Reformen in der Formel 1

Reformen in der Formel 1

Reformen in der Formel 1

— 15.10.2002

Ferrari macht Druck

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist zu Reformen in der Formel 1 bereit. Aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Montezemolo fordert mehr Geld

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Motorsport-Weltverbandspräsident (FIA) Max Mosley sind sich einig: Es muss dringend etwas passieren, um die Königsklasse wieder interessanter zu gestalten. Der Meinung ist auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo – aber nur unter drei Bedingungen: "Klare dauerhafte Regeln, keine Verrücktheiten und nichts, was den bestraft, der besser ist als die anderen", forderte der Graf in der "La Gazzetta dello Sport".

Sollte dies nicht erfüllt werden, drohte er erneut mit einem Rückzug aus der Formel 1. "Dann könnten wir uns anderen Zielen zuwenden wie zum Beispiel dem 500-Meilen-Rennen von Indianapolis", sagte Montezemolo, der auch mehr Geld für die Teams verlangte. "80 Prozent der Gesamteinnahmen der Formel 1 müssten an die Rennställe gehen", sagte der 55 Jahre alte Chef der "Scuderia".

Die von den Formel-1-Bossen vorgeschlagenen Fahrerwechsel während der Saison seien aber "ein Witz" und mit Ferrari genauso wenig zu machen wie die Einführung von Strafgewichten für jeden WM-Punkt. "Wir sind gegen diese bizarren Vorschläge von Ecclestone und Mosley", bekräftigte Montezemolo.

Ausweitung des Zeittrainings

Die übrigen Vorschläge von Ecclestone und Mosley lehnt das Weltmeisterteam aber nicht grundsätzlich ab. Einer Ausweitung des Zeittrainings auf zwei Tage und einer Reduzierung der Testtage zwischen den Rennen würde Ferrari bei der Formel-1-Kommissionssitzung am 28. Oktober in London zustimmen.

Dass die Teams kommende Saison nur noch einen Motor für das gesamte Rennwochenende pro Auto einsetzen sollen, begrüßt Ferrari ebenfalls. Für diskussionswürdig hält er die Reformvorschläge zu einer Begrenzung des Reifeneinsatzes, der Chassis-Veränderungen und des Ersatzteileinsatzes.

Dass auch die Formel 1 sparen muss, sieht Montezemolo völlig ein. Gleichzeitig forderte er aber eine Umverteilung der Einnahmen zu Gunsten der Teams, um vor allem den kleineren Rennställen zu helfen. "Zurzeit sehen die Teams nur einen Teil der TV-Einnahmen und es ist inakzeptabel, dass sie nichts von den Grand-Prix-Einkünften und den Werbeeinnahmen der Rennstrecken bekommen", klagte Montezemolo.

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