Range Rover: Fahrbericht

— 17.09.2012

Das ist der Gipfel

Die Vorgabe an die Entwickler in Sachen Range Rover war eindeutig: Baut den besten Geländewagen der Welt. Das hat geklappt, wie der erste Fahrbericht zeigt.



Mick Cameron strafft die Schultern, und für einen Moment wirkt es so, als sei der Entwicklungsingenieur um ein paar Zentimeter gewachsen. "Bis auf die Motoren haben wir das Auto von Grund auf neu konstruiert", erzählt Cameron, holt kurz Luft und sagt: "Dabei haben wir uns an Luxuslimousinen orientiert." Wir fahren zusammen im neuen Range Rover 5.0 V8 Supercharged. Mir fällt als Erstes auf: Trotz der vielen Änderungen ist sich der Edel-SUV auch in der vierten Generation treu geblieben. Er federt wie eine Sänfte, und er belästigt seine Passagiere nicht mit Lärm oder Gehoppel über Kanaldeckel und Bodenwellen, wie es manche sportliche Geländewagen machen.

Überblick: Alle News und Tests zum Range Rover

Video: Range Rover (2012)

Der neue Range Rover

Die Fahrleistungen sind gigantisch – mit den 510 PS des Fünfliter-Kompressorbenziners lassen sich sogar Sportwagen ärgern. Wer sparen will, hat Alternativen. Zum Beispiel den 4.4-V8-Diesel mit 339 PS (Normverbrauch 8,7 l/100 km) oder den 3.0-V6-Diesel mit 258 PS (7,5 l/100 km). Innen wirkt der neue Range Rover noch geräumiger als der alte. "Wir wollten das Auto nur innen größer machen, aber nicht außen", bestätigt Cameron, "das haben wir durch die Verlängerung des Radstands erreicht." Der wuchs von 2880 auf 2922 Millimeter. Das kommt vor allem den Rücksitzpassagieren zugute. Diese haben jetzt zwölf Zentimeter mehr Knieraum und reisen mit der Ausstattungsoption "Executive Class" auf klimatisierten Einzelsitzen mit Lordosenstützen, während sie dem Klang der 1700-Watt-Audioanlage mit 29 Lautsprechern lauschen. Das wichtigste Ziel bei der Neukonstruktion lautete: Gewicht runter. Die Karosserie des neuen Range besteht komplett aus Aluminium. "Die Rohkarosse ist leichter als die eines 3er-BMW", betont Cameron.

Überblick: Geländegänger und Allradler bei AUTO BILD ALLRAD

Rekordverdächtig: Die Luftfedrung hebt die Karosserie auf 303 Millimeter Bodenfreiheit, wenn's bucklig wird.

Das Ergebnis überzeugt, mit dem V8-Diesel wiegt der neue Range 350 Kilo weniger als der bisherige. Wir fahren runter von der Straße, biegen ab ins Gelände. Mick Cameron schaltet das Untersetzungsgetriebe ein, programmiert die Luftfederung. Die Karosserie fährt automatisch in die höchste Stufe. Jetzt hat der Range 303 Millimeter Luft unter den Differenzialen, ein Spitzenwert. Neu ist die Automatikfunktion des "Terrain Response Systems", das Einfluss auf das Ansprechverhalten von Gas, Lenkung und Schlupfregelung nimmt. Das Auto erkennt anhand von Schlupfsensoren, in welcher Art von Gelände es fährt, wählt automatisch das richtige Programm. Auf diese Weise klettert der noble Brite lässig über jedes Hindernis – so wie sich das für einen Range Rover auch gehört.

Technische Daten Range Rover 5.0 V8 Supercharged • V8, Kompressor, vorn längs • Hubraum 4999 cm³ • Leistung 375 kW (510 PS) bei 6000/min • maximales Drehmoment 625 Nm bei 2500/min • Allradantrieb • Achtstufenautomatik • Länge/Breite/Höhe 4999/1983/1835 mm • Leergewicht 2330 kg • 0–100 km/h 5,4 s • Vmax 250 km/h • EU-Mix 13,8 l Super/100 km • CO2 332 g/km • Preis ab 113.600 Euro.
Autor:

Bernhard Weinbacher

Fazit

Der beste Geländewagen der Welt? Eindeutig ja. Einen besseren Kompromiss aus Komfort, Platz, Luxus und Offroad-Tauglichkeit bietet kein anderer Geländewagen.

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