Fehler beim Autokauf

Ratgeber Autokauf

— 11.07.2008

Die sieben Fehler beim Autokauf

Das neue Auto, ein Grund zur Freude – wenn man beim Kauf ein paar Regeln befolgt. Vor einem Reinfall auf miese Tricks schützt nur die eiserne Regel "Erst das Auto, dann das Geld".

Erst kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu – reingefallen beim Autokauf. So kann es Autofahrern ergehen, die die Grundsätze für ein sicheres Geschäft nicht beachten. Hier die wichtigsten Regeln, damit der Autokauf nicht zum Reinfall wird: 1. Niemals vorab Geld fürs neue Auto zahlen. Egal wie der Anbieter die Forderung begründet. Ob Anzahlung, Bearbeitungsgebühr oder Unkostenbeitrag – alles tabu. Reinfallen kann sogar, wer einem Markenhändler vor der Übergabe Geld zahlt. Denn macht das Autohaus vor der Auslieferung Pleite, muss der Kunde sich beim Insolvenzverwalter anstellen. Meist ist sein Geld dann aber verloren.

2. Verlockende Internetangebote verleiten zum Zuschlagen. Doch wer sich spontan zum Kauf entschließt, spielt russisches Roulette. Denn im Internet kann selbst die letzte Gurke wie ein Neuwagen aussehen. Deshalb kein Kauf ohne gründliche Besichtigung und ausgiebige Probefahrt.

3. Vorteil einer Neuwagenbestellung: Der Kunde kann sich alle Extrawünsche erfüllen, die der Geldbeutel hergibt. Dann sollte er aber auch an alles denken. Sitzheizung oder Colorglas vergessen? Ärgerlich, denn was nicht leicht nachgerüstet werden kann, fehlt dem Auto für immer. Ist eine Bestellung erst mal aufgegeben, ist sie meist nicht mehr zu ändern, und der Händler kann sich auf den Vertrag berufen.

4. Autoanzeigen können fehlerhaft sein, auch ohne böse Absicht. Doch was die Details betrifft, etwa die Extras, gilt der Vertrag. Deshalb sollten die Aussagen von Anzeige und Vertrag verglichen und auch am Wagen überprüft werden. 5. Das Internet bringt die Schnäppchen von Händlern in ganz Deutschland zu uns nach Hause. Da kann es sich für den Berliner lohnen, den Neuen der Ersparnis wegen in Saarbrücken zu kaufen. Oder für den Münchener, ihn aus Kiel zu holen. Dumm nur, wenn am Auto später etwas zu beanstanden ist. Denn in Sachen Gewährleistung und Kulanz muss es dem Verkäufer vorgeführt werden. Zeitaufwand und Kosten dafür können den ursprünglichen Preisvorteil schnell wieder zunichte machen. Wer dieses Risiko ausschließen möchte, kauft den Neuen also nicht zu weit entfernt.

6. Meist macht Geld auf Pump den Autokauf erst möglich. Doch Vorsicht: Wer einen bei seiner Bank angefragten Kredit nicht erhält, aber den Kaufvertrag schon unterschrieben hat, ist dennoch in der Pflicht. Wer storniert, schuldet dem Händler als Entschädigung 15 Prozent des Kaufpreises.

7. Steht das neue Auto beim Händler bereit, muss es ausgiebig untersucht werden. Schäden sollten sofort festgehalten und reklamiert werden. Denn fährt man mit unerkannten Schäden erst einmal vom Hof, schwinden die Chancen für eine spätere Reklamation.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Rainer Bunke

Wenn bei einem Angebot der Bauch spontan nein sagt, dann hat er meist tatsächlich Recht. Das gilt vor allem bei faulen Internet-Offerten, die fantastische Rabatte verprechen. Diese Nachlässe soll es freilich erst geben, nachdem Geld überwiesen wurde. Vor dem Reinfall auf diese Tricks schützt nur die eiserne Regel "Erst das Auto, dann das Geld".

Autor: Roland Bunke

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