Ratgeber "Sparsame Allradler"

Toyota Urban Cruiser 1.4 D-4D Toyota Urban Cruiser 1.4 D-4D

Ratgeber "Sparsame Allradler"

— 17.05.2009

Das große 4x4 beim Tanken

Sparsame Allradler – ein Widerspruch in sich? Denkste: AUTO BILD ALLRAD hat sich auf die Suche nach den Geizkragen unter den 4x4-Autos gemacht. Diese Modelle haben keine Angst vor der CO2-Steuer!

Doppelt sparen kann man ab 1. Juli 2009 mit einem genügsameren Neuwagen: einmal direkt an der Tankstelle und ab diesem Tag zudem beim Finanzamt. Denn dort berechnet sich die Kfz-Steuer bei nach dem 1. Juli erstmals zugelassenen Neuwagen nach dem CO2-Ausstoß. Und der hängt wiederum fast direkt mit dem Kraftstoffverbrauch zusammen. Ein sparsameres Auto bringt dann also nicht nur niedrigere Spritrechnungen, sondern auch einen günstigeren Steuerbescheid. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Während sich die Kfz-Steuer ausschließlich nach dem Normwert richtet und für jedes Auto  in jeder Version exakt vorhersehbar ist, gilt das für die tatsächlichen Kosten an der Tankstelle nicht. Denn im Gegensatz zum Finanzamt berechnet die Tankstelle nicht pauschal, sondern genau das, was Sie getankt haben.

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In der Klasse bis 25.000 Euro räumt Toyota Urban Cruiser ab: nur 4,9 Liter gönnt er sich auf 100 Kilometern.

Und wie viel kostet das nun? Schwierige Frage. In erster Linie sind die Treibstoffkosten davon abhängig, wie viel man fährt. Nicht vergessen: Dies ist der entscheidende Faktor. Ob Sie 10.000 oder 30.000 Kilometer pro Jahr fahren, macht wesentlich mehr in der Endabrechnung aus als – je nach Fahrzeugmodell – zwei Liter/100 km mehr oder weniger Durchschnittsverbrauch. In Wahrheit spart man also Geld und Schadstoffe nicht mit einem sparsamen Auto ein, sondern weitaus mehr durch geringe Jahresfahrleistung. Erstaunliches Beispiel: Wer 18.000 Kilometer pro Jahr mit seinem sparsamen VW Tiguan 2.0 TDI fährt, produziert mehr CO2 als der Besitzer eines 500 PS starken Audi Q7 6.0 V12 TDI, der 10.000 Kilometer jährlich zurücklegt. Trotzdem bringt natürlich auch die Wahl eines sparsameren Autos bares Geld. Aber nicht so viel, wie sich mancher davon verspricht. Selbst bei 15.000 km/Jahr bringt ein Wagen, der einen ganzen Liter/100 km gegenüber einem durstigeren Konkurrenten einspart, nur eine Ersparnis von durchschnittlich 170 Euro – für das ganze Jahr! Der Normverbrauch ist eine interessante Orientierungshilfe. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

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Bei den Traditionalisten macht der Jeep Wrangler das Rennen: 8,2 Liter verlangt das Urgestein.

Das standardisierte Messverfahren ist weniger dazu geeignet, dass man weiß, wie viel ein bestimmtes Auto in der Praxis wirklich verbraucht. Vielmehr dient es dazu, einen Vergleich mit anderen Fahrzegen zu ermöglichen. Aber auch bei solchen Vergleichen sollte man sich auf Abweichungen gefasst machen. Denn der EU-Prüfzyklus betont überdurchschnittlich stark den Stadtverkehr und lässt damit Autos in einem guten Licht erscheinen, die über aktuelle Spardetails wie Start-Stopp-Automatik oder Bremsenergie-Rückgewinnung verfügen. Wer jedoch in der Praxis hauptsächlich auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs ist, profitiert von dieser neuen Technik weit weniger. Und deshalb verbraucht so manches Normwunder später im realen Fahrbetrieb deutlich mehr. Die besten Sparer aller Klassen gibt's oben in der Bildergalerie!

Autor: Martin Braun

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