20 Beispiele: Das kostet Leasing

Ratgeber Leasing

So rechnen Sie richtig

Leasen statt kaufen, das verführt zum Denken in Raten. Doch beim Leasing kommt es nicht nur auf eine kleine Monatsrate an. Worauf Sie beim Leasing achten sollten. Und: zehn Beispiele, welche Kosten anfallen.
Immer ein topaktuelles Auto in Gebrauch haben und dabei dank niedriger, konstanter Raten finanziell flexibel bleiben – das macht Leasing neben Firmen auch für immer mehr Privatpersonen interessant. Hauptsache, die Monatsrate ist schön klein. Leasen statt kaufen, das verführt zum Denken in Raten. Und unbestritten ist das Leasen, das übrigens VW im Jahr 1966 aus den USA nach Deutschland importierte, praktisch. Seine Vorteile: Der Autofahrer zahlt nur für die Nutzung des Wagens, trägt den Wertverlust und legt was für den Gewinn der Leasinggesellschaft dazu – und am Ende der Laufzeit steigt er in ein neues Modell um.

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So fährt er immer einen jungen Wagen, dessen Reparaturen weitgehend auf Garantie oder Kulanz gehen. Weiteres Plus: Der Fahrer muss sich am Ende nicht um den Verkauf eines Gebrauchten sorgen, der bei vollen Höfen und leeren Kassen Zeit, Geld und Nerven kosten kann. Leasing ist also bequem. In der Bildergalerie finden Sie 20 Berechnungsbeispiele, welche Kosten beim Leasing anfallen.

20 Beispiele: Das kostet Leasing

Folgende Punkte sollten Sie beim Leasing beachten

• Leasing lohnt sich aus steuerlichen Gründen und wegen der geringen monatlichen Belastung vor allem für Firmen und Selbstständige. Diese können sich die Mehrwertsteuer, die auf die Leasingraten anfällt, erstatten lassen.
• Privatleasing ist interessant für Menschen, die kein Auto kaufen wollen. Sie können so einen Wagen fahren und dabei monatlich in der Regel weniger zahlen als bei einer Finanzierung. Nach Ende der Leasingphase können sie auf ein neueres Modell umsteigen.
• Die Gesamtkosten beim Leasing setzen sich zusammen aus der Sonderzahlung und den monatlichen Raten. Die Rate kann werbewirksam ganz klein ausfallen, wenn die Sonderzahlung entsprechend hoch ist. Nur addiert ergeben sich die echten Gesamtkosten.
• Das Wichtigste ist die Wahl der richtigen Vertragsform: Das Kilometerleasing hat sich durchgesetzt. Und das aus gutem Grund, denn beim Restwertleasing kann man sich schwer verrechnen.
• Beim Kilometerleasing berechnet sich die Höhe der monatlichen Rate aus dem Wert des Autos abzüglich der Sonderzahlung auf der einen Seite und den im Leasingzeitraum gefahrenen Kilometern auf der anderen.
• Was der einzelne Kilometer beim Kilometerleasing kostet, ist abhängig davon, wie viele Kilometer das entsprechende Modell im Laufe seines Lebens durchschnittlich fährt. Je langlebiger das Auto, desto geringer der relative Preis für den gefahrenen Kilometer.
• Beim Restwertleasing berechnet sich die Monatsrate aus dem Wert des Autos abzüglich Restwert und Sonderzahlung. Die Summe verteilt sich gleichmäßig auf den Leasingzeitraum. Je höher der Restwert, desto niedriger die Monatsrate. Ist der tatsächliche Restwert am Ende allerdings geringer als vereinbart, zahlt man nach. Manchmal wird der Restwert eher hoch angesetzt, um die Monatsraten niedrig zu halten.
Vollkaskoversicherung und genaue Einhaltung der Inspektionstermine in der Markenwerkstatt sind Pflicht. Freie Werkstattwahl und die Freiheit, einen Kratzer einfach Kratzer sein zu lassen, haben Leasingnehmer im Gegensatz zu Eigentümern nicht.
• Bietet die Leasinggesellschaft Service-Pakete an, etwa inklusive Kfz-Versicherung, sollte man die mit seiner eigenen Versicherung vergleichen. Rundum sorglos ist zwar bequem, kostet aber meist Aufschlag.

Leasing von A bis Z

Andienungsrecht: Wird im Leasingvertrag ein Andienungsrecht vereinbart, hat der Leasinggeber bei Ablauf des Vertrages das Recht, dem Leasingnehmer das Fahrzeug zum vereinbarten Restwert zu verkaufen. Der Leasingnehmer ist dabei zum Kauf verpflichtet. Er dagegen hat seinerseits kein Recht, das Fahrzeug auf eigenen Wunsch zu übernehmen, wenn der Leasinggeber dies ablehnt. Diese Klausel sollte also vermieden werden.
Anzahlung: Irreführender Ausdruck für die Sonderzahlung oder Leasingsonderzahlung. Da das Fahrzeug beim Leasing nicht erworben wird, handelt es sich bei der Sonderzahlung nicht um eine Anzahlung im eigentlichen Sinn.

Bonitätsprüfung: Prüfung durch die Bank, ob der Leasingnehmer seine Zahlungsverpflichtungen voraussichtlich erfüllen kann.

Gap: Englisch für "Lücke". Diese entsteht bei vorzeitiger Vertragsabrechnung durch Totalschaden oder Diebstahl, weil die Vollkasko nur den Zeitwert ersetzt. Dieses Risiko ist bei einigen Anbietern jedoch vertraglich ausgeschlossen oder kann zusätzlich versichert werden ("Gap-Police", "Differenz-Kasko").

Halter: Der Leasingnehmer ist Halter des Fahrzeugs, die Zulassung erfolgt auf seinen Namen. Er ist für dessen Betriebs- und Verkehrssicherheit verantwortlich. Eigentümer des Fahrzeugs bleibt die Leasingfirma.

Inzahlungnahme: Statt einer Leasingsonderzahlung kann auch ein Gebrauchtwagen in Zahlung gegeben werden.

Kilometerabrechnung: Bei dieser Vertragsform trägt der Leasinggeber das Restwertrisiko. Eine Grundlage der Kalkulation ist dabei die vertraglich vereinbarte voraussichtliche Kilometerfahrleistung, beispielsweise 15.000 Kilometer im Jahr. Werden die vereinbarten Kilometer sowie eine vertraglich zugestandene Abweichung nach oben (etwa 1000 Kilometer) überschritten, muss der Kunde pro Kilometer nachzahlen. Diese Variante sollte der Restwertabrechnung möglichst vorgezogen werden.

Konditionen: Rahmenbedingungen eines Vertrages: Sonderzahlung, Laufzeit in Monaten, jährliche Kilometerleistung, monatliche Ratenhöhe; beim Restwertleasing der kalkulierte Restwert.
Leasinggeber: Die Firma (Leasinggesellschaft), die das Fahrzeug verleast. Der Leasinggeber bleibt Eigentümer des Fahrzeugs.
Leasingnehmer: Der Kunde, der das Fahrzeug least. Er erwirbt das Fahrzeug nicht, sondern zahlt lediglich für die Nutzung.

Leasingsonderzahlung: Zahlung zu Beginn der Vertragslaufzeit. Ergibt zusammen mit den Raten die Kosten des Leasings. Je höher die Zahlung prozentual ist, desto geringer fallen die Monatsraten aus.

Monatsrate: Fester Betrag, mit dem das Leasing bezahlt wird. Sie bemisst sich nach dem Fahrzeugpreis, der Höhe der Sonderzahlung, der Vertragslaufzeit sowie der vereinbarten Kilometerleistung.

Restschuldversicherung: Sie zahlt, je nach Konditionen, etwa bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall sowie im Todesfall noch offene Raten.

Restwertleasing: Bei dieser Vertragsform trägt der Leasingnehmer das Restwertrisiko. Ist der voraussichtliche kalkulierte Restwert später tatsächlich nicht zu erzielen, muss der Kunde die Differenz nachschießen.

Serviceleasing: Vertragsform, bei der weitere Kosten des Fahrzeugunterhalts in der Leasingrate enthalten sind, beispielsweise die Kosten für Versicherungen, Inspektionen und Verschleißteile.
Wertminderung: Differenz zwischen vereinbartem und tatsächlichem Restwert des Fahrzeugs. Auf die Wertminderung darf keine Mehrwertsteuer berechnet werden.

Zahlungsverzug: Werden zwei aufeinanderfolgende Monatsraten nicht gezahlt, kann der Vertrag vom Leasinggeber gekündigt werden.

Autor: Roland Bunke

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