Range Rover Evoque Cabrio (2016): Fahrbericht

Range Rover Evoque Cabrio (2016): Fahrbericht

— 17.03.2016

Unterwegs im Range-SUV-Cabrio

Luxuriös, teuer, offen – das Range Rover Evoque Cabrio ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Auto. AUTO BILD ist ihn erstmals Probe gefahren!

In Phoenix Orange metallic steht das Range Rover Evoque Cabrio vor uns, schwarzes Stoffverdeck, schwarze 20-Zöller, die Seitenscheiben schmal wie Schießscharten. Drinnen schwarze Ledersitze, Windschott. Wir fühlen und riechen den Luxus und drücken den Verdeckknopf. Nach 18 Sekunden steht das Dach offen, doch der Himmel spielt nicht mit: graues Wetter über Lyon. Schlechte Aussichten für eine offene Testfahrt des SUV-Cabrios.
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Video: Range Rover Evoque Cabrio (2016)

Das ist ein SUV-Cabrio

Fotograf Thomas ist schon vor der Abfahrt angefressen. Der Kofferraum ist eine Art Backofen. 251 Liter, also gehen zwei Bordtrolleys rein, die Fototasche muss auf die Rückbank. Wäre jetzt doof, wenn wir zu viert wären. Denn entweder passen vier Erwachsene, die wirklich kommod reisen, oder das Gepäck. Dieser Brite spielt auf der Straße den Charmeur, bügelt auch die übelste Querfuge weg, was man bei 245er-Reifen mit sportlichem 45er-Querschnitt nicht für möglich hält. Knarzen, klappern? Nix da, das Cabrio ist verwindungssteif. Und sicher: Beim Überschlag sollen zwei Alustreben im Heck blitzschnell ausfahren.

Evoque Cabrio (LA 2015): Mitfahrt

Im Hafen von Monaco: Der Evoque glänzt mit vornehmer Zurückhaltung – die Yachten eher nicht.

Mit dem Zweiliter-Diesel und 180 PS ist der Evoque ausreichend motorisiert. Es gibt noch einen 150-PS-Diesel und einen 240-PS-Benziner, der allerdings zweistellig schlucken dürfte. Alle drei Vierzylinder haben eine Neunstufenautomatik, deren Wählhebel aus der Mittelkonsole ausfährt und aussieht wie der iDrive-Controller bei BMW. Keine neue Erkenntnis. Wir empfehlen den 180-PS-Diesel, der braucht im Schnitt um die sieben Liter. Mit 430 Nm Drehmoment und der exakt schaltenden Automatik kommt sogar so etwas wie Fahrspaß auf. Aber auch das ist ja nicht neu.

Geschlossen geht auch: Mit geschlossenem Stoffdach hat der Evoque eine fließende Form.

Was ganz Neues kommt jetzt: der Oooh-Faktor! Dass sich die Köpfe derart oft verdreht haben, das gab es zuletzt 2007 beim Fiat 500. Aber der Preis dafür ist hoch: 51.200 Euro kostet der Einstieg mit 150-PS-Diesel. Allrad, Leder, Parkpiepser vorn und hinten, Klima und 380-Watt-Soundsystem sind dann drin. Wir fahren die noble HSE-Variante mit Rückfahrkamera, Xenon, Oxford-Leder und beleuchteten Einstiegsleisten. Preis für den 180-PS-Diesel: 60.300 Euro. Black-Design-Paket mit dunkel getönten Scheinwerfern und Heckleuchten sowie 20-Zöllern für 3500 Euro, Technik-Paket mit LEDs für 2300 Euro, Luxus-Paket mit Massagesitzen für 5300 Euro – schwuppdiwupp sind wir bei mehr als 70.000 Euro.

Range Rover SVAutobiography

Range Rover SVAutobiography Range Rover SVAutobiography Range Rover SVAutobiography
Und die Fototasche parkt immer noch auf dem Rücksitz. Die Sonne scheint, und wir müssen konstatieren, dass wir jetzt gerade auf dem Bildschirm des neuen Festplatten-Navis nichts, aber auch gar nichts erkennen können. Gut, dass unser Auto das Head-up-Display für 1300 Euro hat. Geld spielt beim Evoque nicht so die Rolle. Um die 5500 Autos verkauft Land Rover davon in Deutschland, zehn Prozent davon sollen künftig Cabrios sein.

Neue SUVs: 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021

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Andreas May

Andreas May

Fazit

Range Rover hat mit dem offenen Evoque eine neue Auto-Gattung erfunden, die sicher sehr schnell Nachwuchs bekommen wird.

Stichworte:

Cabrio SUV

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