Range Rover Facelift (2017): Vorstellung

Range Rover Facelift (2017): Vorstellung

— 10.10.2017

Range Rovers Elektro-Offensive

Facelift für den Range Rover: Das Luxus-SUV bekommt neben optischen Veränderungen auch eine Plug-in-Hybridversion spendiert. Alle Infos!

Vorstellung: Detailarbeit und Plug-in-Hybrid
Interieur:
Mehr Beinfreiheit und Infotainment "Touch Pro Duo"
Ausstattung:
Vier verschiedene LED-Leuchten erhältlich
Connectivity:
17 Steckdosen erlauben das Arbeiten während der Fahrt
Motoren:
404 PS Systemleistung für den Plug-In-Hybrid
Technische Daten und Preise: Vier Benziner, zwei Diesel, ein Plug-in

Vorstellung: Detailarbeit und Plug-in-Hybrid

Die Heckleuchten werden etwas aufgehübscht, der Auspuff bekommt ein neues Design.

Jaguar Land Rover macht mit seiner Ankündigung Ernst, ab 2020 jedes Modell auch elektrifiziert anzubieten. Nach dem Range Rover Sport wird es nun auch das Facelift des großen Range Rover mit Plug-in-Hybridantrieb geben. Das Modell P400e setzt auf denselben Antriebsstrang wie sein kleiner Bruder und erreicht eine Systemleistung von 404 PS. Auch die Reichweite im vollelektrischen Fahrmodus bleibt bei 51 Kilometern. Zum Facelift ersetzt Land Rover den bisherigen Kühlergrill und tauscht ihn gegen eine aufgefrischte Variante – samt glänzender Umrandung. Die vordere Stoßstange wurde komplett neu designt und erhält nun größere Lufteinlässe. Auch die Scheinwerfer modifizierten die Briten: Dünner und schärfer gezeichnet, geben sie dem gelifteten Range Rover einen moderneren Touch. Die neue Grafik des Tagfahrlichts ist eckiger als noch beim Vorgängermodell. Am Heck findet sich ein überarbeiteter Stoßfänger, der die neu gestalteten Auspuffrohre beheimatet. Der Range Rover ist nach dem Facelift zudem mit sechs neuen Felgen erhältlich.

Interieur: Mehr Beinfreiheit und Infotainment "Touch Pro Duo"

Im Innenraum fällt sofort das neue Infotainment auf. Die Knöpfe der Klimaanlage sind verschwunden.

Im Innenraum versprechen die Briten mehr Beinfreiheit und einen leichteren Einstieg. Möglich sollen das neu entwickelte Sitze für die vorderen Passagiere machen. Sie sind asymmetrisch zu den Türen hin vergrößert worden. Daneben soll das Gestühl durch die Verwendung eines neuen Sitzschaums bequemer werden. Die neuen Sitze lassen sich bis zu 24-fach verstellen. Sie sind optional voll klimatisiert und mit einer Massagefunktion ausgestattet. Die Bedienung erfolgt wieder über Knöpfe in der Türverkleidung. Der Innenraum bietet neue Ablagemöglichkeiten, darunter auch einen optionalen Kühlschrank in der Mittelkonsole, der bis zu vier 500-Milliliter-Flaschen aufnehmen kann. Für die Unterhaltung und die Bedienung fahrzeugrelevanter Funktionen sorgt das Infotainmentsystem "Touch Pro Duo". Es besteht aus zwei jeweils zehn Zoll großen Touchscreens, die übereinander angeordnet sind. Der obere zeigt Navigationsdaten oder die Steuerung von Multimediainhalten an, der untere lässt sich variabel konfigurieren und zeigt wahlweise die Steuerung der Klimaanlage oder Fahrzeugeinstellungen. Die beiden verbleibenden Drehknöpfe werden mehrfach belegt und dienen, je nach gewählter Displayfunktion, beispielsweise der Temperatureinstellung oder der Auswahl der verschiedenen Fahrwerkseinstellungen. Lenkrad und Cockpit bleiben im Vergleich zum Vorgängermodell nahezu unangetastet. Auch im Fond wird auf Bequemlichkeit gesetzt. Die hinteren Passagiere haben nämlich die Kontrolle über die Position der vorderen Sitze – vorausgesetzt, es sitzt niemand auf ihnen. Dadurch können sich die hinteren Insassen mehr Beinfreiheit verschaffen. Auch die Kopfstütze lässt sich elektrisch umklappen, was zu einer besseren Sicht nach vorne beiträgt.

Neue Jaguar und Land Rover (bis 2019)

Ausstattung: Vier verschiedene LED-Leuchten erhältlich

Aus vier verschiedenen Scheinwerfer-Varianten kann gewählt werden, allesamt mit LED-Technik.

Zu den angebotenen Aussattungslinien hält sich Land Rover bislang bedeckt, es ist aber davon auszugehen, dass der Range Rover zum Facelift in den bekannten Varianten "HSE", "Vogue", "Autobiography" und "SVAutobiography Dynamik", erscheinen wird. Für das Exterieur sind aber schon jetzt zwei Designpakete bestätigt. Den Anfang macht das "Black Exterior Pack". Mit ihm werden Elemente wie der Range Rover-Schriftzug auf Motorhaube und Heckklappe, der Kühlergrill, die Spiegelkappen oder die Türgriffe in "Narvik Black" ausgeführt. Das "Shadow Exterior Pack" dagegen tauscht dieselben Akzente (ausgenommen die Spiegelkappen) gegen die Farbe "Shadow Atlas". Für das Ausleuchten der Fahrbahn bietet Land Rover vier verschiedene Lichtpakete an. Neben den serienmäßigen "Premium"-Scheinwerfern mit 24 LEDs sind die Frontleuchten auch mit "Matrix-LED", "Pixel-LED" und "Pixel-Laser-LED" im Angebot – letztere leuchten mit 144 LEDs. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Anzahl der verwendeten LEDs, zudem blendet das Fernlicht (ab den "Matrix-LED"-Scheinwerfern) automatisch bei Gegenverkehr ab. Das Klimasystem bietet optional die Möglichkeit, die Luft zu ionisieren, was Bakterien und Keimen in der Fahrgastzelle vorbeugen soll. Ein weiteres Feature im Innenraum stellen die automatischen Sonnenblenden da. Sie lassen sich elektrisch vor- und zurückklappen und reagieren auf Wisch-Gesten. Wird das Fahrzeug abgestellt und die Passagiere sind ausgestiegen, können die Sonnenblenden von selbst herunterklappen, um so das Aufheizen des Innenraums im Sommer zu vermindern. Für eine gemütliche Umgebung sorgt ein in drei Zonen aufgeteiltes Ambiente-Licht. Sicherheit versprechen serienmäßig eine Rückfahrkamera, ein Spurhalteassistent, ein Notfallbremsassistent und die hintere "Park Distance Control". Optional gibt es noch verschiedene Fahrerassistenz-Pakete, die beispielsweise einen abstandskontrollierten Tempomaten, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Hochgeschwindigkeits Notfallbremse und einen Totwinkel-Warner beinhalten.

Neue Luxus-SUVs (bis 2021)

Connectivity: 17 Steckdosen erlauben Arbeiten während der Fahrt

Passagiere im Fond können elektrische Geräte auch per 220-Volt-Steckdose versorgen.

Das Facelift des Range Rover soll das am besten vernetzte Modell der Marke sein. Zur Steuerung des Infotainments besitzt das Lenkrad neue kapazitive Flächen, die je nach Bedarf beleuchtet sind. Um die Sprachsteuerung im gelifteten Range Rover zu verbessern, arbeitet der Hersteller mit dem Sprachverarbeitungsspezialisten "Nuance" zusammen. Nun soll das SUV auch auf einfache Konversationen eingehen können, allerdings funktioniert das aktuell nur auf Englisch. Das Facelift bedient sich auch bei Land Rovers "Intelligent Seat Fold Technology". Mit diesem Feature ist es möglich, die Sitzeinstellung schon vor der Fahrt via Smartphone und der zugehörigen App vorzunehmen. Auch das Umklappen der Sitze, bevor sperrige Gegenstände geladen werden, ist möglich. Dank eines 4G-Hotspots und bis zu 17 Anschlussmöglichkeiten soll der neue Range Rover auch als mobiles Büro dienen. Neben den üblichen USB-Buchsen befindet sich im Fond eine klassische 220V-Steckdose, um Laptops zu laden. Wer auf den hinteren Sitzen lieber entspannen will, der kann nun auf optionale Zehnzoll-Monitore hinter den Kopfstützen des Vordermanns blicken. Serienmäßig sind auch einige Apps zur Unterhaltung auf dem Infotainmentsystem gespeichert. Musikliebhaber haben einen "Deezer"-Zugang, und auch ein Radiosender können dank der "TuneIn"-App gestreamt werden. Wie schon der erst kürzlich aufgefrischte Range Rover Sport erhält auch der große Platzhirsch die Möglichkeit, per "Activity Key" geöffnet und verschlossen zu werden. Das kleine Armband gleicht einem Fitnesstracker und macht das Kramen nach dem Autoschlüssel zur Vergangenheit.

Motoren: 404 PS Systemleistung für den Plug-in-Hybrid

Selbstverständlich bleibt der Range Rover ein Offroader. Die Momentenverteilung des Allradantriebs liegt bei 50:50.

Der geliftete Range Rover ist – nach dem Range Rover Sport – der zweite Ableger der Range Rover-Reihe, den es auch als Plug-in-Hybridvariante gibt. Das elektrifizierte Modell hört auf die Bezeichnung P400e und besitzt eine Systemleistung von 404 PS. Diese setzt sich aus den 300 PS des Zweiliter-Vierzylinders der Igenium-Reihe und dem 116 PS starken Elektromotor zusammen (beide Motoren liefern ihre Spitzenleistung aber nicht gleichzeitig). Insgesamt sollen über den Antriebsstrang 640 Nm Drehmoment auf die Räder gebracht werden. Vollelektrisch lässt sich der Range Rover laut Hersteller bis zu 51 Kilometer bewegen. Dadurch sollen auch Offroad-Trips ohne Einsatz des Verbrennungsmotors möglich sein. Alle Range Rover-Modelle sind mit Allradantrieb und Automatikgetriebe ausgestattet. Neben dem neuen Plug-in-Hybrid stehen zwei Turbodiesel und vier Benziner zur Auswahl. Den Anfang bei den Selbstzündern macht der Dreiliter-TDV6 258 PS und 600 Nm Drehmoment, gefolgt vom 4,4-Liter-SDV8 mit 339 PS und 740 Nm. Bei den Ottomotoren startet der Range Rover mit dem 340 PS starken Dreiliter-V6-Kompressor. Topmotor im Range Rover ist der Fünfliter-V8-Kompressor mit 565 PS.

Range Rover Facelift (2017): Vorstellung

Technische Daten: Vier Benziner, zwei Diesel, ein Plug-in

Diesel:

Range Rover TDV6 • Motor: Sechszylinder-Diesel • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 2993 ccm • Leistung: 190 kW (258 PS) • max. Drehmoment: 600 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,7 s • Verbrauch: 6,9 l/100 km

Range Rover SDV8 • Motor: Achtzylinder-Diesel • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 4367 ccm • Leistung: 249 kW (339 PS) • max. Drehmoment: 740 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 6,9 s • Verbrauch: 8,4 l/100 km

Plug-in-Hybrid:

Range Rover P400e • Motor: Vierzylinder-Benziner + Elektromotor • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 1997 ccm • Systemleistung: 221 kW (404 PS) • max. Drehmoment: 640 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 6,7 s • Verbrauch: 2,8 l/100 km

Benziner:

Range Rover V6 Kompressor • Motor: Sechszylinder-Benziner • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 2995 ccm • Leistung: 250 kW (340 PS) • max. Drehmoment: 450 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,2 s • Verbrauch: 10,5 l/100 km

Range Rover V6 Kompressor • Motor: Sechszylinder-Benziner • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 2995 ccm • Leistung: 280 kW (380 PS) • max. Drehmoment: 450 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,1 s • Verbrauch: 10,5 l/100 km

Range Rover V8 Kompressor • Motor: Achtzylinder-Benziner • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 5000 ccm • Leistung: 386 kW (525 PS) • max. Drehmoment: 625 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 5,3 s • Verbrauch: 12,8 l/100 km

Range Rover Sport V8 Kompressor SVAutobiography DYNAMIC • Motor: Achtzylinder-Benziner • Antriebsart: Allrad • Hubraum: 5000 ccm • Leistung: 423 kW (565 PS) • max. Drehmoment: 700 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 4,5 s • Verbrauch: 12,8 l/100 km

Autor: Andreas Huber

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung