Reise-Rücktritt

Reise-Rücktritt

— 08.07.2005

Umbuchung nach Terroranschlägen

Viele deutsche Reiseveranstalter zeigen sich nach den Terroranschlägen kulant, gewähren kostenlose Umbuchungen.

Nach den Terroranschlägen in London bieten viele deutsche Reiseveranstalter ihren Kunden an, den geplanten Urlaub in der britischen Hauptstadt umzubuchen. Am großzügigsten zeigt sich Dertour: Urlauber können ihren Städtetrip mit Anreise bis 17. Juli 2005 auf ein anderes Ziel umbuchen oder stornieren - Kosten entstehen nur, falls Dertour-Partnerunternehmen Gebühren verlangen. Thomas Cook bietet für seine Marken Neckermann und Condor kostenlose Umbuchung auf eine anderes Urlaubsziel bis zum 13. Juli an, die TUI bis zum 11. Juli.

Die Eisenbahngesellschaft Eurostar gewährt kostenlose Umbuchungen der Eurotunnelfahrten nach England bis zum 10. Juli. "Das ist unser guter Kundenservice", begründet Dertour-Sprecherin Anke Dannler das Entgegenkommen der Reiseveranstalter. Denn die sind bei Terroranschlägen, Kriegseinwirkungen und ähnlichen Fällen "höherer Gewalt" gesetzlich nicht zu Stornos oder Umbuchungen verpflichtet. Grundsätzlich habe man gegenüber den Reisenden aber eine hohe Sorgfaltspflicht, die natürlich auch eine Rolle spiele. Dertour, Marktführer bei Städtereisen, hat derzeit etwa 300 Reisende in London.

Auch eine Reiserücktrittsversicherung hilft bei Terroranschlägen nicht, erläutert Andreas Schneider von Elvia, Spezialanbieter für Reiseversicherungen. Dies wäre erst der Fall, wenn das Auswärtige Amt eine allgemeine Reisewarnung für ein Zielgebiet ausspricht. Im vergangenen Jahr nahm Elvia 78 Millionen Euro an Prämien für Reiserücktrittsversicherungen ein, dem stehen Schäden in Höhe von 40 Millionen Euro gegenüber.

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