schön

Fotos: Picture-Alliance

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