Ratgeber Navigationsgeräte

Navigation TravelPilot Lucca 5.2 und Comand APS Navigation TravelPilot Lucca 5.2 und Comand APS

Ratgeber Navigationsgeräte

— 28.06.2007

Ein Weg zum Geldsparen

Mobil gegen Festeinbau, billig gegen teuer – und immer die gleiche Frage: Wie lässt sich beim Navikauf sparen? Hier unser Vergleich!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Comand APS ist siebenmal teurer als ein mobiles Navigationssystem der Spitzenklasse. 3225 Euro kostet das Mercedes-System in der B-Klasse. Der TravelPilot Lucca 5.2 von Blaupunkt wird für 449 Euro verschleu ..., sorry, verkauft. Da ist wohl die Frage erlaubt: Was kann Comand, was Lucca nicht kann? Antwort: nichts. Na ja, fast nichts. Beide führen hausnummerngenau, gleich schnell, zuverlässig, zeigen die Wege wahlweise auf Karten oder mit Pfeilen, haben diverse Sonderziele im Speicher, und die Ausstattung ist ähnlich (siehe unten).

Billig gegen teuer – muss ein Navi vierstellige Summen kosten?

Das Comand APS weiß dank Radsensoren immer, wo das Auto fährt.

Zugegeben: Comand passt perfekt in die Mercedes-Umgebung. Die mobile Blaupunkt-Lösung klebt wenig elegant an der Frontscheibe. Wird der Saugnapf abgezogen, bleibt ein Fleck am Glas. Außerdem klingen die Richtungsansagen im Comand satter. Kein Wunder: Sie werden über die Autolautsprecher gesendet. Das Lucca hingegen piepst seine Befehle über einen winzigen Lautsprecher im Gerät. Aber das war es eigentlich auch schon. Benutzerführung und Zieleingabe funktionieren bei beiden gut. Geschmacksache, ob wir das Ziel lieber über Touchscreen (Lucca) oder über Tasten und Wippen (Comand) eingeben.

Auch der Vorteil, dass Comand über Radsensoren (berechnen die Radgeschwindigkeit für jedes einzelne Rad) verfügt, schwindet in der Praxis. Dank dieser Technik weiß das Mercedes-System auch ohne Satellitenkontakt (im Tunnel), wo sich das Auto gerade befindet. Aber wie oft sind Sie schon im Tunnel abgebogen? Wieder im Freien nimmt das Blaupunkt binnen Sekunden erneut Kontakt zu den Satelliten auf. Was bleibt? Die Erkenntnis, dass ein guter Navigator keine vierstelligen Summen kosten muss.

Das können TravelLucca 5.2 und Comand APS

Der TravelLucca 5.2 fährt im Tunnel ohne GPS-Signal.

TravelPilot Lucca 5.2 von Blaupunkt: Preis 449 Euro • europaweite Navigation von Haustür zu Haustür plus Merian-Scout-Führer • 2D- und 3D-Ansicht der Straßenkarten mit Zoom • Verkehrsmeldungen via TMC (Traffic Message Channel) • Sprachansagen über eingebauten Lautsprecher (optional über Autolautsprecher nur bei Blaupunktradios) • mobiler Einsatz außerhalb des Autos • spielt MP3 und digitale Filme, zeigt digitale Fotos. Comand APS von Mercedes: Preis 3225 Euro • europaweite Navigation von Haustür zu Haustür • automatischer Kreuzungszoom mit extra Pfeildarstellung • Verkehrsmeldungen via TMC (Traffic Message Channel) • Sprachansagen über die Autolautsprecher, Stummschaltung des Radios oder des optionalen Autotelefons • Zielführung ohne GPS über die Radsensoren • spielt MP3 von CD

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Stefan Szych


Klares Ergebnis: Wer ein gutes mobiles Navi hat, braucht keinen teuren Festeinbau. Der Blaupunkt TravelPilot Lucca ist 2776 Euro billiger als Comand – da lässt sich die Befestigung per Saugnapf verzeihen.

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