Ramsauer kritisiert Spritpreise

Ramsauer kritisiert Spritpreise

— 29.03.2010

"Benzin-Wut" gerechtfertigt

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kann die Wut der deutschen Autofahrer über die hohen Spritpreise gut verstehen. Er fordert: "Die Benzinpreise dürfen sich nicht nach den Ferien richten."

Pünktlich zur Oster-Reisewelle erhöhen die Ölkonzerne wieder die Benzinpreise – obwohl die Ölpreise sogar leicht gefallen sind. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Preispolitik der Mineralölkonzerne scharf kritisiert. Der BILD-Zeitung sagte Ramsauer am 29. März 2010: "Die Benzinpreise in Deutschland dürfen sich nicht nach den Ferienzeiten richten. Es ist unerträglich, dass die Ölkonzerne pünktlich zum Hauptreiseverkehr regelmäßig an der Preisschraube drehen." Er könne die Wut der Autofahrer gut verstehen, so der CSU-Politiker weiter.

Wirschaftsminister Brüderle: "Den Öl-Konzernen auf die Finger gucken"

Bundeswirtschaftsminster Rainer Brüderle (FDP) ist genervt von den hohen Spritpreisen: "1,44 pro Liter Super - das ist schon happig."

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die Ölkonzerne davor gewarnt, bei den Benzinpreisen gerade vor den Feiertagen den Bogen zu überspannen. Der FDP-Politiker sagte der BILD, dass vor Feiertagen wie Ostern zu beobachten sei, wie die Preise an den Zapfsäulen auf breiter Front nach oben gingen. "Ob das mit rechten Dingen zugeht, untersucht ja gerade das Kartellamt. Es ist sicher richtig und notwendig, dass den Konzernen da noch genauer auf die Finger geguckt wird." Schon jetzt ärgere er sich mächtig über die Preise, sagte Brüderle. "1,44 pro Liter Super – das ist schon happig."

Benzinpreise aktuell: Das kostet eine Tankfüllung!

Spritpreise auf hohem Niveau: Die Werte vom 23. März 2010 werden Ostern locker getoppt. Quelle: ADAC

Nach Angaben des ADAC müssen sich die Autofahrer zu Ostern auf steigende Spritpreise einstellen. "Sie müssen damit rechnen, dass die Preise noch mal raufgehen könnten", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel der Deutschen Presse-Agentur dpa in München. Er befürchte, dass der Preis für den Liter Benzin nach einem Anstieg an diesem Wochenende zwar bis Ostern auf diesem Niveau bleibe, dann aber weiter steige. Ob die Preise während der Osterferien weiter klettern, könne der ADAC noch nicht vorhersagen. Momentan liege der Benzinpreis im Schnitt bei 1,43 und der Preis für Diesel bei 1,21 Euro je Liter, sagte Hölzel.

Das kostet eine Tankfüllung

Noch in der vergangenen Woche hatte Bundespräsident Horst Köhler eine generelle Erhöhung der Spritpreise gefordert – um das Umweltbewusstsein der Deutschen zu schärfen. "Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte", sagte Köhler gegenüber dem Magazin "Focus".  Der Preis sei immer noch das stärkste Signal, damit Menschen ihr Verhalten ändern, betonte der Bundespräsident. Der ADAC warf Köhler daraufhin eine "ideologische Verteufelung der individuellen Mobilität" vor.

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