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— 24.07.2007

Die teuren Führer ab Werk

Wer ein mobiles Navigationsgerät beim Autohersteller oder Vertragshändler kauft, zahlt meist drauf. Auf dem freien Markt ist es günstiger.

Neuwagenkäufer verzichten immer häufiger auf ein fest eingebautes Navi. Sie greifen viel lieber zu einem mobilen Gerät. Denn das ist oft nicht schlechter als der teure Festeinbau (siehe Heft 25/07). Viele Autohersteller haben den Trend erkannt und bieten jetzt ebenfalls mobile Lotsen von TomTom, Garmin, Becker oder Blaupunkt ab Werk an. Wir wollten wissen: Was kosten die Werk-Lotsen, und können sie mehr als die baugleichen Geräte aus dem Handel oder Internet? Beispiel Mini. BMW bietet für sein Lifestyle-Auto den Garmin Nüvi 360 T für 528 Euro an, plus 100 Euro für die Montage. Macht 628 Euro. Unterm Strich ist das BMW-Nüvi 130 Euro teurer als die unverbindliche Preisempfehlung von Garmin. Wer im Internet sucht, bekommt das Gerät noch mal 60 Euro billiger (siehe Tabelle unten). Montagekosten fallen bei dem mobilen Gerät nicht mehr an. BMW rechtfertigt den saftigen Aufschlag mit dem fest eingebauten Halter, diskret verlegten Kabeln und Anschluss des Navis an die Autobatterie. Und was hat der Mini-Fahrer, abgesehen von unsichtbaren Kabeln, vom teuren BMW-Nüvi-Paket? Nur Spielereien. Statt eines Pfeils fährt ein kleiner Mini auf dem Display die Route ab. Außerdem zeigt der Lotse auf Wunsch die Mini-Vertragshändler in der Karte und statt des Garmin-Logos steht Mini auf dem Gehäuse. Schwacher Trost: Andere Autobauer machen es ganz ähnlich.

Ohne Einbau ab Werk fährt man deutlich günstiger

Gleiches Gerät, keine Branding: 399 Euro kostet das Garmin T offiziell im Handel, im Mini-Look sind es 528 Euro.

Bei VW kosten die Geräte von Naviflash bis zu 70 Euro mehr als beim Zulieferer. Dafür erinnert es an den nächsten Reifenwechsel und hat 40.000 zusätzliche Ziele des Merian Volkswagen Klubs an Bord. Vorsicht: Wer ein mobiles Navigationsgerät beim Autohersteller kauft, kann auch veraltete Geräte erwischen. So bietet Skoda zum Teil die Via-Michelin-Lotsen X950 und X950T an. Sie wurden längst von der neuen 960er-Generation abgelöst. Wer den Lotsen erst nachträglich im Autohaus kauft, bekommt dort meist die gleichen Geräte wie bei Saturn und Co. Ohne Festeinbau, mit Saugnapfhalter. Diese Geräte sind in Elektronikmärkten oder im Internet etwa bei Idealo (über autobild) deutlich günstiger. Fazit: Mobile Navigationsgeräte kauft man am besten in Fachhandel oder über das Internet. Dort sind die Preise zurzeit im freien Fall.

So geht Volkswagen mit kleinen Navi-Lösungen um

Volkswagen setzt auf Geräte von Naviflash und die Blaupunkt-Lotsen TravelPilot Lucca. Die Geräte baut VW mit einem fest eingebauten Fuß auf das Armaturenbrett.

VW: Naviflash und Blaupunkt
Volkswagen setzt auf Geräte von Naviflash von THB Bury und die Blaupunkt-Lotsen TravelPilot Lucca. Sie werden mit einem fest eingebauten Fuß auf dem Armaturenbrett platziert und tragen, wie hier das Naviflash 1020, ein VW-Logo. Die Geräte haben 40.000 Sonderziele im Speicher (Volkswagen Klub von Merian) und zeigen an, wann der nächste Reifenwechsel fällig ist. Dafür zahlt der Kunde bis zu 70 Euro Aufpreis – ohne Halter-Montage im Auto. Skoda: ans Ziel mit ViaMichelin Die mobilen Navigationsgeräte, die Skoda im Programm hat, schnitten zwar in unseren Tests gut bis sehr gut ab, doch die Modelle sind inzwischen zum Teil veraltet. Nur das ViaMichelin 980-T ist ein aktuelles Modell. Die X950er-Serie wurde dagegen inzwischen durch die X960-Serie ersetzt. Die Geräte werden mit einem Halter neben der linken A-Säule eingebaut, verdecken so nicht das Sichtfeld des Fahrers. Mehrpreis: 165 bis 265 Euro.

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