Ratgeber Technik

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— 24.08.2009

Batterie-Power von der Sonne

Ein schlapper Akku sorgt auch im Sommer für Startprobleme. Solarpaneele sollen der Batterie Kraft geben. Zum Füllen eines leeren Akkus kommt man aber nicht um den Kauf eines guten Ladegeräts herum.

Sonne in die Autobatterie, das hört sich spannend an. Wir haben mal ausprobiert, ob die kostenlose und umweltschonende Stromquelle auch müden Batterien auf die Sprünge helfen kann. Erst mal im Handel umgeschaut: Der bietet gleich mehrere brauchbare Modelle an. Große Paneele mit viel Leistung für Dächer von Wohnmobilen oder Bussen (ab 400 Euro) oder einfache Modelle für den Pkw. Die werden hinter die Windschutzscheibe gelegt und einfach am Zigarettenanzünder oder direkt an die Batterie angeschlossen. Preis: ab 30 Euro. Dafür darf man nicht zu viel erwarten. Die kleinen Solarpaneele haben lassen maximal einen Strom von 0,1 Ampere fließen. Das reicht aber, um die Selbstentladung einer Batterie abzufedern. Das Modell Sunsei SE 500 leistet rund 7,5 Watt und 0,5 Ampere. Auch dieses Paneel reicht nicht zum Laden einer leeren Autobatterie, versorgt aber heimliche Verbraucher wie die Alarm anlage. Zum Vergleich: Ein Ladegerät arbeitet mit rund 3,6 Ampere. Egal ob Wolken am Himmel stehen oder nicht. Wichtig: leistungs starke Solaranlagen nur mit einem Laderegler (15 Euro) an die Batterie anschließen, um ein Überladen zu verhindern.
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So erkennen Sie eine schlappe Batterie ...

Batteriespannung prüfen: Multimeter auf Volt stellen, eine Messspitze an Plus und eine an Minus halten.

Früher informierte ein Voltmeter im Auto den Fahrer über den Zustand von Batterie und Lichtmaschine. Heute gibt es eine Batterie-Warnleuchte. Rot heißt: Der Akku wird nicht mehr geladen. Ohne Warnung im Voraus. Gerade bei viel Kurzstrecke entleert sich die Batterie unbemerkt. Abhilfe: Mit Batteriewächter oder einem Messgerät lässt sich der schleichende Leistungsverlust rechtzeitig erkennen. Wer dann gleich reagiert, kann mit einem Ladegerät oder schon durch eine längere Fahrt den Akku wieder füllen.

... und so bleibt sie lange fit

Durch ständiges Laden entweicht Flüssigkeit aus der Batterie. Abhilfe: destilliertes Wasser nachfüllen, bis die Bleiplatten einen Zentimeter bedeckt sind. Pole und Gehäuse müssen sauber sein, um Kriechströme zu vermeiden. Oft vernachlässigt: der Masseanschluss der Batterie am Auto, bei Gammel leidet die Stromversorgung.

So viel Volt sollten es sein

Den Batteriezustand zu beurteilen ist gar nicht so einfach. Die Werkstatt macht das mit einem Kälteprüfstromtester. Der kostet ab 150 Euro, zu teuer für Bastler. Billiger, aber nicht so aussagekräftig, sind Multimeter (15 Euro) und Säureheber (vier Euro):
• Batterie in Ordnung: min. 12,5 V und Säuredichte 1,26 g/ml
• Batterie laden: unter 12,4 V und Säuredichte 1,20g/ml
• Batterie defekt: In den Zellen unterscheidet sich die Säuredichte, beim Starten bricht die Spannung zusammen (unter zehn Volt). Diese Batterie ist in der Regel nicht mehr zu retten.
Bernd Volkens

Bernd Volkens

Fazit

Steht ein Auto längere Zeit auf einem Parkplatz in der Sonne, reicht das Solarpaneel tatsächlich aus, um die geringen Verluste einer Pkw-Batterie auszugleichen. Zum Füllen eines leeren Akkus oder im Winterlager kommt man aber nicht um den Kauf eines guten Ladegeräts herum.

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