Ratgeber Inspektion

Mit Ersatzteilen in die Werkstatt Mit Ersatzteilen in die Werkstatt

Ratgeber Inspektion

— 11.11.2008

Mit Ersatzteilen in die Werkstatt

Teure Öle und Teile treiben die Inspektionskosten in der Werkstatt hoch. Doch wer rechnet oder selbst schraubt, kann sparen. Elektronik, Bremsen und Fahrwerk gehören allerdings in Profihand.

Eine kleine Inspektion am Volvo V50 für 292 Euro? Da fällt einem doch glatt das Portemonnaie aus der Hand. Schließlich ist der Pflichtbesuch nicht viel mehr als ein besserer Ölwechsel – mit Sichtkontrolle. Für die meisten Autos steht der erste Zwangsstopp nach 15.000 bis 25.000 Kilometern auf der Uhr an. Besser nicht verpassen, denn ohne Stempel im Serviceheft zickt der Autobauer spätestens beim nächsten Garantiefall. Warum die Durchsicht am Ende so teuer kommt, klärt ein genauer Blick auf die Rechnung: Allein stolze 130 Euro verlangt die Werkstatt im Fall Volvo für 5,5 Liter Motoröl.
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Auf dem Land wird oft preiswerter gearbeitet

Ist der Scheinwerfer verstellt, muss der Profi ran.

Da der Volvo-Diesel aber auch deutlich preiswertere Öle verträgt, lassen sich hier rund 70 Euro sparen. Wichtig: Das Öl muss die Herstellerfreigaben erfüllen. Wird das mitgebrachte Öl auf der Rechnung vermerkt, sollte die Werkstatt dabei auch dessen Eignung bestätigen. Auch richtige Ersatzteile können natürlich mitgebracht werden. Ob das die Werkstatt mitmacht, sollte allerdings unbedingt vorher geklärt werden. Die Alternative: bestimmte Arbeiten gleich selbst ausführen. Bei der Werkstattsuche das Umland berücksichtigen. Oft gibt es Unterschiede bei den Löhnen. Möglichst einen Festpreis aushandeln inklusive Material und Lohn.

Tipp von AUTO BILD Redakteur Bernd Volkens: Inspektion zu teuer? Drei Dinge gleichwohl nie aus den Augen lassen: Motoröl, Zahnriemen, Kühlflüssigkeit. Elektronik, Bremsen und Fahrwerk gehören in Profihand. Mit billig ersteigerten Gebrauchtteilen sollten Sie dem Werkstattmeister aber nicht kommen. Im Zweifel schmeißt er sie raus. Zu Recht! Inspektion in Eigenarbeit: Bremsen, Fahrwerk, Airbags und Co sind auch für ambitionierte Bastler tabu. Doch andere Arbeiten können Autofahrer durchaus selbst anpacken.

Licht: Der Lichtcheck funktioniert zu zweit am besten. Die Nummernschildbeleuchtung nicht vergessen. Durchgebrannte Lampen lassen sich auch von ungeübten Bastlern tauschen.
Scheibenwischer:
Auf eingerissene und spröde Gummilippen achten. Ersatz gibt es im Zubehörhandel.
Türen und Hauben: Scharniere reinigen und schmieren, dabei die Gleitschienen des Schiebedachs nicht vergessen.
Reifen:
Reifendruck und Profil kontrollieren. Die Angabe zum Druck findet sich im Bordbuch. Die Profiltiefe sollte bei Winterreifen vier Millimeter betragen (Vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter).
Motoröl:
Der Füllstand lässt sich einfach kontrollieren. Für den Wechsel von Filter und Öl ist eine Hebebühne sinnvoll. Altöl vorschriftsmäßig entsorgen.
Zündkerzen:
Die passenden Zündkerzen finden sich im Zubehörhandel. Beim Anziehen: Drehmoment beachten.

Luftfilter: Ein paar Schrauben oder Klammern, mehr ist in der Regel beim Filterwechsel nicht zu lösen.
Abgasanlage:
Defekte Befestigungsgummis oder Löcher im Auspuff erkennt (oder hört) auch der Autolaie.
Kühlmittel:
Die meisten Autobauer verlangen einen Frostschutz bis minus 25 Grad Celsius.
Batterie: Besitzt sie Wartungsstopfen, den Flüssigkeitsstand kontrollieren. Mit destilliertem Wasser auffüllen, bis die Bleiplatten circa einen Zentimeter bedeckt sind.
Zubehör: Verfallsdatum und Vollständigkeit des Verbandkastens prüfen. Auch den Reifendruck des Ersatzrades oder das Ablaufdatum des Pannendichtmittels prüfen.
Innenraum: Funktionsprüfung aller elektrischen Verbraucher, zum Beispiel Sitzheizung, Gebläse, Hupe oder Heckscheibenheizung. Bei Ausfällen: zuerst die Sicherungen kontrollieren (siehe Bordbuch).
Waschanlage: Wischwasser mit Winterzusatz auffüllen und den Düsenstrahl kontrollieren. Das Wasser muss auf das untere Drittel des Wischerbereiches treffen.

Autor: Bernd Volkens

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