Reifenhandel

Reifen: Preise 2011

— 13.12.2010

Reifen werden teurer

Reifen bleiben knapp und teuer: Zwar zeichnet sich beim Ansturm auf Winterpneus Entspannung ab, die Preise sind aber deutlich gestiegen. 2011 wird sich die Entwicklung fortsetzen.

(dpa/cj) Autofahrer müssen 2011 mit Preissteigerungen von fünf bis zehn Prozent bei Sommer- und Winterreifen rechnen. Das sagte jetzt der geschäftsführende Vorsitzende des Bundesverbands Reifenhandel, Peter Hülzer. In den vergangenen Wochen hatte es einen enormen Ansturm der Autofahrer auf Winterreifen gegeben. "Wir sind in den vergangenen drei Wochen quasi überrannt worden", sagte Hülzer. Teilweise sei die Lieferlogistik zusammengebrochen. Doch die Lage normalisiere sich deutlich. Ein ungewöhnlich früher Kälteeinbruch mit viel Schnee sowie die neue Winterreifenpflicht hatten zu einer bisher unüblichen Nachfragespitze geführt.

Auf einen Blick: Alle Infos zur Winterreifenpflicht

Hülzer sagte, nach wie vor müssten Autofahrer an verschiedenen Orten längere Wartezeiten bei der Montage in Kauf nehmen. Auch nicht jede erste Reifenmarke eines Premiumherstellers sei mehr verfügbar. Besonders M+S-Pneus für Kleinwagen und ältere Modelle gäbe es Engpässe – betroffen seien vor allem Regionen nördlich der Main-Linie. Nach Angaben eines Sprechers der Continental-Reifensparte bleibt die Nachfrage hoch, alle Werke seien ausgelastet. Einige Reifengrößen seien nicht mehr lieferbar, schwierig könne es sein, für Allradwagen, Vans oder Busse Winterreifen zu bekommen. Auch Winterreifen für ältere VW-Golf-Modelle seien oft schon vergriffen. Es werde noch so viel wie möglich produziert, nach und nach gehe man aber auf Sommerreifen über – "sonst haben wir dasselbe Problem im Frühjahr", sagte der Sprecher. Bisher habe sich an der Preisliste nichts geändert, 2011 seien aber Preiserhöhungen wegen der steigenden Kautschuk-Kosten möglich.

Übersicht: Reifen aller Art im Test

Nach Angaben Hülzers waren 2010 die Preise für Winterreifen im Schnitt um 10 bis 20 Prozent höher als im Vorjahr. Vorübergehend hätten einige Großhändler die Engpässe aber auch ausgenutzt und horrende Preiserhöhungen "von 200 Prozent und mehr" verlangt. Konsequenz: "Diese Großhändler haben deutlich überzogen und müssen damit rechnen, dass sie von Einzelhändlern nun ausgelistet werden." Die neue Winterreifenpflicht habe zwar mit zu den Schwierigkeiten beigetragen, dürfe aber auch nicht überbewertet werden, sagte Hülzer. "Die Vorschrift für eine geeignete Bereifung bei winterlichen Verhältnissen gibt es ja schon seit 2006."

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.