Rangliste: Regionalklassen 2019

Regionalklassen 2019 in der Kfz-Versicherung

40 Städte im Versicherungs-Check

Für fast elf Millionen Autofahrer ändern sich ab 2019 wieder die Regionalklassen ihrer Kfz-Versicherung. Das kann Auswirkungen auf die Beitragshöhe haben. AUTO BILD sagt, wo die Versicherung teurer wird, und wo günstiger.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Regionalklassen-Statistik für das Jahr 2019 herausgegeben. Für rund 5,4 Millionen Autofahrer in 63 Bezirken könnte die Kfz-Haftpflichtversicherung günstiger werden: Für sie hat sich die Regionalklassen-Einstufung in verbessert. Knapp 5,5 Millionen Autofahrer aus 55 Bezirken sind hingegen von einer Herabstufung betroffen. Für sie könnte die Kfz-Versicherung ab dem nächsten Jahr teurer werden. In 295 Zulassungsbezirken beziehungsweise für 33 Millionen Autofahrer bleiben die Regionalklassen von 2018 erhalten.

Regionalklassen 2019: Änderungen für Kasko-Versicherte

Video: Versicherung: Regionalklasse erklärt

So wirkt sich das Schadensrisiko aus

Neben den Regionalklassen für die Kfz-Haftpflichtversicherung hat die GDV auch die Regionalklassen für die Kasko-Versicherungen festgelegt. Hier sind insgesamt deutlich weniger Versicherte von Veränderungen betroffen: Rund 2,5 Millionen Versicherte bekommen eine niedrigere (günstigere) Regionalklasse und etwa 2,3 Millionen werden in höhere (ungünstigere) Regionalklassen eingestuft. Für knapp 30 Millionen der über 35 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten ändern sich die Regionalklassen nicht.

Regionalklasse – was ist das überhaupt?

Für Versicherungsgesellschaften spiegeln Regionalklassen das Schadensrisiko innerhalb der 413 verschiedenen Zulassungsbezirke in Deutschland wider. Dafür wird die Schadensbilanz aus drei Jahren analysiert und anhand dessen das Schadensrisiko eingestuft. Die Einteilung der Bezirke in Regionalklassen wird einmal jährlich entsprechend dieser Berechnung auf einen neuen Stand gebracht. Je höher das Schadensrisiko innerhalb eines Zulassungsbezirkes, desto höher ist die Regionalklasse des Bezirks. Und desto höher der Versicherungsbeitrag. Für die Haftpflicht gibt es 12 Klassen, für die Teilkasko 16 und für die Vollkasko 9.

Wie groß sind die Unterschiede beim Versicherungsbeitrag?

Günstige oder ungünstige Regionalklasse – je nach dem, in welchem Bezirk das Auto zugelassen wird, ergeben sich zum Teil deutliche Unterschiede bei den Versicherungskosten. Das Vergleichsportal Verivox hat dazu eine Beispielrechnung durchgeführt. Verglichen wurden Vollkasko-Tarife in Berlin (hohe Regionalklasse 12) mit Tarifen in Leer (niedrige Regionalklasse 1). Ein Familienvater (40 Jahre, 20.000 km/Jahr, 300/150 € Selbstbeteiligung, SF 20) mit einem Mercedes E 220 würde in der Hauptstadt 920 Euro pro Jahr im günstigsten Tarif zahlen. In Leer läge der Preis bei 585 Euro pro Jahr. Einige Versicherer richten sich aber nicht ausschließlich nach den Regionalklassen, sie unterscheiden zum Beispiel auch, ob jemand im Stadtzentrum oder am Stadtrand lebt. So würde die Versicherung aus dem Beispielfall am Berliner Stadtrand im günstigsten Fall 761 Euro kosten. 

Wovon hängt das Schadensrisiko eines Zulassungsbezirks ab?

Wie häufig es innerhalb eines Zulassungsbezirks zu Haftpflicht- oder Kaskoschäden kommt, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Großen Einfluss haben etwa das Verkehrsaufkommen und das Wetter beziehungsweise die Straßenverhältnisse. Bezirke in Bundesländern mit geringerem Verkehrsaufkommen – zum Beispiel Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern – haben in der Regel vergleichsweise günstige Regionalklassen. In Bayern, wo häufiger winterliche Straßenverhältnisse vorherrschen, sind die Regionalklassen dagegen eher ungünstig. In Großstädten wie Berlin oder Hamburg können sich die häufigeren Diebstähle oder Schäden durch Vandalismus negativ auf die Regionalklassen in der Kaskoversicherung auswirken. Die deutschlandweit beste Schadensbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung kann der Bezirk Uckermark in Brandenburg aufweisen – hier gab es im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt rund ein Drittel weniger Schäden.

Woher weiß ich, ob ich von einer Veränderung betroffen bin?

In der Jahresrechnung für die Kfz-Versicherung, die von den Versicherungen in der Regel im letzten Jahres-Quartal an die Versicherten geschickt wird, ist jeweils nachzulesen, auf Grundlage welcher Regionalklasse der Jahresbeitrag berechnet wurde. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr müssen hier angegeben werden. Allerdings ist die Regionalklasse nur eines von rund 50 verschiedenen Kriterien, die bei der Berechnung der Beitragshöhe eine Rolle spielen. Das heißt: Selbst, wenn sich die Regionalklasse verbessert hat, kann sich der Beitrag trotzdem erhöhen – und umgekehrt. Versicherte sollten sich ihre Beitragsrechnung deshalb immer sehr genau ansehen. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt es sich auch, mit einem Vergleichsrechner einen Versicherungsvergleich durchzuführen, um gegebenenfalls günstigere Versicherer ausfindig zu machen, die eine vergleichbare Leistung anbieten.

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Wo ist die Kfz-Versicherung teuer, wo günstig?

AUTO BILD hat sich die neue Regionalklassenstatistik für 2019 einmal genauer angesehen und einen Vergleich für die 40 größten Städte in Deutschland angestellt. In der Bildergalerie sehen Sie, welche Städte sich verbessert oder verschlechtert haben und wo die Haftpflichtversicherung insgesamt am teuersten ist.

Rangliste: Regionalklassen 2019

Stichworte:

Teilkasko Vollkasko GDV

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