Ratgeber Auslaufmodelle

Opel Astra (alt) Opel Astra (alt)

Ratgeber Auslaufmodelle

— 08.01.2007

Mit AUTO BILD auf Schnäppchenjagd

Der Aufschwung ist da und bringt 2007 jede Menge neue Modelle. Bei den Händlern parken aber noch die aktuellen. Die müssen weg – deshalb locken hohe Rabatte.

Es ist immer das gleiche Spiel: Autos, die eben noch im Rampenlicht standen, werden vom Nachfolger zum Auslaufmodell degradiert. Kaum sind die ersten Bilder vom neuen im Umlauf, ist der aktuelle Typ nur noch mit großen Nachlässen loszuschlagen. Zur großen Freude aller Schnäppchenkäufer. Doch auch weniger preissensible Gemüter fahren mit dem Kauf eines Auslaufmodells nicht schlecht. Denn am Ende ihres Produktionszyklusses haben Autos ihren höchsten Reifegrad erreicht. Ein weiterer Vorteil: Das Motorenangebot ist meist größer als jenes des gerade anlaufenden Nachfolgers. Viele Hersteller stützen den Abverkauf zudem mit besonders üppig ausgestatteten Sondermodellen.

Sofern es sich bei den kostenlosen Beigaben um sinnvolle Extras wie Schiebedach, Klimaanlage, Navigationsgerät oder CD-Wechsler handelt, erhalten Käufer tatsächlich einen echten Mehrwert. Außerdem sind lange Lieferzeiten bei Auslaufmodellen eher die Ausnahme. Viele Händler stocken den Lagerbestand rechtzeitig auf. Eine gewisse Flexibilität hinsichtlich Farbe und Ausstattung gehört jedoch dazu, um mit einem Auslaufmodell glücklich zu werden. Auch empfiehlt sich eine längere Haltedauer, da der Wertverlust – analog zum reduzierten Preis – höher ausfällt. Schließlich gilt es noch abzuwägen, ob der günstigere Preis, die umfangreichere Serienausstattung oder die ausgereifte Technik beim Alten die besseren Kaufargumente sind.

Oder wiegen Verbesserungen wie passive Sicherheit oder Abgasverhalten – etwa ein serienmäßiger Partikelfilter bei Dieselmodellen – nicht doch schwerer? Je nach Autotyp kann das Pendel auch zugunsten des Nachfolgers ausschlagen. In der Bildergalerie präsentieren wir die Auslaufmodelle und Neuheiten der nächsten sechs Monate. Und sagen, ob sich der Kauf des alten Modells oder das Warten auf den Nachfolger lohnt. Damit es beim Spiel mit Alt oder Neu nur Sieger gibt.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Andreas Borchmann:

Beispiel VW Touran: Nicht alles, was neu ist, ist auch gut. Siehe Dauertest.

Was soll man kaufen? Das alte Modell, eben noch todschick, oder doch lieber den neuen Typ, noch schnittiger, sicherer, sparsamer und sauberer? Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass neue Modelle oft mit Kinderkrankheiten zur Welt kommen. Wie der VW Touran, der im Dauertest bitter enttäuschte. Deshalb möchte ich an dieser Stelle den Insider-Tipp eines Entwicklers aus der Auto-Industrie weitergeben: Am besten kauft man ein neues Modell, wenn es etwa neun Monate auf dem Markt ist.

Dann sind die meisten Kinderkrankheiten auskuriert, der Rotstift hatte aber noch keine Chance zum Streichen. Oder eben, für alle, die ganz auf Nummer sicher fahren wollen, das alte, bewährte Auslaufmodell. Die Technik ist ausgereift, die Verarbeitung routiniert. Bleibt oft als einziger Nachteil ein etwas höherer Wertverlust. Doch der wird durch den niedrigeren Neupreis und den zusätzlich erzielbaren, hohen Preisnachlass mehr als ausgeglichen.

Autoren: Andreas Borchmann, Ulrich Holzwarth

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