Redakteur Andreas May trinkt Bier

Ratgeber Recht

— 15.07.2009

Ab 0,3 Promille wird's ernst

Bis 0,5 Promille ist es ungefährlich, oder? Quatsch, denn der Führerschein ist in Gefahr! Wer Alkohol trinkt und danach Auto fährt, riskiert schon ab 0,3 Promille die Fahrerlaubnis.

Ach, wie das wieder perlt. Lecker, so 'ne frische Gerstenkaltschale. Stößchen! Mal unter uns Biertrinkern: Das Pils zum Essen ist eine feine Sache. Danach noch mit dem Auto fahren? Kein Problem! Kann nix passieren, es gilt in Deutschland doch die 0,5-Promille-Grenze, oder? AUTO BILD klärt auf. Ist mein Führerschein bis 0,5 Promille wirklich sicher? Nein! Schon ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille droht der Verlust der Fahrerlaubnis. Man spricht dann von relativer Fahruntüchtigkeit. Die äußert sich etwa, wenn der Autofahrer alkoholbedingt Fahrfehler begeht, wenn er durchgezogene Linien überquert, bei Dunkelheit das Licht nicht einschaltet, zu schnell oder zu langsam fährt. Oder wenn er in einen Unfall verwickelt ist. Wer zahlt, wenn ich mit weniger als 0,5 Promille einen Unfall verschulde?

Beim Unfall kann die Versicherung bis zu 5000 Euro zurückfordern

Prost! Wenn alle Alkohol trinken, sollte das Auto aber stehen bleiben.

"Wer betrunken Auto fährt und dadurch einen Unfall verursacht, begeht eine Obliegenheitsverletzung gegenüber der Kfz-Versicherung ", so AUTO BILD-Rechtsexperte Uwe Lenhart. Die Versicherung zahlt zwar den Schaden am anderen Auto, kann sich aber beim Fahrer des versicherten Fahrzeugs bis zu 5000 Euro wiederholen. Wird ein anderer Mensch gefährdet, liegt eine Straßenverkehrsgefährdung vor. Mögliche Folge: eineinhalb Monatsnettoeinkommen Geldstrafe, Entzug der Fahrerlaubnis, Verhängung einer Sperrfrist von zwölf bis 15 Monaten. Sollte ich aufs Fahrrad umsteigen, wenn ich einen über den Durst getrunken habe? Auf gar keinen Fall! Wer sich betrunken aufs Fahrrad setzt, riskiert seinen Führerschein – und zwar den fürs Auto. Wer auf dem Fahrrad mit 1,6 Promille und mehr erwischt wird, könnte nach Ansicht der Gerichte nicht zum Führen eines Autos geeignet sein. In diesen Fällen wird ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten (MPU) zur Klärung herangezogen.
Andreas May

Andreas May

Fazit

Wie viel Bier darf ich trinken, wenn ich noch fahren will? Na, rechnen Sie schon nach? Lassen Sie das bitte! Denn Alkohol und Auto vertragen sich nicht. Deshalb gilt: In einer Zecher-Runde bleibt der Fahrer trocken. Trinken alle, heißt es zwingend, Taxi, Bus oder Bahn zu nehmen.

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