Reifentest Sommerreifen in 225/40 R 18

— 11.07.2008

So gut, so breit

Breite Reifen verbessern die Optik und die dynamische Qualität eines Fahrzeugs. Aber: Nicht in jeder Testdisziplin sind die dicken Dinger der Standardbereifung überlegen.

Die deutschen Autofahrer specken ab. Kleinere Autos, weniger Extras. Hauptsache, Sparen. Nur bei der Wahl der Reifengröße darf es nach wie vor gern ein bisschen mehr sein. Gekauft wird, was gefällt. Prall gefüllte Radhäuser und üppig dimensionierte Aluräder sehen cool aus, verleihen dem Fahrzeug einen sportlich individuellen Touch. Doch verändern sich mit den breiten Reifen und der schnellen Optik auch die dynamischen Qualitäten? Ein klares Ja! Das zeigt der Test dieser Sommerreifen ganz deutlich. Statt der serienmäßigen 17-Zoll- Bereifung in 225/45 haben wir eine Mercedes C-Klasse mit Rädern aus dem Zubehör und Breitreifen in 225/40 R 18 aufgerüstet. Trotz der nominell gleichen Breite von 225 Millimetern bauen alle sechs getesteten 18-Zöller aufgrund erlaubter Bautoleranzen deutlich breiter als die Vergleichsreifen in Standardgröße, wie ein Blick auf die unter schied lich hohen Reifenstapel zeigt.

Auf Aquaplaning reagieren breite Reifen sehr sensibel, hier liegt die größste Schwachstelle.

Auf Aquaplaning reagieren breite Reifen sehr sensibel, hier liegt die größste Schwachstelle.

Fest steht: Mehr Gummi auf der Straße bringt Vorteile beim Bremsen, die geringere Schulterhöhe des 18-Zöllers ein sportlich direkteres Einlenkverhalten und eine spürbar verbesserte Kurvendynamik. Doch beim Fahrkomfort müssen Abstriche gemacht werden. Der eigentliche Schwachpunkt aber ist das vor zeitige Aufschwimmen bei Aquaplaning. Damit Sie bei der Wahl des richtigen Reifens nicht ins Schleudern kommen, vergleichen wir in unserem Test sechs Breitreifenprofile mit der Standardbereifung in 17-Zoll. Den kompletten Test mit der großen Abschluss-Tabelle können Sie hier als PDF herunterladen.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Dierk Möller-Sonntag

Breite Reifen sorgen für mehr sportliche Agilität und Fahrspaß. Kürzere Bremswege erhöhen zudem die Sicherheit auf trockener wie nasser Piste. Doch aufgepasst, die damit verbundenen Komforteinbußen können auf Dauer für einen faden Beigeschmack sorgen. Wer sich aber für moderate und vom Fahrzeughersteller angebotene Aufrüstdimensionen entscheidet, bleibt auf der sicheren Seite.

Die Vorteile von Breitreifen: Der Fahrspaß wächst, mit direkter Lenkung und präzisem Fahrverhalten steigt die Agilität. Die Sicherheit nimmt zu. Mehr Gummi auf der Straße sorgt für kürzere Bremswege. Das Erscheinungsbild wird verbessert, gut gefüllte Radhäuser setzen sportliche Akzente.

Die Nachteile von Breitreifen: Gefahr durch Aquaplaning droht, besonders mit abnehmender Profiltiefe ist Vorsicht geboten. Der Fahrkomfort verschlechtert sich, auf extreme Reifendimensionen besser verzichten. Der Anschaffungspreis steigt mit zunehmender Breite, ist bei jedem Wechsel erneut zu zahlen.




Autor: Dierk Möller-Sonntag

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