Ratgeber Opel-Rettung

Ratgeber Opel-Rettung

— 15.06.2009

Die wichtigsten Fragen für Opel-Fahrer

Die Opel-Rettung scheint gesichert, doch wie sieht es mit den Kundenrechten aus? Für Opel-Fahrer und künftige Kunden bleiben dennoch viele Fragen offen. AUTO BILD beantwortet die wichtigsten.

Die Politiker haben die Rettung von Opel beschlossen und die ersten 300 Millionen Euro Überbrückungshilfe überwiesen. Gleichzeitig ist der Mutterkonzern GM in der Insolvenz. Opel scheint damit zwar gerettet, für Opel-Fahrer und künftige Kunden bleiben dennoch Fragen.
Hat die Insolvenz von GM Auswirkungen auf deutsche Kunden?

GM sagt nein. Alle Geschäfte von GM Europe inklusive Opel seien von der Insolvenz nicht betroffen. Das gelte für die Händler, die Garantieleistungen von GM, bereits bestellte Fahrzeuge und den Kundendienst. Sämtliche Bedingungen und Vereinbarungen blieben bestehen.
Sind alle Modelle des Programms weiterhin bestellbar?
Ja, das gilt auch für den von GM USA produzierten und exportierten Opel GT, den mit Daewoo/Chevrolet in Korea als Opel Antara hergestellten SUV sowie den von Suzuki für Opel gebauten Kleinwagen Agila.


Opel GT: Der Roadster wird von GM in den USA produziert, er ist weiterhin bestellbar.

Kann Opel wegen akuten Geldbedarfs jetzt weniger Rabatte geben?
Aktuell macht Opel weiter besondere Angebote. Die preisgünstigen Sondermodelle und Ausstattungspakete (etwa "Selection 110 Jahre", "Innovation 110 Jahre") laufen vorerst weiter. Das gilt aktuell auch für den Opel-Umweltbonus von bis zu 2500 Euro beim Kauf eines Neuwagens und Abgabe eines Altfahrzeugs sowie die Finanzierungsangebote ab 1,99 Prozent. Wie lange das so bleiben wird, ist nicht entschieden. Künftige marktübliche Änderungen sind möglich.

Der Agila wird für Opel von Suzuki gebaut und boomt dank Abwrackprämie.

Werden nun bald viele Opel-Händler verschwinden?
Eine Ausdünnung des Händlernetzes ist von Opel nicht geplant, Pleiten einzelner Händler sind natürlich nicht ausgeschlossen.
Verzögert sich die Auslieferung bereits bestellter Fahrzeuge?
Nein, wegen der Insolvenz von GM USA laut GM jedenfalls nicht. Die häufig üblichen Überziehungen der unverbindlichen Liefertermine aus anderen Gründen können natürlich dennoch eintreten. Wegen des Booms durch die Abwrackprämie haben sich Lieferzeiten bei Opel und anderen Herstellern bereits verlängert.

Ändern sich bestehende Finanzierungsund Leasingverträge?
Nein, die Bedingungen von Finanzierungs- und Leasingverträgen sind fix und dürfen schon vom Gesetz her nicht geändert werden. Zinssätze, Laufzeiten sowie vereinbarte Rücknahmekonditionen bleiben also unberührt. Ist beim Autokauf Barzahlung, Finanzierung oder Leasing ratsam? Wer bar zahlt, trägt neben dem Wertverlust das Risiko, den Wagen später verkaufen zu können. Das gilt grundsätzlich, wird aber durch die Pleite einer Marke verschärft, wie das Beispiel Rover zeigt. Wer least oder einen Kredit mit Rücknahme-Option abschließt, ist diese Sorge los.

Der Opel Antara wird von Daewoo in Korea gebaut, ihn gibt's auch als Chevrolet Captiva.

Wie sieht es mit den bestehenden Garantieansprüchen aus?
Die bleiben laut GM voll erhalten. Das gilt auch für Verträge mit auf sechs Jahre verlängerter Garantie.
Ist die Ersatzteilversorgung für Opel in jedem Fall gesichert?
Laut GM Europe ja. Die Ersatzteilversorgung wird ohnehin zum allergrößten Teil von Zulieferern geleistet. Im Konkursfall Rover etwa wurde sie erfolgreich von Caterpillar Logistics Services übernommen.

Autor: Roland Bunke

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