Das Red Bull Air Race mit Matthias Dolderer

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Red Bull Air Race mit Matthias Dolderer

— 25.10.2014

Der Vettel der Lüfte

Er wuchs am Flugplatz auf, war jüngster deutscher Fluglehrer. Nun fliegt Matthias Dolderer erfolgreich beim Red Bull Air Race mit.

Mit 370 Stundenkilometern düst das weiß-blau-rote Kunstflugzeug heran. Gerade mal 15 Meter über dem Boden. Matthias Dolderer (44) steuert in leichter Schräglage durch die zwei 25 Meter hohen Pylonen. In Sekundenbruchteilen wirft er seine Zivko Edge 540 V3 von links nach rechts, fliegt durch die nächsten luftgefüllten Säulen, Tor für Tor. Das ist das Red Bull Air Race, die Formel 1 der Fliegerei, die schnellste Motorsportserie der Welt. Und Dolderer? Er ist der Vettel der Lüfte! Die Fliegerei war schon immer seins. „Als ich fünf Jahre alt war, haben meine Eltern den Flugplatz in Tannheim eröffnet“, erinnert er sich auf der Terrasse genau dieses Flugplatzes. Entspannt sitzt er in der Sonne, schaut noch immer jedem Flugzeug nach, das auf der Grasbahn startet und landet.

Mit 370 Sachen in die Garage

Matthias Dolderer ist der einzige deutsche Pilot in der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft

Fliegen ist sein Leben. Mit 17 hatte er den Segelflugschein, mit 18 die Lizenz für Motorflieger, mit 21 war er der jüngste Fluglehrer Deutschlands. 7800 Stunden hat er am Steuerknüppel verbracht, rund 28 000 Landungen hat er hinter sich. Knapp 150 Flugzeugtypen darf er fliegen. Die Krönung: die Red Bull Air Race-WM. Acht Rennen über Land oder Wasser, durch einen fünf bis sechs Kilometer langen Kurs, vor beeindruckender Kulisse wie der Pferderennbahn von Ascot oder der Rennstrecke von Las Vegas.„Es fühlt sich an, wie wenn du mit 370 km/h in eine Garage einparken willst“, vergleicht Dolderer den Flug durch die Pylonen. „Je näher du hinkommst, desto enger wird es. Wenn du bei der Garage rechts und links jeweils nur 20 Zentimeter Platz hast, fährst du automatisch langsam. Wir fliegen aber ein Rennen“, grinst er.

Keine Verrückten im Flieger

Was sind das für Typen, die diesen Sport betreiben? „Du brauchst Begeisterung, Wille und Ehrgeiz“, sagt Dolderer und streicht sich über den Dreitagebart. Dann wird er ernst. „Aber einen Verrückten kannst du nicht brauchen. Das sind alles Leute, die mit Risiko umgehen können.“ Gefahr hat Dolderer im Rennen noch nie gespürt.
„Du gehst natürlich
ans Limit und fliegst nah und im optimalen Winkel durch die Pylonen“, erklärt er. „Aber selbst wenn du so ein Ding triffst, ist es nicht schlimm. Die sind mit Luft gefüllt und fallen einfach in sich zusammen.“ Das will Matthias Dolderer
an diesem Wochenende beim Saisonfinale über der Rennstrecke von Spielberg verhindern.
In der Gesamtwertung liegt er momentan auf Platz sieben. Aber seine Herangehensweise ist stets die gleiche: „Ich will gewinnen.“ Das will Vettel auch immer ...

Mehr spektakuläre Bilder vom Red Bull Air Race und Matthias Dolderer finden Sie jetzt in unserer großen Bildergalerie oben - gleich durchklicken!

Autor: Toni Schmidt

Fotos: Red Bull

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