Ratgeber Kraftstoffverbrauch — 22.06.2009

21 Sparmodelle im Überblick

Es nützt nichts, den Autos nur nette Marketingnamen zu verpassen. Wer es ernst mit dem Umweltschutz meint, bietet technische Lösungen. AUTO BILD stellt die Sparkonzepte der Hersteller vor.

Airdream, Econetic, DRIVe oder Blue Efficiency – blumige Wortschöpfungen, die uns auf grüne Gedanken bringen sollen. Erfunden wurden sie von Marketing-Fachleuten und kennzeichnen Hightech-Sparmodelle von Audi bis VW. Was sich hinter den trendigen Bezeichnungen verbirgt, steht selten in den Hochglanzprospekten. Wir haben jedenfalls viel heiße Luft und wenig Hightech entdeckt. Beispiel Renault. Beim französischen Hersteller darf sich jedes Modell "eco2" nennen, vorausgesetzt, der CO2-Ausstoß liegt unter 140 Gramm pro Kilometer. Toll. Das überbietet locker die 120-Gramm-Grenze, die die Finanzämter ab 1. Juli bei der Berechnung der neuen Kfz-Steuer ziehen. Technische Raffinesse sucht der Sparfan hier vergebens. Wie bei vielen anderen Modellen auch.
Hinter welchen Namen sich Hightech verbirgt und welche nur leere Worthülsen sind, erfahren Sie oben in der Bildergalerie.

Die zehn besten Spartipps

1. Reifendruck erhöhen
Den Luftdruck um 0,3 bis 0,5 Bar erhöhen, das verringert den Rollwiderstand. Grund: Die zusätzliche Luft im Reifen stabilisiert das Gummi, weniger Walkarbeit und weniger Wärmeentwicklung.
2. Umstellen auf 0- oder 5W-Synthetiköl
Ein dünnes Öl setzt einem kalten Motor weniger Widerstand entgegen. Die innere Reibung nimmt ab.
3. Reifen mit reduziertem Rollwiderstand Leichtlaufreifen sind auf Sparen getrimmt. Vorsicht, bei einigen Modellen leiden die Fahreigenschaften, der Bremsweg bei Nässe kann länger werden.
4. Auf Komfort verzichten

Klimaanlage, Sitzheizung oder elektrisch verstellbare Sitze – der Betrieb kostet Energie, die zusätzlichen Einbauten erhöhen das Fahrzeuggewicht.
5. Kurzstrecke vermeiden
Im Kaltstartbetrieb ist der Verbrauch deutlich höher, das liegt zum Beispiel an Kraftstoffanreicherung und ungünstigen Verbrennungstemperaturen.
6. Fahrweise anpassen
Ausreichend Abstand halten, früh schalten, Vollgasfahrten vermeiden, vorausschauend und mit niedriger Drehzahl fahren, um Sprit zu sparen.
7. Motor abstellen
Auch bei kurzen Ampelstopps lohnt das Abschalten des Motors. Wichtig: Batterie und Motor müssen technisch in Ordnung sein.
8. Regelmäßig zur Fahrzeugwartung
Verdreckter Luftfilter, verschlissene Zündkerzen oder eine verstellte Motorsteuerung – schlecht gewartet verbraucht ein Auto deutlich mehr.
9. Fahrwege planen
Wer im Stau steht, verbraucht unnötig viel Sprit. Reiseroute und -beginn so legen, dass möglichst freie Fahrt auf allen Strecken besteht.
10. Kraftstoffpreise vergleichen

Ein großer Umweg lohnt oft nicht, trotzdem immer bei der billigsten Tankstelle kaufen, das erhöht den Druck, die Preise zu senken.
Bernd Volkens

Bernd Volkens

Kommentar

Endlich, die Hersteller denken ans Sparen. Es nützt aber nichts, den Autos nur nette Marketingnamen zu verpassen. Wer es ernst meint, bietet technische Lösungen. Eine Zukunft ohne Elektro- oder Hybridantrieb scheint kaum vorstellbar, hier stehen viele Autobauer noch auf der langen Leitung. Hoffentlich nicht allzu lange, denn spätestens bei der nächsten Explosion der Kraftstoffpreise suchen Autokäufer wieder nach Alternativen.

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Kommentare zum Artikel (14)

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palladium
06.09.2009, 11:31Uhr

Lieber Gscheitdödel! Da haste Dir aber ins eigene Knie geschossen! Werner schreibt nichts über ein Eco, Hybrid oder sonstige Öko-Modelle, er geht auf die Spritspartipps ein. Ein BC kann wohl den Verbrauch im Stand ermitteln. Er misst ständig die Einspritzung in ml und rechnet hoch, was der Wagen im Stand verbraucht! Eine Start-Stop-Automatik macht den Motor bei jedem Halt aus, ein normaler Motor ist dafrür nicht ausgelegt, weil ganz andere Technik. Ich mache meinen Diesel auch nicht aus, nur an Bahnübergängen oder solchen halts, wo man eh weiß, daß es länger dauert.
So long Michael

Gscheitdödel
17.07.2009, 15:45Uhr

Lieber Werner! Lieber Denken vorm TDI-Lenken!
Der Bordcomputer kann dir keine "richtigen" Wert im Stand anzeigen, denn er zeigt ja Liter auf 100km an und im Stand fehlt der wichtge Parameter der zurückgelegten Kilometer.
Weiters wird der Motor bei einer Start-Stopp-Automatik nicht per Anlasser sonder vom einem Schwungrad (stark vereinfachte Darstellung) gestartet. Hybrid startet gar nicht sonder fährt elektrisch!

Paul Kaufmann
04.07.2009, 10:37Uhr

Schade dass VW hier nur ein Produkt vorzeigen kann. im Bereich Golf von 80 und 100PS Benziner ist VW dem Wettbewerb hinterher. Über 9 Liter innerorts bei 80PS ist altertümlich, dafür muss man schon einen ordentlichen Preisnachlass geben.

werner
30.06.2009, 13:43Uhr

wenn ich sehe, dass mein Bordcomputer im Stand einen Spritverbrauch von
1,2 Ltr./ Std. anzeigt, frage ich mich wirklich wo die Ersparnis liegen soll, wenn ich an der Ampel den Motor abstelle.In dieser einen Stunde komme ich im Schnitt auf 40-60 Anlassvorgänge , ist das nicht spritfressender? Von Anlasser- und Batterieverschleiß garnicht zu reden!

Alex
30.06.2009, 00:37Uhr

ich finde das alles ziemlich schwach (sinnig) ich fahre seit fast 30 Jahren Auto. Mein erster ein Käfer dann kamen Jetta Record Audi 80 u. 100 Passat Ford und Mercedes.
Alle Autos haben eigentlich die gleiche Menge verbraucht bis auf die Ps Zahlen hat sich doch nicht wirklich etwas verändert. Und das in seit fast 30 Jahren. Ich als Familienvater mit mehreren Kindern kann mir leider kein Öko Auto leisten da ich ja sonst öfter fahren muß.

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