Autofahrer setzen beim Reifenkauf und der Montage nach wie vor auf den Fachhandel, ihre Markenautohäuser und freie Werkstätten. 38 Prozent werden ihre nächsten Reifen im Fachhandel kaufen, 32 Prozent im Markenautohaus, 18 Prozent in der Freien Werkstatt und 6 Prozent gehen zu einer Werkstattkette. Mit vier Prozent spielt das Internet nur eine untergeordnete Rolle beim Reifenkauf.
Qualität steht bei der Reifenwahl im Vordergrund. 38 Prozent der Befragten würden Premium-Marken wählen, 29 Prozent eine qualitativ gute Zweitmarke, elf Prozent die preiswerte Marke.
Autofahrer sind wenig informiert über den Zustand ihrer Reifen. 29 Prozent kennt die aktuelle Profiltiefe nicht, zehn Prozent schätzen ihre Profiltiefe irgendwo zwischen zwei und vier Millimeter, 27 Prozent zwischen vier und sechs Millimeter und 34 Prozent mehr als sechs Millimeter.
Die Umrüstquote von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt ist hoch. Inzwischen wechseln 84 Prozent der Befragten, 16 Prozent tun dies nicht. Bei 30 Prozent nimmt die Markenwerkstatt den jahreszeitlichen Wechsel vor, 24 Prozent tun es selbst, 19 Prozent lassen die freie Werkstatt wechseln und 16 Prozent den Reifenfachhandel. 69 Prozent lagern die jeweils nicht gefahrenen Reifen bei sich selber ein, 31 Prozent in den betreffenden Fachbetrieben.
Geht es ums Geld, haben die Interviewten eine klare Meinung. Um die 97 Euro liegt die Ausgabenbereitschaft bei Sommer- bzw. Winterreifen. Die Einlagerung der Reifen im Fachbetrieb erwarten 20 Prozent umsonst, 14 Prozent würden bis 20 Euro zahlen, ebenso viele bis 40 Euro, vier Prozent würden sich die Einlagerung bis zu 60 Euro kosten lassen.
Die am 1. Juli 2012 in Kraft tretende neue EU-Richtlinie ist bei 87 Prozent der Befragten unbekannt, 13 Prozent kennen sie. Die auf dem dazugehörigen Label erfassten Informationen werden von den Autofahrern unterschiedlich bewertet. 57 Prozent ordnen sie als sehr hilfreich bis hilfreich ein, für 23 Prozent sind sie kaum hilfreich und für 20 Prozent stellen sie keinen Nutzen dar. Als wichtig bei Kauf eines Pkw-Reifens geben 77 Prozent den kurzen Bremsweg an, für 23 Prozent ist der geringe Rollwiderstand und damit der geringere Kraftstoffverbrauch wichtig.
Auswertung der Mängelbilanzen aus den Hauptuntersuchungen der KÜS (2011): Bei 2,6 Millionen Prüfungen hatten 34.500 Autos eine unzureichende Profiltiefe als erheblichen Mangel, also unterhalb der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen 1,6 Millimeter. 12.870 Fahrzeuge hatten poröse Reifen, 7.717 Fahrzeuge hatten für das Fahrzeug nicht zugelassene Reifen montiert und 1.812 Mal war der Reifen durch Fremdkörper beschädigt. 939 Reifen wurden mit einem Gewebebruch als mangelhaft eingestuft.
KÜS-Umfrage Reifenkauf: Ergebnisse 1 von 7
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