Ratgeber Autokauf

Fiat Panda Porsche 911 Cabrio

Ratgeber Autokauf

— 28.11.2008

Extras für den Werterhalt

Jeder Neue ist morgen ein Gebrauchter. Über dessen Wert entscheidet vor allem eines: die Ausstattung. Wer bei seinem Neuen hier schwere Fehler macht, bezahlt die beim späteren Wiederverkauf teuer.

Nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll – diese Lebensweisheit gilt auch beim Neuwagenkauf. Rechnerisch bieten die zahlreichen Details, ob Serie oder Extra, heute so viele Möglichkeiten der Zusammenstellung, dass kaum ein Auto dem anderen genau gleicht. Doch nicht alle Konfigurationen sind sinnvoll. Wer bei seinem Neuen hier schwere Fehler macht, bezahlt die beim späteren Wiederverkauf teuer. Ein weißer Golf mit Leder, Standheizung und Rückfahrkamera? Machbar, aber für den Wiederverkauf eine schwierige Zusammenstellung. Denn solche Extras werden in der Golf-Klasse überhaupt nicht erwartet – und deshalb auch nicht extra bezahlt. Viele Käufer mögen durch exotische Extras sogar abgeschreckt werden.

Andersherum gilt: Die passende Zusammenstellung von Motorisierung, Farbe und Ausstattung sorgt für besseren Werterhalt und steigert die Chancen zum Verkauf im Heer der Gebrauchten spürbar. Wichtig dabei: Nicht alle Autos können über einen Kamm geschoren werden, auf die Fahrzeugklasse kommt es entscheidend an. Was dabei machbar und zugleich sinnvoll ist, zeigt unser Überblick.

Farbe

Der neue Golf in Schwarz? Edel und zeitlos. Ob Kino oder Kanzleramt, ein schwarzer Golf wirkt überall stimmig. Wichtig für die Farbwahl: der Lack sollte zur Autoklasse passen. Aufpreis 220 Euro.

Türen

Oberhalb von Kleinwagen sind vier Türen Pflicht. Denn die meisten Gebrauchtwagenkäufer streichen die unpraktischen Dreitürer gleich von der Liste. Der Aufpreis ist also gut angelegt. Aufpreis 750 Euro.

Räder

Spitzenoptik ohne Leichtmetallräder? Das funktioniert fast nie. Tipp: Nur Räder aus dem Herstellersortiment oder passende Qualität aus dem Zubehör nehmen – Ramschräder senken den Wert extrem. Serienmäßig.

Nebelscheinwerfer

Bevor bei den Scheinwerfern mit Xenonlicht und weiterer Technik aufgerüstet wird, gehören Nebelscheinwerfer an Bord. Auch wenn sie selten gebraucht werden, sind sie ein Sicherheitsargument. Serienmäßig.

Motorisierung

Ganz klar der wichtigste Punkt bei der Zusammenstellung des Neuwagens: der Motor. Schlecht, um eine breite Schicht von Gebrautwagenkäufern anzusprechen, sind die Extreme. Also der schwächste Basismotor ebenso wie die abgehobene Spitzenmotorisierung. Gut: das jeweils modernste Aggregat, beim Golf also etwa der 1.4 TSI (Foto). Ebenfalls entscheidend: Verbrauch und Schadstoffausstoß. Diesel ohne Filter gehen gar nicht. Aufpreis 1275 Euro.

Navi/CD-Radio

Radio, Navigation, Telefon, DVD und In-Car-TV: Die Zukunft heißt Vernetzung, und die klappt am besten mit dem Festeinbau eines entsprechenden Systems. Die modernsten haben ein hochauflösendes Touchscreen-Display, Lesegerät für Speicherkarten, Anschluss für MP3-Spieler und eine integrierte Festplatte. Im System "RNS 510" für den Golf bietet die satte 30 Gigabyte. Der Festeinbau ist zwar nicht billig, aber eine Überlegung wert. Aufpreis 2110 Euro.

Getriebe

Schalten oder schalten lassen? Immer noch eine Glaubensfrage. Für den Golf ist das Siebengang- Doppelkupplungsgetriebe DSG die modernste Technik, macht ihn deshalb auch künftig attraktiv. Aufpreis 1775 Euro.

Sitzheizung

Klimaautomatik Eine Klimaanlage ist im Golf seri en mäßig vorhanden. Die Variante „Highline“ bietet eine Klimaautomatik, in anderen Varianten kostet sie 340 Euro Aufpreis. serienmäßig

Klimaautomatik

Eine Klimaanlage ist im Golf seri en mäßig vorhanden. Die Variante „Highline“ bietet eine Klimaautomatik, in anderen Varianten kostet sie 340 Euro Aufpreis. Serienmäßig.
Empfehlenswerte Ausstattungsdetails nach Fahrzeugklassen
Kleinwagen Kompaktklasse Mittelklasse Oberklasse
Sicherheit ABS, Airbags/Seitenairbags, ESP, Nebelscheinwerfer, höhenverstellbarer Fahrersitz, Servolenkung Wie Kleinwagen, plus: Kopfairbags, getönte Verglasung, höhen- und längseinstellbare Lenksäule Wie Kompaktklasse, plus: elektrisch beheizbare Außenspiegel, Traktionskontrolle, Parkpilot, Xenonlicht Wie Mittelklasse plus: Adaptives Fahrwerk, Abstandsradar, Bi-Xenonlicht, adaptives Kurvenlicht, Rückfahrkamera, Alarmanlage
Komfort CD-/MP3-Radio, teilbar umlegbare Rücksitzlehne, Zigarettenanzünder (Raucherpaket) Wie Kleinwagen, plus: Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaanlage, Sitzheizung vorn, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn und hinten Wie Kompaktklasse, plus: Bordcomputer, Multifunktionslenkrad, Navi-Festeinbau, CD-Wechsler, MP3- Festplatte, Schiebedach, Klimaautomatik, Tempomat Wie Mittelklasse plus: Automatikgetriebe, Telefon- Festeinbau, Keyless-go, Leder, elektrisch einstellbare Komfortsitze, Sitzheizung vorn und hinten, Surround- Soundsystem mit TV/DVD, Internetanschluss
* Entweder als Serienausstattung oder als Extra

Autoklasse: Welche Farbe passt?

Weiß: In den 70ern üblich, war Weiß jahrzehntelang völlig abgemeldet. Erlebt seit zwei Jahren eine Wiedergeburt, sogar in der Mittel- und Oberklasse. Doch der Trend kann schnell wieder verschwinden, diese Wahl also gut überlegen.

Schwarz: Damit macht man wenig falsch. Die Farbe lässt sogar die meisten Kleinwagen edler aussehen, kann sie so deutlich aufwerten.

Grau: Geht für die Oberklasse. Ansonsten: Finger weg vom Langweiler.

Silber Noch immer die am stärksten verbreitete Lackierung. Die Farbe setzt deshalb keine Akzente mehr, kann sich so auch als Verkaufsbremse erweisen.

Rot: Für Kleinwagen kein Problem, geht maximal bis zur Mittelklasse.

Gelb: Passt nur für Klein- und Sportwagen. Für andere gilt: bitte nicht.

Grün: Ungefährlich nur als stilsicheres "British racing green".

Blau Als poppiges Blau funktioniert die Farbe bei Kleinwagen gut, als gedeckter Ton in der Oberklasse. Als Metallic-Variante funktioniert Blau aber über alle Klassen.

Braun/Bronze: Vorsicht, ein sehr spezieller Fall. Die Farbe kann in allen Klassen sogar gut aussehen, wenn der Ton gut getroffen wird. Problem: Später einen Käufer zu finden, der das auch genau so sieht.

Rosa: Schocking! Diese Farbe dürfen sich nur Barbie und Paris Hilton leisten. Die haben aber auch kein Problem damit, wenn sie das Auto deshalb später verschenken müssen.

Autor: Roland Bunke

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